Archiv! Aktuelle Tipps & Termine finden Sie: hier

Freizeit Tipps fürs Ruhrgebiet: Ausstellungen, Kunst 2008:

 
Ausstellung: Als wäre nichts gesagt - Kunst der 80er Jahre aus den Sammlungen der Kunstmuseen Krefeld im Krefelder Museum Haus Lange vom 08.07.2007 bis 27.01.2008
Die achtziger Jahre beginnen mit der erneuten Hinwendung zur Malerei. Die figurative und gestische Malerei der Transavantguardia und der Neuen Wilden setzt bereits Ende der siebziger Jahre wie ein Paukenschlag ein. Ihre Vertreter propagieren einen uneingeschränkten Subjektivismus. Die Kunst wird wieder persönlich und erlaubt eine direkte emotionale Annäherung. Auch im Bereich der Skulptur folgen neue Akzente, die konzeptuelle und minimalistische Strategien durch eine offensichtlich lang vermisste erzählerische Sinnlichkeit überholen - der Kunstmarkt erlebt in diesem Moment einen ungeahnten Boom. Zudem rückt die Fotografie aus der Peripherie ins Zentrum der Kunst, indem sie sich aus der dienenden dokumentierenden Rolle löst, das Bildhafte in der Reproduktion der Wirklichkeit forciert und ihre Fotografien wie selbstverständlich im Kunstkontext präsentiert. Infos
Ausstellung: Dortmunder Kleinbahn im Dortmunder Hoesch Museum vom 02.09.2007 - 24.02.2008
1907 wurde die „Kleinbahn Dortmund“ von Westerholz nach Schüren eröffnet. Existenzgrundlage dieser Bahn, die mit der 1899 errichteten Hafenbahn eine betriebliche Einheit bildete (ab 1953 „Dortmunder Eisenbahn“) war der Transport von Massengut der Eisen- und Stahlindustrie im Raum Dortmund und Hörde. Die Ausstellung zeichnet anhand von Fotografien, Karten, Modellen und Objekten die Geschichte und den Strukturwandel dieser bedeutenden Privatbahn nach. Infos
Ausstellung: „Liebe.komm – Botschaften des Herzens“ in der Hattinger Henrichshütte vom 30.09.2007 -  20.01.2008
Mausilein, Schnurzelputz, Augenstern, Tigerbärchen – Liebende sprechen eine eigene Sprache. Liebe gesagt, Liebe geschrieben, Liebe gemailt ... immer die gleiche Botschaft, doch die Wege haben sich in den vergangenen 250 Jahren dramatisch verändert. Gemeinsam mit dem Museum für Kommunikation in Frankfurt zeigt der Landschaftsverband Westfalen Lippe „Botschaften des Herzens“. Liebesbilder und Liebeschemie, Liebessehnsucht und Liebesglück sind die Stichworte, die zum Liebespaar führen. Und leider ist der Weg vom Liebesalltag zum Liebesleid oft allzu kurz ... Infos
Ausstellung: Amerikanische Malerei 1950 bis 1970 im Josef Albers Museum Quadrat vom 10.2007 - 10.2009
Das Josef Albers Museum in Bottrop zeigt Hauptwerke der amerikanischen Kunst aus der Sammlung des Museum Folkwang.
Insgesamt 14 Gemälde und Skulpturen sind es, die bis Oktober 2009 in Bottrop zu sehen sind. Sie sind so arrangiert, dass sie in direkten Dialog mit den Werken von Josef Albers treten. Albers, der in Bottrop geboren wurde, unterrichtete am Bauhaus und übte seit 1933 als Künstler und Lehrer in den USA prägenden Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Nachkriegskunst vom Abstrakten Expressionismus bis zur Minimal Art aus. 
Das Museum Folkwang Essen besitzt eine der besten Sammlungen amerikanischer Kunst der Zeit zwischen 1950 und 1970 in Deutschland. Diese Werkgruppe, die unter Paul Vogt erworben wurde, umfasst bedeutende Gemälde und Skulpturen des Abstrakten Expressionismus und der Minimal Art von Mark Rothko, Barnett Newman, Franz Kline, Jackson Pollock, Morris Louis, Ad Reinhardt, Sam Francis, Kenneth Noland, Donald Judd, Dan Flavin und Frank Stella. Sie markiert in der Essener Sammlung diese entscheidende Zäsur in der Geschichte der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Das Museum Fokwang erhält bis 2010 nach Plänen von David Chipperfield Architects einen Neubau, den die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als alleinige Förderin finanziert. Während der Bauzeit zeigt das Museum Folkwang in den Räumen des Altbaus nicht die eigene Sammlung sondern ein dichtes Programm von Wechselausstellungen (ab Januar 2008).
So ergibt sich die einzigartige Gelegenheit, 14 Hauptwerke der amerikanischen Kunst aus Essen für etwa zwei Jahre im Josef Albers Museum zu zeigen. Sie sind hier gemeinsam mit Gemälden von Josef Albers zu sehen, dessen künstlerische Entwicklung im Bottroper Museum von seinen Anfängen am Bauhaus bis zu den "Homages to the Square" vorgestellt wird. Die direkte Konfrontation von Albers mit seinen amerikanischen Zeitgenossen in dieser Ausstellung ist für beide Seiten erhellend.
Albers, der Deutschland 1933 verließ, unterrichtete in den USA am Black Mountain College und an der Yale University und wurde zu einem Lehrer von eminenter Wirkung. In den vierziger Jahren entwickelte er zunehmend auch eine eigenständige künstlerische Position, die sich in wichtigen Aspekten mit den Interessen der Maler des Abstrakten Expressionismus berührt. Dazu zählt insbesondere die Betonung der Farbe in ihrer Eigensprachlichkeit: Das Agieren der Farbe tritt an die Stelle eines traditionellen Kompositionsverständnisses, das geometrische Elemente in ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zueinander setzt. Nun kommt die Bildfläche als Totalität in den Blick, strukturiert durch wenige überschaubare Elemente. Infos

Raumansicht Josef Albers Museum, Bottrop, © Josef Albers Museum, Bottrop
Ausstellung: „Herzenspein und Nasenschmerz – Komische Katastrophen von Wilhelm Busch bis Loriot“ in der Oberhausener Ludwig Galerie vom 12.10.2007 - 24.02.2008
In ihrer Reihe populärer Kunst zeigt die Ludwig Galerie: „Herzenspein und Nasenschmerz“ beschreibt treffend, was eine gute Karikatur ist: Schadenfreude, das Lachen über das Unglück des Anderen, die teuflische Form der Nächstenliebe. Angaben unter Vorbehalt! Infos

© Wilhelm-Busch-Gesellschaft e.V.
Ausstellung: Under the Snow - Werkkomplex Ilya Kabakovs wird erstmals vollständig gezeigt im Dortmunder Museum am Ostwall vom 21.10.2007 - 27.01.2008
Bei Ilya Kabakovs neuem Werkkomplex brechen durch die lichten Schneelandschaften an verschiedenen Stellen immer wieder bunte Fragmente der darunter verborgenen Realität hindurch. Der Blick durch diese Öffnungen lässt Spuren der Vergangenheit erkennen: der erst kurz zurückliegenden sowjetischen und der länger zurückliegenden russischen Zeit. Bei anderen Gemälden geben ovale Öffnungen raum- und zeitlose Blicke in die Tiefe und die Höhe frei. Der gemalte Schnee lässt beim Betrachter ambivalente Deutungen zu: Die Schneedecke kann als Trost und als Trostlosigkeit, als Ausdruck der Erinnerung oder des Zudeckens und Vergessens, als Schichten des Bewusstseins oder der Bewusstlosigkeit  verstanden werden. Infos

Öl auf Leinwand/oil on canvas, 2004, Leihgabe/loan Deweer Art Gallery, Otegem, Belgium
Ausstellung: Renoir - und die Landschaft des Impressionismus im Wuppertaler Von der Heydt Museum vom 28.10.2007 - 27.01.2008
Mehr als 60 Gemälde hat Direktor Dr. Gerhard Finckh aus der ganzen Welt zusammengetragen. Berühmte Museen schicken ihre Gemälde auf die Reise nach Wuppertal: Das Metropolitan Museum sowie das Museum of Modern Art aus New York, das National Museum Warschau, das Folkwang Museum Essen und das Art Institute in Chicago - um nur einige Namen zu nennen. Galerien und Privatsammlungen stellen ebenfalls Werke zur Verfügung. Viele Kontakte, Reisen und Telefonate, waren notwendig, um die Leihgeber für das ehrgeizige Vorhaben zu gewinnen. Die Werke aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums bilden den Anlass und den Kern der Ausstellung. Der impressionistische Maler Auguste Renoir ist vor allem bekannt für seine zarten Frauen- und Mädchenporträts, weniger bekannt sind seine Landschaften. Hier leistete er Bahnbrechendes. Diespäten Landschaften sind es, worin seine ganze Modernität, die nahe an die Abstraktion und sogar an die Tendenzen des Informel und des Tachismus heranreicht, zum Ausdruck kommt. Infos

Auguste Renoir
Two sisters (on the terrace), 1881
Mr. and Mrs. Lewes
Larned Coburn Memorial Collection
The Art Institute of Chicago
Ausstellung: Mode:Bilder - Sammlung F.C. Gundlach im Düsseldorfer NRW Forum vom 17.11. 2007 - 24.03.2008
Diese Ausstellung verändert den Blick auf die Modefotografie: Anhand von fast 400 Fotografien von 100 Fotografen aus dem Zeitraum 1843 bis 2006 zeigt sie auf, daß Modefotografie mehr ist als das Abbildung von Bekleidung. Ja, so ist die These, jedes Foto von einem Menschen ist seinem Wesen nach ein Modefoto. Und so beginnt die Ausstellung „MODE:BILDER“ im NRW-Forum mit den kostbaren Aufnahmen von Robert Adamson aus der Frühzeit der Fotografie; Inkunabeln der Fotografie-Geschichte. Adamson fotografierte im Jahre 1843 400 Pfarrer, die der Maler Octavius Hill als Vorlagen für ein Gemälde benutzte. Diese Fotografien sind eine Typologie einer Generation Mitte des 19. Jahrhunderts. Und sie sagen alles aus über Mode und Gestus der dargestellten „Models“. Dem Sinn nach Modefotografie. Infos

George Hoyningen-Huené 1900 – 1968 // ohne Titel (Miss Sonia, Kleid von Madeleine Vionnet) // September 1931 // Silbergelatine, 15,4 x 20,1 cm //
© George Hoyningen-Huené, courtesy Staley-Wise Gallery, New York
Ausstellung: Karl Lagerfeld - Konkret Abstrakt Gesehen in der Neusser Langen Foundation vom 18.11.2007 - 01.05.2008
Die Ausstellung „KONKRET ABSTRAKT GESEHEN“ wird exklusiv von Karl Lagerfeld und Gerhard Steidl für die Langen Foundation konzipiert und kann als Installation verstanden werden. Mit dieser eigens für die Langen Foundation angefertigten Serie großformatiger Photographien offenbart Karl Lagerfeld sein Interesse an und seine Auseinandersetzung mit Texturen, Oberflächen, Mustern und Rhythmen. Die Mittel, die er zur Gestaltung des Ausstellungsraumes einsetzt, erweisen sich als Antwort auf Tadao Andos Architektur, denn sie verbinden sich mit deren kühlen Strenge zu einem dynamischen Ensemble. Infos

Karl Lagerfeld, Screen, 2004
KONKRET ABSTRAKT GESEHEN
© Karl Lagerfeld and
Langen Foundation 2007
Ausstellung: Jörg Immendorf im Duisburger Museum Küppersmühle vom 04.12.2007 - 02.03.2008
1969 wurde der Student Jörg Immendorff der Kunstakademie Düsseldorf verwiesen, 1996 kehrte er als Professor dorthin zurück, mit einem breiten und wegweisenden Oeuvre und zahllosen Ausstellungen im In- und Ausland. In der Akademie, so Direktor Walter Smerling, habe er „den Platz gefunden, an dem er am intensivsten wirken konnte. Er, der ehemalige Hauptschullehrer und Professor, war über Jahrzehnte mit der Akademie verbunden und hat durch die Beziehung zu Joseph Beuys diesen Ort wohl als seine ursprüngliche Heimat empfunden.“

 

Rund 90 Werke erlauben dem Besucher einen Gang durch vier Jahrzehnte Immendorffscher Bilderwelten und lassen ein ums andere Mal erkennen, warum der Künstler unumstritten einer der wichtigsten Protagonisten der deutschen Nachkriegskunst ist. Das älteste Bild in der Ausstellung datiert 1965, das jüngste ist von 2007. Jörg Immendorff ist auch in der Sammlung Ströher mit zahlreichen Werken vertreten. Infos


Jörg Immendorf, Ohne Titel, 2006
Ausstellung: Piet Mondrian - Vom Abbild zum Bild im Kölner Museum Ludwig vom 14.12.2007 - 30.03.2008
Das Museum Ludwig präsentiert eine der weltweit größten und bedeutendsten Mondrian-Sammlungen, die im Gemeentemuseum in Den Haag beheimatet ist. Diese zeichnet den Weg des Künstlers von seinen impressionistischen und kubistischen Anfängen über die Gründung von De Stijl 1917 (gemeinsam mit Theo van Doesburg) bis zum Neoplastizismus nach. Ab den 1920er Jahren arbeitete Mondrian vollkommen abstrakt in seiner charakteristischen geometrischen Formsprache, mit ihren optisch ausbalancierten Kompositionen aus roten, gelben und blauen Rechtecken in einem System aus schwarzen Linien und weißen Flächen. Diese Bilder haben sich ins kollektive Bildgedächtnis eingeprägt, nicht zuletzt weil sie auch in der Werbung immer wieder aufgegriffen wurden. Der holländische Maler wurde am 7. März 1872 in Amersfoort geboren. 1886-92 ließ er sich zum Zeichenlehrer ausbilden und ging dann an die Amsterdamer Akademie. Nach impressionistischen und frühexpressionistischen Anfängen, die noch dem Symbolismus verhaftet waren, machte Mondrian 1910 Bekanntschaft mit kubistischer Malerei. Er ging nach Paris und entwickelte bis 1914 einen konsequenten Kubismus, der schließlich ganz abstrakt wurde. 1917 gründete er zusammen mit Theo van Doesburg die Zeitschrift De Stijl. Seit 1920 sind Mondrians Bilder konstruktivistische abstrakte Meditation aus Horizontalen und Vertikalen. Infos

Molen (Mühle); Windmühle im Sonnenlicht / Mill in Sunlight, 1908 © Mondrian/Holtzman Trust, c/o HCR International, Warrenton VA USA
Ausstellung: James Bishop. Leinwand und Papier im Bottroper Josef Albers Museum Quadrat vom16.12.2007 – 24.2.2008
Anlässlich des 80sten Geburtstags des Amerikaners James Bishop, der seit fünfzig Jahren in der Nähe von Paris lebt, zeigt das Josef Albers Museum eine retrospektive Ausstellung seiner Malereien auf Papier; feiner Lyrismus und zarte Farbigkeit zeichnen diese Kunst in hohem Maße aus. Es ist eine Auswahl seiner Arbeiten auf Papier von den frühen sechziger Jahren bis heute zu sehen, ergänzt durch einige wenige Gemälde. Bishop gehört zu jenen heute rar gewordenen stillen Meistern am Rande des Kunstbetriebs, dessen verschwiegene Kunst jedoch über die Jahrzehnte nicht ohne Wirkung auf Künstler und Kenner blieb. Das Museum in Bottrop interessiert sich intensiv für die amerikanische Kunst der Nachkriegszeit und ihre Verbindung zu Europa, ist doch Albers’ Kunst in diesem Kontext innig verwurzelt. Der Rang von James Bishop wie seine internationale Wertschätzung haben es längst als geboten erscheinen lassen, sein so unverwechselbares Oeuvre einem größeren Publikum vorzustellen. Infos
Ausstellung: Politik, Pop und Afri-Cola. 68er Plakate - Deutsches Plakatmuseum im Essener Museum Folkwang vom 12.01. - 16.03.2008
Das Deutsche Plakat Museum zeigt unter dem Titel „Politik, Pop und Afri-Cola. 68er Plakate“ vom 12. Januar bis 16. März 2008 im Museum Folkwang Plakate aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aus dem Jahr 1968. Neben 1989 ist das Jahr 1968 die wichtigste Zäsur in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Vietnamkrieg, Studentenunruhen und Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Grundwerte bestimmten die öffentliche Diskussion. Politische wie kulturelle Umwälzungen, die heute unser Leben bestimmen, nahmen damals ihren Anfang. Im Medium Plakat spiegeln sich diese Entwicklungen wider. Die Ausstellung dokumentiert dieses ereignisreiche Jahr in fünf Bereichen: Politik und Gesellschaft, Kunst und Kultur, Musik, Unterhaltung und Freizeit, Produkte und Dienstleistungen. Infos

Günther Kieser, Frank Zappa's Mother of Invention © Deutsches Plakat Museum, Foto: Jens Nober
Ausstellung: Geiger Vasarely Bill - Farbe zu Fläche zu Raum im Altbau des Essener Museum Folkwang vom 12.01. - 30.03.2008
Die Auftaktausstellung 2008 der Grafischen Sammlung des Museum Folkwang zeigt in einer Zusammenschau Werke von Rupprecht Geiger, Victor Vasarely und Max Bill. Die drei wichtigen Vertreter der Kunst der Moderne, 1906 bzw. 1908 geboren, arbeiteten systematisch an Gestaltungsprinzipien der seinerzeit neuen, gegenstandslosen Kunst, welche die Künstlergeneration vor ihnen, darunter Wassili Kandinsky, Piet Mondrian oder Georges Vantongerloo, entwickelt hatte. Farbe, Fläche und Raum standen im Fokus des künstlerischen Interesses, wobei die Schwerpunkte von allen dreien Künstler unterschiedlich gesetzt wurden.
Die Ausstellung zeigt rund 120 zumeist großformatige grafische Blätter sowie einige Gemälde und Künstlerbücher. Es handelt sich um Werke aus dem Bestand des Museum Folkwang, die um Leihgaben zentraler Blätter u. a. des Ateliers Geiger in München sowie der max, binia + jakob bill Stiftung in Adligenswil ergänzt wurden. Infos

Max Bill, Feld aus 4 sich durchdringenden Farben, 1967, 65 x 50 cm © VG Bildkunst, Bonn 2007
Ausstellung: Jeanne faust - Exuse me brother im Kölner Museum Ludwig vom 23.01. - 13.04.2008
Die konzeptuellen Filme und Fotografien von Jeanne Faust verweisen auf ein kulturell geprägtes Film- und Bildgedächtnis. Sie inszeniert Szenen, die alltäglich wirken, gleichzeitig jedoch einem Spielfilm entnommen sein könnten. Momente der Imagination und Projektionen von Gefühlen, die sich an unsere Wahrnehmung und Deutung von Bildern heften, spielen in Jeanne Fausts Filmen eine wichtige Rolle. Sie verwendet jedoch keine direkten Filmzitate, sie greift vielmehr auf den Vorrat kinematografischer Erinnerungen zurück, der Teil unseres kulturellen Bildgedächtnisses geworden ist. Es überblenden sich in den Filmen der Künstlerin vorgefundene, erinnerte und erwartete Bilder in einer hybriden Mischung aus Pose und Inszenierung. Der Dialog der Protagonisten im neuesten Film „excuse me brother“ von Jeanne Faust verschiebt sich in seinem Verlauf vom Sichtbaren, der Kommentierung der Präparation einer Gottesanbeterin, immer stärker in den Bereich des Unsichtbaren, der persönlichen Befindlichkeit der Personen. Faust spitzt den Entzug der Handlung weiter zu und erlaubt gerade dadurch eine Reflexion darüber, wie in unsere Deutung von Bildern Momente der Imagination einfließen, und wie die komplexe Wechselbeziehung zwischen Bildern und Sprache Bedeutung schafft. Infos

Jeanne Faust, excuse me brother, 2006, 16mm auf DV (produziert von Sammlung Rheingold; Edition Bewegte Bilder). (c) VG Bild Kunst Bonn, 2007
Ausstellung: Sizilien Von Odysseus bis Garibaldi in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle vom 25.01. - 25.05.2008
SIZILIEN – die größte Region Italiens und die größte Insel des Mittelmeers war jahrtausendelang ein Schmelztiegel zahlreicher Kulturen. Das Miteinander dieser Kulturen hat auf der Insel ein reiches und faszinierendes Erbe hinterlassen. Mit ca. 300 hochrangigen Werken zeichnet die Ausstellung dieses kulturelle Erbe nach: Von den ersten Spuren menschlicher Präsenz aus der Altsteinzeit bis zur Ankunft Giuseppe Garibaldis im Jahr 1860 wird die wechselvolle Geschichte der Insel erzählt und die Einflüsse der vielen Völker und Herrscher veranschaulicht. So führt der chronologische Rundgang von den einheimischen Sikanern und Sikulern, den eingewanderten Phöniziern, Griechen, Römern, Byzantinern und Arabern über die Herrschaft der Normannen und Hohenstaufer bis zu den Dynastien der Aragonesen, Habsburger und Bourbonen. Infos

Pietro Novelli, Die Befreiung des hl. Petrus aus dem Kerker um 1633/34, Öl auf Leinwand, Palermo, Galleria Regionale della Sicilia
Ausstellung: Fest der Sinne. Niederländische Malerei und Graphik des 17. Jahrhunderts im Wuppertaler Von der Heydt Museum vom 16.12.2007 - 22.06.2008
Die Ausstellung folgt den großen Entwicklungen im "goldenen Zeitalter" der niederländischen Malerei und Graphik des 17. Jahrhunderts. Ausgehend vom Manierismus flämischer Meister um 1600 zeigt sie die allmähliche Hinwendung zu einem sinnesbetonten Realismus. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war Haarlem mit Jan van Goyen und Salomon van Ruisdael ein wichtiges Zentrum der neuen atmosphärischen Landschaftsauffassung. Diese "tonale" Richtung wurde auch in der Marinemalerei, von Hans Goderis und Jan Porcellis, übernommen.  Infos

Floris van Schooten, Stillleben mit Käse, Brot und Früchten
Von der Heydt-Museum
Ausstellung: Idris Khan - Every ... in der Düsseldorfer Kunstsammlung K20 vom 26.01. - 09.03.2008
Vor der temporären Schließung von K20 und dem damit verbundenen Auszug der Sammlung wird die große Halle im Erdgeschoss eine letzte Ausstellung aufnehmen. Geplant ist eine Präsentation mit Werken des jungen britischen Künstlers Idris Khan (Jg. 1978). Dieser hat in den wenigen Jahren nach seinem Studienabschluss im Royal College of Art in London 2004 ein gedanklich luzides, visuell beeindruckendes und technisch-handwerklich brillantes Werk erarbeitet. Khans Sujets zeigen sein leidenschaftliches Interesse an kulturell kodierten Werken und Artefakten aus den Sphären der Literatur, der bildenden Kunst sowie der Musik. Seine Medien sind Fotografie und Video. In seinen Fotografien arbeitet der Künstler mit digitalen Überblendungen von gefundenen Bildern, Texten oder Partituren. Seine Videos zu klassischen Stücken der Musikliteratur von Bach und Schubert verwandeln die musikalischen Darbietungen in der mehrfachen Wiederholung und Überlagerung in visuelle und klangliche Palimpseste. Infos

“Sigmund Freud’s ‘The Uncanny’”, 2006
Digitaler C-Print, montiert auf Aluminium
184 x 209 cm © Idris Khan, 2007
Ausstellung: Ein letzter Blick - Meisterwerke aus der Sammlung  in der Düsseldorfer Kunstsammlung K20 vom 26.01. - 27.04.2008
Vor der knapp eineinhalbjährigen Schließung von K20 ab dem 28. April 2008 werden nochmals die wichtigsten Meisterwerke der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert.
Dazu gehören unter anderem Pablo Picassos monumentales Werk „Deux femmes nues assises“ aus der klassizistischen Periode des Künstlers sowie George Braques kubistisches Stillleben „Nature morte, harpe et violon“ und auch Marc Chagalls Komposition „Le violoniste“. Höhepunkte expressionistischer Malerei sind Wassily Kandinskys „Komposition IV“ und Ernst Ludwig Kirchners „Mädchen unter Japanschirm“. Vertreter surrealistischer Kunst sind Max Ernst mit seinem Werk „Au premier mot limpide“ oder Joan Mirós mit „Nu au miroir“. Hervorzuheben sind auch die einzigartigen Sammlungen von Julius Bissier und Paul Klee.
Zudem wird die große Installation „Palazzo Regale“ von Joseph Beuys zugänglich sein, wie auch Werke von Gerhard Richter, dessen Zyklus „Silikat“ erst kürzlich von der Kunstsammlung erworben wurde.
Jackson Pollocks drip painting „Number 32“ stellt ohne Zweifel einen der Meilensteine der abstrakt expressionistischen Malerei nach 1945 dar. Das monumentale Stück wird von weiteren herausragenden Arbeiten der Pop und Minimal Art flankiert. Infos

Marc Chagall, Der Geiger, 1911, © VG Bild-Kunst, 2008
Ausstellung: Paul Schwer - "800 - 1500 Mµ" in den Herner Flottmann-Hallen vom 09.02. - 16.03.2008
Eigentümlich gefaltete und zerknüllte, knotenförmige Gebilde aus teils bemaltem und teils transparentem Plexiglas bewegen sich von der Decke abgehängt scheinbar ungebunden in dem Ausstellungsraum, lagern auf dem Boden. Sie spiegeln sich in einer von der Horizontalen in die Schräge gelegten Ansammlung von bemalten Glasplatten.
Wie in einem Bühnenbild bewegt sich der Betrachter zwischen den Farbknäueln und spiegelnden, bzw. durchsichtigen Überlagerungen, steht zwischen zwei Polen aus leuchtenden Halbkugeln an den Außenwänden. Zwei Lichtschränke stehen gekippt im Raum, verstärken den Eindruck, dass alles seine gewohnte Ordnung verlassen hat. Die beschauliche Aura von gefärbtem Glas und Licht erfährt durch die Elektrifizierung eine Wendung ins Bedrohliche. Infos
Ausstellung: Die große Kunstausstellung NRW Düsseldorf im Museum Kunstpalast vom 09.02. - 16.03.2008
Mit rund 250 Werken von über 150 Künstlerinnen und Künstlern bietet die Große Kunstausstellung einen Einblick in das aktuelle bildkünstlerische Gesehen in Nordrhein-Westfalen, ergänzt durch die Arbeiten von Ausstellerinnen und Ausstellern aus anderen Bundesländern und den Niederlanden. Vertreten sind alle Sparten der Bildenden Kunst, Malerei, Graphik, Plastik, Objekt, Installation, Photo und Video. Den Kunstpreis der Künstler 2008 erhält der in Düsseldorf lebende Künstler Günter Weseler. Das vielschichtige und facettenreiche Werk Weselers, der Ende der 60er Jahre mit seinen Atemobjekten bekannt wurde, ist bis in die Gegenwart von überzeugender Aktualität. Den Förderpreis der Großen Kunstausstellung erhält die ebenfalls in Düsseldorf lebende Malerin Sala Lie-ber. Die Künstlerin studierte u. a. in Dresden bei Prof. Max Uhlig und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Jörg Immendorff. 2005 erfolgte die Ernennung zur Meisterschülerin von Prof. Herbert Brandl. Infos

Günter Weseler
„Dreamers of decadence“
Löwenenvironment
Präparierte Löwen mit Atemtechnik
Fotografie Bernd Jansen 1976
© VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Ausstellung: Fritz Wotruba - Zeichnungen und Steine. Zum 100. Geburtstag des Künstlers im Duisburger Lehmbruck Museum vom 13.02. - 04.05.2008
Die Ausstellung im Lehmbruck Museum konzentriert sich mit Bedacht auf die „nacktesten“ Medien, derer sich Wotruba bedient hat: die Zeichnung und die Steinskulptur. Ausgehend von dem frühesten Stein, dem „Torso“ von 1928/29, und Zeichnungen ab 1925 wird die Spannung dieses Lebenswerks exemplarisch spürbar. Die Versammlung von weiteren bedeutenden Steinen und rund 120 zumeist erstmals gezeigten Zeichnungen bietet die Gelegenheit, Wotrubas jahrzehntelangen, in der Geschichte der Bildhauerei des 20. Jahrhunderts beispiellosen Weg von der menschlichen Figur hin zur Architektur als sinnliche Metamorphose nachzuvollziehen. Infos

Fritz Wotruba, Große liegende Figur, 1962/63, Karstmarmor
Ausstellung: The Message, das Medium als Künstler - Kunst und Okkultismus im Bochumer Kunstmuseum vom 16.02. - 13.04.2008
Höhere Wesen diktieren ganze Texte, Stimmen aus dem Jenseits befehlen zu malen, Geister machen sich durch Klopfzeichen bemerkbar und lassen Medien in unbekannten Sprachen sprechen. Okkulte Praktiken, Stimmen höherer Wesen und magische Momente wurden oft nicht nur in der bildenden Kunst als suspekt empfunden. Die Ausstellung The Message - Das Medium als Künstler stellt erstmals die erstaunliche Wirkungsgeschichte eines weitgehend unbekannten Phänomens in der Kunst von 1850 bis heute vor:
Die von Claudia Dichter, Michael Krajewski und Susanne Zander kuratierte Ausstellung versammelt Gemälde, Zeichnungen und automatische Radierungen von über 25 Künstlern. Darüber hinaus schlägt sie mit Film-, Foto- und Tonaufnahmen einen Bogen von den frühesten mediumistischen Werken aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Infos

Laffoley-Mind Physics. The Burning of Samsara.
Ausstellung: Ah Xian - Skulpturen in der Kunsthalle Recklinghausen vom 17.02. - 06.04.2008
Die Kunsthalle Recklinghausen zeigt die erste europäische Einzelausstellung des 1960 in Peking geborenen und seit 1989 in Sydney lebenden Künstlers Ah Xian. 24 vorwiegend aus fragilem Porzellan gefertigte Büsten und 3 Ganzfiguren bieten einen repräsentativen Überblick über das Werk des international arbeitenden Künstlers. Seinen von lebenden Modellen abgeformten Figuren gibt er farbige Faserungen, die den chinesischen Gebrauchs- und Prunkporzellanen der Ming- und Qunig-Zeit (14.-19. Jahrhundert) entnommen sind. In jüngster Zeit hat sich Ah Xian neben dem Porzellan auch anderen kunsthandwerklichen Techniken und Materialien wie Lack, Elfenbein, Bronze und Chloisonné zugewandt, für die China bis zum Untergang des Kaiserreiches berühmt war. Infos

© Ah Xian, ChinaChinaBust1451999
Ausstellung: Liebe.Love - Paare Ein Streifzug durch das frühe 19. Jahrhundert über die Klassische Moderne bis in die Gegenwart im Gustav-Lübcke- Museum, Hamm vom 24.02. - 01.06.2008
Mit Blick auf die Schwerpunkte des "Wie", "Warum" und "Mit wem" Paare gebildet werden, stellt  die Präsentation die Art der künstlerischen Darstellung vor. In einem an der Chronologie orientierten Streifzug durch mehrere Zeit- und Themenkomplexe werden Facetten und Aspekte von Ideal und Realität, tradierten Rollenbildern in Paarbeziehungen und ihre kontinuierliche Veränderung, Trennung und Neubeginn sowie das Geheimnis und Wesen der Liebe beleuchtet. Die Klassische Moderne ist u. a. vertreten durch August Macke, Otto Müller, Emil Nolde und Max Pechstein. Herausgelöst aus traditionellen Bindungen tritt uns hier vielfach das Paar als Liebespaar entgegen, allein in der Welt wandelnd oder in intimen Momenten gezeigt; eng umschlungen, miteinander verschmolzen und aufeinander bezogen. Doch auch psychische Konflikte, Abschied und Trennung werden thematisiert; in märchenhafter Form wie bei Walter Gramatté oder als dramatisches Szenario wie bei Edvard Munch. Infos

Max Pechstein Das Paar (Interieur), 1921, Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Bochum
Ausstellung: Marie-Claude Maqua-Klein - Geblätterter Stein und Farbmoränen in der Essener ARKA Kulturwerkstatt auf Zollverein vom 24.02. - 20.04.2008
Mit Beginn des neuen Ausstellungsjahres der ARKA Kulturwerkstatt stellt sich die in Belgien geborene Künstlerin Marie-Claude Maqua-Klein, die seit über zwei Jahrzehnten am Rande des Bergischen Landes lebt, ab dem 24.Februar dem Publikum vor.
Fasziniert von dem ungewöhnlichen Material des Schiefers erschafft die Künstlerin u.a. Skulpturen aus übereinander liegenden Steinplatten, die teilweise baumstammähnlich aufragen und mit ihrer unregelmäßigen Außenform die Rauheit und Zerrissenheit des Gesteins noch betonen.
So genannte „Urlandschaften“ sind ein Teil der malerischen Arbeiten von Maqua-Klein. In ihren Bildern lässt sie Landschaften von einzigartiger Schlichtheit entstehen, indem sie Farbbahnen überlagert, staffelt oder schichtet. So erwecken sie den Eindruck fiktiver Welten, die jeder zeitlichen Einordnung widerstehen und unsere Vorstellungen von Landschaft bis auf die geologischen Grundvoraussetzungen reduzieren. Infos
Ausstellung: Der expressionistische Impuls - Meisterwerke aus Wuppertaler Privatsammlungen im Von der Heydt- Museum vom 24.02. - 18.05.2008
Unsere Ausstellung dokumentiert wichtige Aspekte des privaten Sammelns in Wuppertal seit dem frühen 20. Jahrhundert. Bedeutende Werke, vor allem der expressionistischen Kunst, die im Laufe von rund 100 Jahren gesammelt wurden, sind hier erstmals zusammen geführt. Werke von den Künstlern der "Brücke" und des "Blauen Reiter" wie Kirchner, Heckel, Kandinsky, Jawlensky, Marc und Macke u. a., bis hin zu Klee, Beckmann und Dix vermitteln einen repräsentativen Eindruck von der Größe und Bedeutung ehemaliger und heutiger Privatsammlungen, deren Schätze der Öffentlichkeit bisher weitgehend verborgen geblieben sind. Auch stellen wir große Wuppertaler Sammlerpersönlichkeiten vor: neben August von der Heydt auch Carl Neumann und Carl Ferdinand Holzrichter, Rudolf Ibach und Klaus Gebhard sowie als Vertreter der nach 1945 in Erscheinung getretenen Sammlergeneration u. a. Ferdinand Ziersch, Lotte und Rolf Frowein sowie Karl Julius Anselmino. Infos

August Macke, Kinder am Hafen, 1914, Privatbesitz
Ausstellung: Der große Wurf - Faltungen in der Gegenwartskunst im Krefelder Museum Haus Lange vom 02.03. - 25.05.2008
In der Kunst hat sich das Phänomen der Falte über Jahrhunderte hinweg unterschiedlich artikuliert: Von den Gewandfalten Marias über die aufregenden Draperien des Barocks bis hin zu Picassos kubistischen Klappskulpturen aus Blech setzten Künstler die Falte als expressives wie auch konstruktives Ausdrucksmittel ein. Die Ausstellung Der große Wurf widmet sich den Faltungen in der Gegenwartskunst und gibt Einblicke in ihre zeitgenössische Interpretation. Dreizehn junge Künstlerinnen und Künstler stellen im Kaiser Wilhelm Museum und im Museum Haus Lange ihre Formen der Auseinandersetzung mit diesem Thema vor. Die Faltung manifestiert sich in ihren Arbeiten als Form, Struktur und als Denkfigur. Infos

Janaina Tschäpe Dreamstructure (Enui 3) 2002
Ausstellung: Deix in the City - Special Guest: Arnold Schwarzenegger in der Oberhausener Galerie Ludwig vom 08.03. - 08.06.2008
Dreister Tabubruch, ätzender Spott, unbändige Fleischeslust und barocke Sinnenfreude sind Markenzeichen des österreichischen Satirikers Manfred Deix. Feist, aufgeblasen und gemein karikieren seine Figuren das „gesunde Volksempfinden“. Götter, Politiker, Polizisten, Priester, Päderasten, Perverse, Prostituierte, Touristen, Ausländer, Arbeitslose, Neonazis, Hunde und Katzen – sie alle finden  wir in seinem prallgefüllten Bilderkosmos. Beim Betrachten dieser  Bilder in der Ausstellung hält man anfangs die von ihm gezeichneten  Typen für monströse Ausgeburten seiner Phantasie, bis man später  überrascht feststellt, dass die Menschen auf der Straße wirklich alle wie von Deix gezeichnet aussehen. Infos

Frisch verlobt und Arnold Schwarzenegger, Cover des Buches „Die nackte Wahrheit“
Ausstellung: Andy Warhol - Myths im Düsseldorfer NRW Forum vom 08.03. - 13.04.2008
Das NRW-Forum zeigt 10 Grafiken von Andy Warhol, die sich mit den amerikanischen Mythen der Alltagswelt beschäftigen ­ Uncle Sam, Superman, Howdy Doody, der Weihnachtsmann etc. Ihnen allen ist gemein, dass Sie Mythen der Werbung und der Massenmedien sind. Die Ausstellung wird ­ neben den Grafiken ­ aufzeigen, wie Warhol zu seinen Motiven kam, wie er die Mythen auswählte und welche Kriterien dabei im Vordergrund standen; zu sehen sind die “Vorbilder³ für seine Motive, die Polaroids, die jedem Motiv vorausgingen; und schließlich eine Fotodokumentation der gesamten Produktion in Warhol¹s Factory. Infos

Barbara Goldner: Howdy Doody waving to Andy Warhol, 1981 (c) Barbara Goldner
Ausstellung: Judith Joy Ross. Living With War. Portraits 1983 - 2007 im Bottroper Josef Albers Museum vom 09.03. - 01.06.2008
Judith Joy Ross zählt zu den wichtigen amerikanischen Fotografen in der Tradition des ‚dokumentarischen Stils’, deren Arbeit in Europa gleichwohl noch zu entdecken ist. Seit über 30 Jahren widmet sie sich ausschließlich dem Portrait. Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien konzentrieren sich dabei ganz auf die Physiognomie der Menschen, um durch sie die innere Wirklichkeit der Portraitierten herauszuarbeiten. Sie verzichten auf alle darüber hinaus gehenden zeittypischen Attribute. Gleichwohl geht es der Künstlerin nicht allein um eine Individualpsychologie, sondern ebenso um eine historische und existentielle Dimension. Ähnlich wie in August Sanders (1876-1964) Werk Menschen des 20. Jahrhunderts ist auch bei Ross das Individuum eingebunden in seine Zeit und deren geschichtliche Koordinaten. Neben Kindern und Jugendlichen zählen deshalb besonders solche amerikanischen Bürger zu den bevorzugten Partnern der Fotografin, die unmittelbar an der politischen Wirklichkeit ihres Landes Anteil nehmen. So ist eine ihrer wichtigen Bildserien Politikern des amerikanischen Kongresses und ihren Mitarbeitern gewidmet (1986/87).

Die Ausstellung im Josef Albers Museum fasst nun erstmals drei Gruppen von Portraits:
Die erste Gruppe mit dem Titel Protest the War ist zugleich die chronologisch jüngste: Sie entstand 2006/07 und zeigt Menschen, die in den USA gegen die Teilnahme ihres Landes am Irakkrieg demonstrieren.
Begleitet werden diese Bilder von Aufnahmen, die vor mehr als 15 Jahren entstanden. Sie portraitieren Soldaten, die unmittelbar vor ihrem Einsatz im ersten Golfkrieg stehen.
Eine letzte Gruppe entstand 1983/84 am Vietnam Veterans Memorial in Washington, D.C.: Sie stellt in Einzelportraits dessen Besucher vor, Veteranen oder Familienangehörige, die sich der Gefallenen des Krieges in Südostasien erinnern.

Die Portraits von Judith Joy Ross nehmen nicht Partei für eine bestimmte politische Richtung, sondern stellen die Unersetzbarkeit des Individuums als Grundlage des geschichtlichen Prozesses heraus. Infos

© Judith Joy Ross, Courtesy Pace/MacGill Gallery
Ausstellung: Der eigene Weg - Perspektiven belgischer Kunst im Duisburger Museum Küppersmühle vom 15.03. - 08.06.2008
Die diesjährige Frühjahrssaison eröffnet das MKM mit einem Einblick in die lebendige und vielfältige Kunstszene des Nachbarlandes Belgien. Es werden einige der wichtigsten Künstler der belgischen Kunstszene präsentiert und zugleich ein Querschnitt durch die verschiedenen Generationen, von Panamarenko bis Matthieu Ronsse. Die Bandbreite reicht dabei von Malerei über Installation, Objekt und Skulptur bis zu Video. Infos

Hans Vandekerckhove, Pond in Veltem, 2001
News und Events melden (service [at] freizeit-location.info) oder selber eintragen Location suchen

Ausstellung: Der eigene Weg - Perspektiven belgischer Kunst im Duisburger Museum Küppersmühle vom 15.03. - 08.06.2008
Die diesjährige Frühjahrssaison eröffnet das MKM mit einem Einblick in die lebendige und vielfältige Kunstszene des Nachbarlandes Belgien. Es werden einige der wichtigsten Künstler der belgischen Kunstszene präsentiert und zugleich ein Querschnitt durch die verschiedenen Generationen, von Panamarenko bis Matthieu Ronsse. Die Bandbreite reicht dabei von Malerei über Installation, Objekt und Skulptur bis zu Video. Infos

Hans Vandekerckhove, Pond in Veltem, 2001
Ausstellung: Köln progressive 1920 -33 im Kölner Museum Ludwig vom 15.03. - 15.06.2008
Über dreißig Jahre sind vergangen, seitdem den Kölner Progressiven eine große Ausstellung gewidmet wurde. Die Gruppe zeichnet aus, dass sie ihre sozialkritischen Überzeugungen weniger mittels der Kunst zum Ausdruck bringen wollten. Vielmehr war es ihr Anliegen, eine neue zeitgemäße Formensprache zu entwickeln. Mit dem Ende der Weimarer Republik löste sich die Gruppe auf, deren Werke während des Nationalsozialismus als „entartet“ diffamiert wurden. Ohne ihre politische Intention aus den Augen zu verlieren, wirft die Ausstellung im Museum Ludwig vor allem einen Blick auf ihr künstlerisches Schaffen. Während die Kölner Progressiven für Impulse ihrer Zeit aus Frankreich, Holland und der jungen Sowjetunion offen waren, standen sie anderen Strömungen in Deutschland, insbesondere der Neuen Sachlichkeit, kritisch gegenüber. Mit einem Fokus auf die drei bedeutenden Protagonisten Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle und Gerd Arntz werden die Gemeinsamkeiten ihres Projekts deutlich wie nie zuvor. Zusammen mit dem eigenen Bestand werden über vierzig Gemälde und siebzig Papierarbeiten – einige zum ersten Mal – aus internationalen Museen und Privatsammlungen gezeigt. Eine Auswahl von Originalausgaben ihrer programmatischen Zeitschrift a bis z sowie wichtige Kataloge und Dokumente aus den 20er und 30er Jahren spiegeln ihre Beweggründe und die Resonanz der Gruppe weit über die Grenzen Kölns und Deutschlands wider. Infos

Heinrich Hoerle
Ausstellung: Kiki Smith - Her Home vom im Krefelder Museum Haus Esters 15.03. - 24.08.2008
Kiki Smith, die 1954 in Nürnberg als Tochter des Architekten und Bildhauers Tony Smith geboren wurde, aber in den Vereinigten Staaten aufwuchs, beschäftigt sich von Beginn an mit dem menschlichen Körper und im weiteren Sinne mit der Conditio humana. Im Unterschied zur klassischen figurativen Skulptur, die das Innere des Körpers verbirgt, vergegenwärtigt Smith auch dessen Organe (Leber, Magen, Herz) und Körperflüssigkeiten (Tränen, Urin, Menstruationsblut). Dabei deutet sie immer wieder auf die Fragilität und Vergänglichkeit des Körpers und stellt Verbindungen zwischen Mensch und Tier her, die mythischen Ursprungs sind, aber auf die Gegenwart anspielen. Ihre Auffassung vom Körper wurde zeitweilig als feministische Ästhetik rezipiert, und nicht von ungefähr werden ihre Arbeiten oft mit denen von Marlene Dumas, Nancy Spero und Jana Sterbak verglichen. Ihre Bezüge zur Kunstgeschichte reichen von Pompeijanischen Figuren bis zu Eadweard Muybridge. Infos

Annunciation, 2008 (Courtesy Kiki Smith, Pace Wildenstein, New York)
Paula Modersohn-Becker und die ägyptischen Mumienporträts. Eine Hommage zum 100. Todestag im Kölner Museum Ludwig vom 15.03. - 15.06.2008
Anfang des 20. Jahrhunderts gerät Paula Modersohn-Becker in den Bann antiker Mumienbildnisse: Im Louvre entdeckt sie die von Mumien abgetrennten Holztafeln und zeigt sich von der einfachen und zeitlosen Darstellung fasziniert. Die Aura der 2000 Jahre alten Bildnisse verschmilzt sie in ihren eigenen Bildern mit radikal modernen Prinzipien – und findet zu einem Porträtstil, der wegweisend wird für eine ganze Epoche.
Zum ersten Mal werden nun Modersohn-Beckers späte Porträts den ägyptischen Mumienporträts in einer Ausstellung gegenüberstehen. Kostbare Leihgaben aus dem Louvre, dem British Museum und dem Ägyptischen Museum in Berlin werden die viel gerühmten Porträts und Selbstporträts der Modersohn-Becker in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Infos

Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Kamelienzweig, 1906/07, Pappe, 61,5 x 30,5 cm.
Ausstellung: Das Auge des Himmels im Oberhausener Gasometer vom 29.03.2007 verlängert bis 02.11.2008 !
Vom 29. März 2007 bis zum 2. November 2008 präsentieren die Gasometer Oberhausen GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Ausstellung "Das Auge des Himmels". 58 großformatige Satellitenbilder der Erde und weitere Exponate aus der Erdfernerkundung sind im Gasometer, der höchsten Ausstellungshalle Europas, zu sehen. Alle Bilder der Ausstellung sind Unikate, die vom DLR und seinen Partnern zur Verfügung gestellt wurden. Die Zusammenstellung der Bilder ist in dieser Form erstmalig zu sehen. Die Licht-Klang-Installation "Licht Himmel" der Berliner Künstlerin Christina Kubisch im gigantischen Luftraum des Gasometers korrespondiert auf wunderbare Weise mit den Satellitenbildern der Erde und wird zum "kosmischen Pantheon." Eigens für "Licht Himmel" komponierte Musikstücke aus Natur- und Instrumentalklängen verwandeln den Gasometer zum vielfältigen Klangraum. Licht und Klang ergänzen sich zu einer intensiven Reise durch das riesige Gebäude aus Stahl. Infos
Ausstellung: Radical Advertising im Düsseldorfer NRW Forum vom 05.04. - 15.08.2008
Der Wechsel vom 20. zum 21. Jahrhundert markiert einen radikalen Paradigmenwechsel in der Werbung. Unter dem Vorzeichen der Globalisierung werden die 90er Jahre des 20sten Jahrhunderts zum Jahrzehnt der No-Logo-Bewegung und des Adbusting – ein Angriff auf die Vermüllung der semiotischen Umwelt mit Werbebotschaften. Die Ausstellung zeigt die Adbuster Kampagnen und die kritischen Kunstreflexionen von Jeff Koons ebenso wie die meinungsbildenden Kampagnen von Benetton, Sisley oder Diesel. Infos

Daniele Buetti, aus der Serie „Good Fellows“, 2003 (c) D. Buetti, NRW-Forum
Ausstellung: Visite - Von Gerhard Richter bis Rebecca Horn, Werke aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der BRD vom 11.04. - 17.08.2008
Die Ausstellung der Sammlung zeitgenössische Kunst der Bundesrepublik Deutschland war im Frühjahr 2007 anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in Brüssel zu Gast, bevor sie nun in erweiterter Form in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn zu sehen ist. Gezeigt wird eine Schau zeitgenössischer Kunst entlang drei thematischer Schwerpunkte: Existenz – Raum - Geschichte. Mit rund 60 hochkarätigen Positionen, darunter Werke von Rebecca Horn, Katharina Sieverding, Gerhard Richter und Wolfgang Tillmans, stellt sie künstlerische Reflexionen über die philosophischen Grundbedingungen des menschlichen Daseins vor und präsentiert gleichzeitig eine große Bandbreite unterschiedlicher Medien – von der Zeichnung und Malerei über Skulptur bishin zu Fotografie und Video. Infos

Isa Genzken: „Lampe“, 1994 © Isa Genzken, Foto: courtesy Galerie Daniel Buchholz
Ausstellung: SATELLIT III: Uwe Schäfer - "warten IV / Gestrüpp" im Dortmunder Museum am Ostwall vom 11.04. - 18.05.2008
Die Künstlergruppe "Die Weissenhofer" gastiert im Dortmunder Künstlerhaus und präsentiert  Satellitenausstellungen an verschiedenen Punkten der Stadt. Im Park des Museum am Ostwall, Schnittstelle zwischen bürgerlicher Institution und Außenwelt, baut Uwe Schäfer eine Hütte, die zum Verweilen einlädt. Sie ist Angebot des Innehaltens, greift nicht ein, sondern lässt sich auf eine Situation ein, bei der offen ist, wie das Werk angenommen wird oder den Ort verändert. Neben Malereien und Zeichnungen zu dem Werkzyklus "Gestrüpp" werden im Studio des Museum am Ostwall Fotos und Materialien zu vergleichbaren temporären Hütten Uwe Schäfers gezeigt. Infos

Uwe Schäfer Malerei: Kleine Datenmenge
Ausstellung: Zerbrechliche Schönheit - Glas im Blick der Kunst im Düsseldorfer Museum Kunstpalast vom 19.04. - 31.08.2008
Die Ausstellung wird Schlüsselwerke aus großen, internationalen Museen und Privatsammlungen zeigen, die durch Werke aus der eigenen Sammlung ergänzt werden, so dass etwa 150 Meisterwerke der Malerei und Grafik von der Renaissance bis heute, aber auch Objektkunst, Installationen und Fotografie des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert werden. Unter anderem werden
Tafelbilder aus der frühen Neuzeit sowie Werke der Stillleben- und Genremalerei des 17. bis 19. Jahrhunderts (u. a. von Pieter Claesz., Willem Kalf) bis zu der subtilen Peinture von Claude Monet zu sehen sein. Arbeiten von August Macke oder Amédée Ozenfant, die sich mit der Auflösung der Form und der Materialität des Glases beschäftigen, stehen Werken von László Moholy-Nagy, El Lissitzky und Marcel Duchamp gegenüber. Ein gesonderter Bereich der Ausstellung ist dem Einsatz von Glas in der Architektur gewidmet. Die Ausstellung schließt mit Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts, die u. a. von der Hans Haacke, Mario Merz, Louise Bourgeois, Tony Cragg sowie von Künstlern der jüngeren Generation, z.B. Pipilotti Rist, Kris Vleeshouwer oder Ulrike Möschel vertreten werden. Infos

Melli Ink, Apokalyptischer Reiter (Hunger) 2007
Glas, Metall, 220 x 100 x 100 cm
Grieder Contemporary, Zürich
Ausstellung: August Macke – Der Bestand im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster vom 26.04. - 22.06.2008
Innerhalb nur eines Jahrzehnts hat August Macke (1887 – 1914) sein leuchtendes Werk geschaffen. Nach seinem frühen Tod im Ersten Weltkrieg schrieb Franz Marc über ihn: „Er hat von uns allen der Farbe den hellsten und reinsten Klang gegeben, so klar und hell wie sein ganzes Wesen war.“ Erstaunlich ist der ungeheure Umfang dieses Werks eines jungen Künstlers, das zu den größten Leistungen des Expressionismus gehört.
August Macke ist im LWL-Landesmuseum in Münster mit berühmten Gemälden wie dem „Modegeschäft“ und dem „Sonnigen Weg“, mit vier Tunis-Aquarellen und zahlreichen weiteren Werken auf Papier so qualitätvoll vertreten wie kaum sonst in einem anderen Museum. So kann aus dem eigenen Bestand eine angemessene Übersicht über das Werk des berühmten Expressionisten präsentiert werden. Infos

August Macke, Modegeschäft, Öl/Leinwand, 1913
Ausstellung: Otto Piene in der Duisburger Cubus Kunsthalle vom 25.04. - 29.06.2008
Die cubus kunsthalle, duisburg freut sich mit dieser Ausstellung dem Künstler Otto Piene anlässlich seines 80. Geburtstags eine Einzelausstellung widmen zu können, die einen Überblick über sein vielseitiges Oeuvre vermittelt. 1957 gründete Otto Piene gemeinsam mit Heinz Mack in Düsseldorf die später international einflussreiche Künstlergruppe ZERO (Nullpunkt der Kunst), der sich 1961 auch Günther Uecker anschloss. Die bei der Gründung der Gruppe „ZERO“ vorherrschende Idee war ein von der Ebene „Null“ ausgehender kompletter Neubeginn in der Malerei und die Einbeziehung in das künstlerische Schaffen von Licht (und Schatten), sowie – für Piene – auch von Feuer.
Die Ausstellung knüpft an die Ausstellung des Jahres 2000 in der cubus kunsthalle, duisburg an, in der die Pläne zur jüngst realisierten Lichtinstallation GELEUCHT auf der Halde Rheinpreussen in Moers erstmalig vorgestellt wurden. Neben Fotografien zum GELEUCHT zeigt Piene aktuelle Arbeiten aus der Serie ANTHROPOMORPHE ARCHITEKTUR und gestaltet einen Lichtraum. Infos

Otto Piene
Ausstellung: Atelier Van Lieshout - Stadt der Sklaven im Essener Museum Folkwang vom 25.04. - 06.07.2008
Mit einer umfangreichen Präsentation von Plänen, Zeichnungen, Skulpturen, Modellen und Installationen aus den Jahren 2005 – 2008 stellt das Museum Folkwang vom 25. April bis 6. Juli 2008 das neueste Projekt des niederländischen Künstlerkollektivs Atelier Van Lieshout (AVL) zur Diskussion. Die Stadt der Sklaven (Slave City) ist eine Utopie; ein Stadtprojekt von AVL, das in konsequentester Form auf Rationalität, Effizienz und Profit ausgerichtet ist. Als Ausgangspunkt des 2005 ins Leben gerufenen Projektes operiert Joep Van Lieshout – der Kopf des Ateliers – mit gegenwärtigen ethischen und ästhetischen Werten, Vorstellungen über Ernährung, Klimaschutz, Organisation, Management und Markt, die neu kombiniert und interpretiert werden. Slave City zielt auf die totale Selbstversorgung, die sich als Pervertierung einer hochmodernen Leistungsgesellschaft darstellt. Die Ausstellung setzt die Kooperation zwischen Museum Folkwang und RWE AG im Bereich zeitgenössischer Kunst fort. Infos

Atelier van Lieshout: BarRectum, 2005, Fiberglas, Holz © Atelier Van Lieshout
Ausstellung: Time Train - Tatsuo Miyajima, Kunstausstellung der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2008 in der Kunsthalle Recklinghausen vom 05.05. - 20.07.2008
Auf der ganzen Welt pflanzt Tatsuo Miyajima Abkömmlinge eines Kakibaums, der den amerikanischen Atombombenabwurf auf Nagasaki überlebte. Dies ist der gleichsam natürliche Konterpart zu seinen leuchtenden „Zähl-Werken“. Seine Zahlendisplays aus Licht emittierenden Dioden (LED) zeigen die Ziffern 1 bis 9 bzw. 9 bis 1 in ständiger Abfolge. Die endlose Wiederholung der Zahlen dient Miyajima als Hinweis auf den unendlichen Kreislauf des Lebens. Die Null als Symbol des Absoluten, aber auch des Nichts und des Stillstands bleibt ausgespart. So wie jeder Mensch eine individuelle Lebenszeit hat, so besitzen auch die leuchtenden Zählwerke ihren eigenen Zeitrhythmus. Das Zählen wird zur Metapher für die Auseinandersetzung mit den Grundfragen des menschlichen Daseins, mit Zeit und Raum, Leben und Tod. Infos

(c) Tatsuo Miyajima, CounterCoal04
Ausstellung: Eija-Liisa Ahtila in der Düsseldorfer Kunstsammlung K21 vom 17.05. - 17.08.2008
Die mit dem Jeu de Paume, Paris, als Überblicksschau konzipierte Ausstellung zeigt drei neue Filminstallationen der finnischen Künstlerin (Jg. 1959), darunter erstmalig Ahtilas bislang größte Arbeit, die Sechskanal-Video-Installation "Where is Where?" (2007/08). Daneben sind neuere Skulpturen und Fotoarbeiten zu sehen sowie ausgewählte ältere Arbeiten wie "Consolation Service" (1999) oder "The House" (2002). Der Überblick verdeutlicht, in welche Richtung sich Ahtilas künstlerischer Ansatz aktuell entwickelt: von der fiktional-dokumentarischen Darstellung menschlichen Dramas in einem spezifisch finnischen Milieu führen die neuen Arbeiten zu einer mehr globalen Perspektive und widmen sich existentiell-abstrakten Themen wie Miteinander und Ausgrenzung, Kindheit und Gewalt, Leben und Tod. Infos

The Hour of Prayer, 2005 Courtesy Marian Goodman Gallery, New York und Paris
© Crystal Eye – Kristallisilmä Oy, Helsinki, 2008 / VG Bild-Kunst, Bonn 2008 Foto: Andrei Jewell
Ausstellung: Tradition und Moderne im Dialog Sammlung Viktor und Marianne Langen vom 18.05. - 12.10.2008 in der Langen Foundation, Neuss
Im Mittelpunkt der Ausstellung Tradition und Moderne im Dialog. Sammlung Viktor und Marianne Langen steht die Sammelleidenschaft des Ehepaares Langen. Die Ausstellung gibt einen intimen Einblick in den Umfang und die Qualität der Sammlung Langen. Seit der Eröffnung des Kunst- und Ausstellungshaus im Jahr 2004 ist die Ausstellung Tradition und Moderne im Dialog. Sammlung Viktor und Marianne Langen die dritte Präsentation herausragender Werke der Klassischen Moderne und verknüpft diese mit Werken der traditionellen japanischen Kunst. Infos

Pablo Picasso, Portrait de femme, 1942
© Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Ausstellung: Digitale Raumkunst anlässlich der 31. DUISBURGER AKZENTE im Duisburger Lehmbruck Museum vom 27.05. - 14.09.2008
Digitale Technik bezeichnet die Umwandlung von elektrischen Signalen in Zeichen, die es nur in zwei Zuständen gibt: Signal vorhanden oder kein Signal vorhanden. In diesem mathematisch genauen Binärsystem lassen sich alle Signale zeichenhaft strukturieren und zu einem dreidimensionalen Abbild der Realität speichern. Die Entwicklung des digitalen Systems, das neben den Informatikern und Architekten zunehmend auch von bildenden Künstlern entdeckt wurde, verläuft parallel zur Perfektionierung der Computertechnologie. Selbst traditionell bzw. analog arbeitende Künstler arbeiten heute zunehmend mit digitalen Medien und nutzen die von der Industrie und den Kommunikationsmedien projektierten Techniken (Computeranimation, Digital Music, Interaktive Kunst, Net Vision u.a.). Heute dominiert die digitale Raumkunst mit dem PC als entscheidendem Arbeitsgerät gerade in den klassischen Medien von Film, Fotografie und Videokunst und hat in einer komplexen Erweiterung des Rezeptionsraumes eine eigene mediale Sprache gefunden. Infos

Jaume Plensa, Jerusalem, 2007, Glas, rostfreier Stahl und Licht, Manuel Blanco Privatsammlung, (c) VEGAP Madrid
Ausstellung: Pixelprojekt_Ruhrgebiet – die digitale Sammlung fotografischer Positionen als regionales Gedächtnis im Gelsenkirchener Wissenschaftspark vom 06.06. - 10.08.2008
In diesem Jahr geht das Pixelprojekt_Ruhrgebiet mit seiner 5. Ausstellung in das 6. Jahr seines Bestehens. Für die diesjährige Ausstellung hat die Jury 54 Fotoserien von 40 Fotografinnen und Fotografen ausgewählt.
Darunter sind aktuelle Bilder von Christian Diehl, Olaf Mahlstedt, Karlheinz Jardner, Rainer Lorenz, Wolfgang Schwager und Wolfgang Zurborn, aber auch historische Aufnahmen wie von Anton Stankowski und junge, frische Positionen von Fotografiestudenten aus Essen, Dortmund, Münster und Bielefeld mit einem überraschend vielfältigen Spektrum an Bildthemen.
Zu den Überraschungen des Jahres zählen sowohl Arbeiten aus der Aluminiumproduktion (Carsten Klein), der Arbeit in der Kokerei (Karlheinz Jardner), der RuhrTriennale 2002-2007 (Rainer Schlautmann), des Klavierfestivals Ruhr (Mark Wohlrab) der Untersuchung eines Kubikmeters Bergematerials (Christian Diehl) oder der Love Parade (Matthias Gödde), bis hin zu Stadtbild prägenden Leerständen (Thomas Lison) und Billigläden (Olaf Mahlstedt), Bildpaarkombinationen mit Bildern von Google Earth (Vitali Saloshanka) oder auch „Verrichtungsboxen“ als neuen Orten der Prostitution (Iris Wolf). Im historischen Teil  konnte mit der Aufnahme des verstorbenen Anton Stankowski über die Stuttgarter Stankowski Stiftung eine wichtige Lücke bis in 20er Jahre hinein geschlossen werden. Wichtige Dokumente über die ersten Ostermärsche ab 1968 oder auch den autolosen Sonntag 1973 (Klaus Rose) ergänzen das Projekt gut und sinnvoll. Infos

© Olaf Mahlstedt
Ausstellung: Villa Hügel zeigt Folkwang vom 12.06. - 31.08.2008 in Essen
Die Villa Hügel, bekannt für ihre großen kultur- und kunsthistorischen Ausstellungen, zeigt erstmals seit fast drei Jahrzehnten, Meisterwerke der Moderne. Mehr als 15 Monate lang sind die Glanzstücke des Museum Folkwang im ehemaligen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp zu sehen.
Zu den rund 80 Exponaten der Ausstellung gehören so berühmte Werke wie Claude Monets „Kathedrale von Rouen" und Pierre Auguste Renoirs „Lise", Vincent van Goghs „Irrenhausgarten" oder Robert Delaunays „Eiffelturm". Die Kuratoren schlagen den Bogen vom französischen Realisten Gustave Courbet bis zum deutschen Mythenerzähler Max Beckmann.
Die einmalige Gelegenheit wegweisende Werke des 19. und 20. Jahrhunderts in der Villa Hügel zu zeigen, ergab sich durch den Neubau des Museums Folkwang. Als alleinige Förderin ermöglicht die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung den Bau des von David Chipperfield Architects, London/Berlin, entworfenen Gebäudes. Da die Sammlung des Museums somit bis zur Eröffnung im Januar 2010 nicht zu sehen gewesen wäre, lud Prof. Berthold Beitz Museumsdirektor Dr. Hartwig Fischer ein, die bedeutendsten Werke „auf dem Hügel", am Sitz der Stiftung zu zeigen. Der Kuratoriumsvorsitzende der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und Gründer der Kulturstiftung Ruhr öffnet damit die Villa Hügel zum ersten Mal seit den Anfängen der dortigen Ausstellungstätigkeit für die Kunst der Moderne. Infos
Ausstellung: Metamorphosen - Europäische Landschaften zwischen Industrie und Natur, Fotografien von Thomas Wolf in der Oberhausener Galerie Ludwig vom 14.06. - 14.09.2008
In ihrer Ausstellungsreihe zum Wandel von Industriekultur präsentiert die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen im Kleinen Schloss die Ausstellung – Europäische Landschaften zwischen Industrie und Natur – Fotografien von Thomas Wolf. Die Ausstellung zeigt den Strukturwandel von Industriemetropolen wie Amsterdam, Barcelona, Manchester, Leipzig und dem Ruhrgebiet.  Infos

Brückenlandschaft Nordsternpark, Gelsenkirchen, 1997, © Thomas Wolf
Ausstellung: Thomas Hoepker –Photographien 1955 - 2008 in der Oberhausener Galerie Ludwig 14. 06. - 14.09.2008
Die Ausstellung gibt mit über 200 Aufnahmen zu den Themen: USA 1963 – 2003, Ost-Deutschland 1959 – 1990, Fotoreportagen und Reisen nach Süd-Amerika, Asien und Afrika, Künstlerportraits aus den USA und Deutschland sowie internationale Landschaftsfotografien Einblick in das Lebenswerk des Fotografen, der den deutschen Bildjournalismus der 60er bis 90er Jahre geprägt hat. Hoepker, geb. 1936, war für den “Stern” und ab Ende der 70er Jahre auch für “Geo” in der ganzen Welt unterwegs. Seine eindringlichen Reportagefotografien stehen im Zeichen der “Human Interest-Photographie”. Seine überwältigenden Landschaftsfotografien sind ein Hohelied auf die Schönheit der Erde. Die Oberhausener Ausstellung hat Thomas Hoepker um aktuelle Fotografien aus Kuba, aus dem Jahr 2008 ergänzt. Infos

Blick von Williamsburg, Brooklyn, auf Manhattan, 11. September 2001
Ausstellung: Tamara Grcic - Alle Vögel fliegen hoch der Wuppertaler Kunsthalle Barmen im Von der Heydt-Museum vom 15.06. - 17.08.2008
Bevor nun die Kunsthalle Wuppertal-Barmen aufgrund dringend erforderlicher Baumaßnahmen bis zum Herbst geschlossen wird, können wir noch einmal eine Ausstellung einer international renommierten, deutschen Künstlerin zeigen. Tamara Grcic stellte 2003 bereits im Rahmen der Gruppenausstellung "Fünf Künstler - Fünf Räume" in der Kunsthalle Wuppertal-Barmen aus. Bei ihrer jetzigen Einzelausstellung mit dem Titel "Alle Vögel fliegen hoch" wird sie alle Räume der Von der Heydt-Dependance bespielen. Infos

Tamara Grcic
Alle Vögel fliegen hoch, 2007, C-print
Ausstellung: Hans von Marées im Wuppertaler Von der Heydt-Museum vom 18.06. - 14.09.2008
Zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren zeigt das Von der Heydt-Museum 2008 eine Gesamtschau des Werkes von Hans von Marées (1837-1887). Marées, geboren 1837 als Sohn des königlich-preußischen Kammerpräsidenten Adolf von Marées aus Dessau und seiner Frau Friederike in Wuppertal-Elberfeld, ist der bedeutendste Künstler dieser Stadt.

Unter seinen Freunden Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Adolf von Hildebrand und Konrad Fiedler ragt er als der Intellektuelle und große Sensible weit heraus. Er prägte nicht nur die Kunst seiner Zeit, den "Neo-Klassizismus", maßgeblich, er ist selbst für die Künstler unserer Tage noch ein großes Vorbild. Marées und seine Familie hatten stets eine enge Beziehung zu ihrer Heimatstadt und schenkten dem städtischen Museum zahlreiche wichtige Gemälde, darunter das erste Selbstporträt des Malers, zwei Landschaften im Stil der Barbizon-Künstler, die Soldatenbilder und die späte Studie des Knaben auf dem Kahn. Die Mehrzahl dieser Bilder stammt aus dem Besitz von Marées’ Bruder Georg. Bis zu seinem Tod verband die beiden Brüder eine enge Beziehung. Die beiden Hauptwerke des Wuppertaler Marées-Bestandes, Die Ausfahrt der Fischer und das Selbstporträt mit Hildebrand und Grant fanden 1905 als Geschenk von August von der Heydt, dem wichtigsten Mäzen des Museums, Eingang in die Sammlung. Infos

Hans von Marées
Doppelbildnis Marées und Lenbach, 1863
München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek
Ausstellung: Norbert Tadeusz - im Pumpwerk Evinger Bach, Dortmund vom 20.06. - 21.12.2008
Norbert Tadeusz, einer der wenigen Monumentalmaler Deutschlands, ist ein Künstler, der sich mit großer Konsequenz der sogenannten gegenständlichen Malerei verschrieben hat und dieser auch in den Zeiten der großen Abstraktionsbewegungen treu blieb. Mit seinen komplex gebauten Perspektiven agiert der 1940 in Dortmund geborene Beuys-Schüler wie das "Auge Gottes", schrieb Jean-Christophe Ammann, langjähriger Direktor des Frankfurter Museums für Moderne Kunst. Infos

Norbert Tadeusz - Ausstellung im Pumpwerk Evinger Bach | Roter Fries | (c) 1997
Ausstellung: Kazuo Katase: Am Tor (Bilderbuch ohne Bilder) im Zentrum für internationale Lichtkunst, Unna vom 21.06. - 30.10.2008
Der japanische Künstler Kazuo Katase ist vom 21. Juni bis 30. Oktober 2008 mit seiner Rauminstallation "Am Tor (Bilderbuch ohne Bilder)" im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna zu sehen. Seine Arbeit kreierte er eigens für die Ausstellungsräume des Museums.

Mit seiner Rauminstallation "Am Tor (Bilderbuch ohne Bilder)" greift Kazuo Katase die großen philosophischen Fragen nach Sein und Zeit auf. Hans Christian Andersens Text „Bilderbuch ohne Bilder“ (1839-40) lieferte die Inspiration für seine raumbezogene Arbeit. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst präsentiert damit ein weiteres Highlight der Gegenwartskunst.

Durch den Torbogen blickend erkennt der Betrachter am Ende des schmalen Bühnenstegs ein weißes Lichtknäuel, den Mond. Bewusst kommt als Leuchtmittel der Lichtschlauch zum Einsatz. „Der lineare, billige Lichtschlauch schlängelt sich überall durch die Nacht um immer weiter zu verführen. Jahr um Jahr vermehren sich die Schlangen auf der Erdkugel. Ein Lichtknäuel der Medusa., erläutert der Künstler die Versinnbildlichung.
Kazuo Katases Installation setzt ein Statement gegen die zunehmende künstliche Illuminierung unserer Umwelt und erinnert zugleich an das kurze Gastspiel der menschlichen Existenz auf der Erde: Der Mond steht als Metapher für das Urzeitliche, als leuchtender Urbegleiter der Erde und transportiert die Idee von der Auflösung zeitlicher und räumlicher Grenzen. Bei Andersen werden der Künstler und der Mond zu einer Person, die aus der räumlichen Distanz – Ferne – heraus die Welt bereist und von ihr erzählt. Infos
Ausstellung: Kuno Gonschior - Nur für Dich und mich im Duisburger Museum Küppersmühle vom 24.06. 07.09.2008
Kuno Gonschior (*1935) ist einer der wichtigsten deutschen Farbmaler der Moderne. Der in Bochum und Berlin lebende Künstler, ehemals Schüler von K.O. Götz, war von 1982 bis 2000 Professor für freie Malerei an der UdK Berlin und u.a. Teilnehmer der documenta 6 in Kassel.

 

Mit seinen abstrakten Gemälden aus Farbpunkten, -flecken und -tupfen untersucht er seit 1959 akribisch das Wesen, die Qualitäten und die Substanz von Farbe - physikalisch, optisch, konzeptuell, aber auch emotional. Insbesondere die Werke der letzten 15 Jahre erregen nicht nur das Auge, sondern berühren die Seele des Betrachters. Infos


Kuno Gonschior, Gelb, 1999, Foto: Olaf Bergmann, Witten
Ausstellung: Tobias Rehberger – Die „Das-kein-Henne-Ei-Problem“-Wandmalerei im Kölner Museum Ludwig vom 28.06. - 21.09.2008
Einem Defilee ähnlich präsentiert Tobias Rehberger rund 40 Werke in einer 70m langen Installation. Ungeachtet der Chronologie, stellt er Arbeiten aus 15 Jahren künstlerischen Schaffens nebeneinander: Stühle, die an Designklassiker erinnern, Blumenvasenportraits und Prothesen auf Sockeln, japanisch anmutende Blumen aus Papier, Lampen aus Klettband, Objekte aus Plexiglas, Videoregale. Von Spots beleuchtet, werfen all diese Werke Schattenbilder auf die gegenüber liegende weiße Wand. Das alte Werk strahlt im neuen Licht, während ein neues Werk zugleich entsteht: eine Wandmalerei aus Licht, Schatten und Farbe. Was war zuerst da: die Henne oder das Ei? Tobias Rehbergers Wandmalerei ist ohne seine Skulpturen nicht denkbar, sowie das Ei ohne Henne unmöglich ist. Aber: Ist das Dreidimensionale ohne die zweidimensionale Skizze denkbar? Ist die Henne ohne Ei möglich? Was war zuerst da? Wie Henne und Ei stehen sich Rehbergers skulpturales Werk und sein Schattenbild gegenüber. Infos

Tobias Rehberger, the chicken-and-egg-no-problem wall painting, 2008, Installationsansicht / Installation view, Stedelijk Museum CS Amsterdam, Foto: Gert Jan van Rooij, Amsterdam, copyright: Tobias Rehberger 2008
Ausstellung: Farbe, Material, Raum. Donald Judd und Josef Albers im Bottroper Quadrat vom 29.06. - 28.09.2008
Donald Judd (1928-1994) entwickelte einen Begriff des künstlerischen Werks, mit dem er über die traditionellen Vorstellungen von Malerei und Skulptur hinausging. Seine Arbeit basierte auf einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kunst, die bis zum Abstrakten Expressionismus reichte. Einer der wenigen Künstler der ihm unmittelbar vorangehenden Generation, die er schätzte und die seiner eigenen Arbeit auch eine Orientierung gaben, war Josef Albers.
Judd besprach schon in den späten fünfziger Jahren New Yorker Ausstellungen des Deutschen, der 1933 in die USA gekommen war, und er rezensierte 1963 dessen theoretisches Werk 'Interaction of Color'. 1977 widmete Judd Albers, der im Jahr zuvor verstorben war, eine erste Ausstellung seiner eigenen Arbeiten in Bottrop, die Zeichnungen und Objekte umfasste. 1991 schließlich veranstaltete er in Marfa eine Ausstellung von Albers und verfasste zu diesem Anlass einen Essay über 
dessen Malerei, dessen visuelle und intellektuelle Analysen bis heute Maßstäbe setzen. Infos
Ausstellung: Rembrandt, ein Jugendtraum - Die Sammlung Kremer im Kölner Wallraf-Richartz-Museum vom 11.07. - 05.10.2008
Einen echten Rembrandt sein eigen nennen zu können, davon träumen viele, denn der holländische Maler ist ein weltweit bekanntes Genie. Sein Landsmann George Kremer ist einer der wenigen, der sich diesen Traum, seinen „Jugendtraum“, erfüllen konnte: Der „Alter Mann mit Turban“ gehört zu den Highlights der hochkarätigen Sammlung Kremer, die aus rund fünfzig Bildern aus dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande besteht. Sie vereint Meister wie Gerrit Dou, Frans Hals, Pieter de Hooch, Isaak van Ostade oder Michiel Sweerts. Das Wallraf ist das erste Museum, das alle Werke der Sammlung Kremer in einer Sonderausstellung zeigt. Dazu wählen die Ausstellungsmacher keine gewöhnliche museale Hängung nach Gattung oder Schule, sondern überrascht mit einem Brückenschlag über die Jahrhunderte. Das Wallraf wird seinen Besuchern demonstrieren, dass Bilder des 17. Jahrhunderts sehr gut in ein modernes Interieur des 21. Jahrhunderts passen. Dafür entwirft das renommierte niederländische Designbüro Concrete, das neben dem legendären Amsterdamer Supper Club auch die Lounge im neuen Mercedes-Benz-Museum gestaltet hat, ein topmodernes Wohnensemble. Darin werden die Gemälde der Sammlung Kremer hängen. Die Kombination aus alten und jungen Klassikern versteht sich als ein Experiment, das die Besucher in seinen Bann schlagen soll. Infos

Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln. Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn
Ausstellung: Frankierte Fantastereien - Das Spielerische der Fotografie im Medium der Postkarte im Essener Folkwang Museum vom 19.07. - 21.09.2008
Die Fotografische Sammlung im Museum Folkwang, Essen zeigt vom 19. Juli bis 21. September 2008 unter dem Titel "Frankierte Fantastereien. Das Spielerische der Fotografie im Medium der Postkarte“ über 500 Fotopostkarten aus den Sammlungen von Gérard Lévy und Peter Weiss sowie ausgewählte Werke von u.a. Jean Arp, Herbert Bayer, Salvador Dalí, Max Ernst, André Kertész, El Lissitzky, René Magritte, Joan Miró, Pablo Picasso und Man Ray. Die Ausstellung befasst sich mit der Fotopostkarte, die noch vor der illustrierten Presse oder dem bebilderten Buch der erste Träger für die massenhafte Verbreitung der Fotografie war. Mehrere Publikationen und Ausstellungen zum Thema der medialen Popularisierung von Fotografie stießen in den letzten Jahren auf großes Publikumsinteresse und führten die Geschichte und das Verständnis der frühen Fotografie weiter.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur und dem Jeu de Paume/ Hôtel Sully, Paris. Das Museum Folkwang ist die einzige Ausstellungsstation in Deutschland. Infos


Neue Photographische Gesellschaft, Deutschland, ca. 1906m Kolorierter Bromsilberdruck, 14 x 9 cm, © Sammlung Peter Weiss
Ausstellung: Julius Bissier - Der metaphysische Maler im Bochumer Kunstmuseum vom 26.07. - 05.10.2008
Das künstlerische Oeuvre von Julius Bissier (1893 - 1965) durchläuft während seines über 50jährigen Schaffens formal sehr unterschiedliche Phasen; ihnen liegt ein konsequentes Konzept, eine sich kontinuierlich entwickelnde Geistigkeit zugrunde, die erstmals in diesem Ausstellungsprojekt thematisiert wird. Seine Kunst verweist, vom hintergründigen Abbild gelangt er zu einem auf das Wesentliche reduzierte Sinnbild. Der Maler Bissier schafft eine philosophische Kunst, seine Beschäftigung mit deutscher Mystik, neuplantonischen Ideen und asiatischen Weltbildern kann als existenzielle Sinnsuche gedeutet werden. Infos

1927 Zürcher Bootslände, 1927, Öl auf Leinwand auf Eichenplatte aufgezogen
Ausstellung: Das Verborgene - Katharina Gun Oehlert im Hattinger Stadt Museum vom 09.08. - 07.09.2008
Katharina Gun Oehlert ist Konzeptkünstlerin und Malerin: Die Künstlerin reagiert in ihren Arbeiten in vielfältiger Weise auf das Erleben der Welt und das Selbstverständnis des Weiblichen. Der Mensch und seine Befindlichkeit, seine Ängste und Träume stehen im Vordergrund ihres Interesses, Aspekte, aus denen die Künstlerin die Ideen für ihr künstlerisches Schaffen zieht. Katharina Gun Oehlert hat in ihrer Kunst einen poetisch-lyrischen und spirituellen Ansatz entwickelt und erschließt in ihren Arbeiten die rituelle Dimension von Kunst für die Gegenwart. In Installationen, die mit Erfahrungen des Theaters spielen, arbeitet sie mit textilem Material, wie in der Malerei mit schattierten Umrissen als abstrahierten, sehr reduzierten Umschreibungen von Körpern und Figuren. Infos

Katharina Gun Oehlert, "Fermate"
Ausstellung: Jürgen Partenheimer - Discontinuity, Paradox & Precision Kevin Volans – The Partenheimer Project im Bonner Kunstmuseum vom 21.08. - 09.11.2008
Jürgen Partenheimer (geb. 1947) ist ein Künstler, der in den letzten Jahren ausgehend von der Zeichnung ein vielschichtiges, auch in Malerei und Skulptur hineinreichendes Werk entwickelt hat und u.a. im Stedelijk Museum Amsterdam (1997), der Nationalgalerie in Peking (2000) und der Pinacoteca do Estado Sao Paulo (2007) ausgestellt wurde. Die poetische Qualität und der Assoziationsreichtum seiner Arbeiten sprengen die engen Grenzen der Gattungen und Medien, und daher überrascht es wenig, dass gerade Komponisten und Musiker auf seine Werke reagieren. So hat der südafrikanisch-irische Komponist Kevin Volans (geb. 1949) ein mehrteiliges Musikstück erarbeitet, das sich auf Partenheimers Kunst bezieht. Das für die Ikon Gallery in Birmingham und das Kunstmuseum Bonn entwickelte Projekt wird Musik und Bildende Kunst in neuer Weise zusammenführen, den alten Traum des Gesamtkunstwerks in zeitgemäßer Form erfahrbar machen. Infos

Metaphysischer Realismus, 2004, Öl auf Leinwand
Private Sammlung
© VG Bild-Kunst Bonn, 2008
Ausstellung: "staub zwei" von Herbert Hofer in den Herner Flottmann Hallen vom 23.08. - 28.09.2008
Herbert Hofer konzentriert sich in seiner medienübergreifenden Arbeit auf Dinge, deren Vorhandensein wir als selbstverständlich erachten: Räume die dauerhaft und stabil sind, ausreichend eigene Standfestigkeit, genügend Luft zum Atmen, genügend Platz zum Bewegen, Information die eindeutig und widerspruchsfrei ist.

Hofer führt uns in oft großformatigen Skulpturen, Installationen und Video-Arbeiten vor, wie trügerisch diese Selbstverständlichkeit ist und wie anfällig und veränderlich grundlegende Bedingungen sein können.

Er tut dies auf sehr vielfältige Weise und in einem oft abrupten Wechsel zwischen sehr subtilen und abstrakten Arbeiten mit solchen, deren existentielle Direktheit fast bedrückend wirkt.

Großformatige, frei im Raum stehende, wie Papier geknitterte Aluminiumbögen sind eine ganz allgemeine und sehr poetische Metapher von Veränderlichkeit. Das Video atmen ist da schon direkter: hier sieht man den Künstler nach offenbar längerer Atempause hektisch nach Luft schnappen. Im Zusammenspiel damit wirkt die Zelle, die zu eng ist, als dass man darin aufrecht stehen könnte, erst recht beklemmend. Info

Textnetz
Ausstellung: Barbara Hlali - kollateral, Schade! im Dortmunder Museum am Ostwall vom 04.09.2008 - 04.01.2009
Die Ausstellung präsentiert Trickfilme der jungen Künstlerin Barbara Hlali aus den Jahren 2006 bis 2008. Die Grundlage für die in aufwändigen Verfahren hergestellten Filme sind Medienberichte aus dem Fernsehen und dem Internet mit Bildern aus Kriegs- und Krisengebieten. Durch ihre künstlerische Bearbeitung, ihre Verdeckung und Veränderung werden diese Aufnahmen scheinbar verschönert: Hierdurch nehmen wir jedoch den Schrecken und das Grauen der Situationen und Ereignisse wie ihre Sinnlosigkeit umso bewusster wahr. Infos

Barbara Hlali, Filmstill
Ausstellung: OTTO HERBERT HAJEK - RAUM - FARBE - ZEICHEN im Mülheimer Kunstmuseum in der Alten Post vom 07.09. - 30.11.2008
Otto Herbert Hajek (geb. 1927 in Kaltenbach/Böhmen, gest. 2005 in Stuttgart) gehört mit seinen informellen Plastiken und seinen „Farbwegen“ zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wie kein Künstler zuvor widmete er sich seit den 1970er Jahren der Gestaltung unse-rer Städte. Mit seinen Stadtikonographien gelang ihm eine vollständig neue Formulierung und Dimension der plastischen Kunst im urbanen Raum, in den er Farbe brachte.
Hajeks Kunst führt in eine eigene Welt der Zeichen und Begriffe: Als „Raumknoten“, „Farbwege“, „Stadtzeichen“, „Denkzeichen“ oder „Mahnmale“ benannte der Künstler seine Plastiken, die er stets kommunikativ auf den umgebenden Raum und den Betrachter ausrichtete. Als gelungenes Beispiel seiner Kunst im öffentlichen Raum gilt auch Hajeks Stadtikonographie mit Stadtzeichen, Sitzlandschaft und Brunnenanlage auf dem Viktoriaplatz in Mülheim an der Ruhr vor dem Kunstmuseum.
Die Retrospektivausstellung zeigt die künstlerische Entwicklung Hajeks anhand von zahlreichen Skulpturen, Reliefs, Papierarbeiten und Modellen und vollzieht dabei eindrücklich nach, wie der Künstler allmählich den Raum eroberte. Infos

Otto Herbert Hajek, Adelaide, 1977, Serigrafie (Mappe mit 10 Blättern) 49 x 49 cm, Otto Herbert Hajek Kunststiftung der Sparda-Bank Baden-Würtemberg. © VG Bild-Kunst, Bonn, 2008
Ausstellung: Nedko Solakov - Emotions im Bonner Kunstmuseum vom 20.09. - 16.11.2008
Nedko Solakovs weit gespanntes, ausuferndes und formal kaum zu bändigendes Werk ist inhaltlich ein einziger großer Angriff auf das Verlangen nach Perfektion, Endgültigkeit und Eindeutigkeit. Ausgehend von einem Studium der Wandmalerei an der Kunstakademie in Sofia hat der 1957 geborene Bulgare in den letzten 25 Jahren ein ebenso humorvolles, wie verspieltes, ebenso bissiges wie melancholisches Oeuvre entwickelt, das die Gültigkeit jedweden Repräsentationssystems grundsätzlich in Frage stellt. Seit seinen Ausstellungen im Ujazdowski Castle in Warschau (2000), im New Yorker PS1 (2001), im Rooseum, Malmö und der Reina Sofia, Madrid (2003) und spätestens seit seinen Beteiligungen an der Biennale Venedig (2007) und der Documenta 12 (2007) gehört Solakov zu den zentralen Positionen innerhalb der aktuellen europäischen Kunst. Das Kunstmuseum Bonn widmet diesem wichtigen Werk nun die erste große, institutionelle Überblicksausstellung in Deutschland, die künstlerische Beispiele seit Ende der 80er Jahre bis 2007 umfasst und mit neu für die Schau entstandenen Stücken kombiniert. Infos

Nedko Solakov, The Yellow Blob Story, 1997
Yellow paint, handwritten text on wall, from "The Absent-Minded Man" project, 1997; dimensions variable
Photo: Angel Tzvetanov
Courtesy the artist
Ausstellung: Lutz & Guggisberg - Eindrücke aus dem Landesinneren im Essener Museum Folkwang vom 20.09. - 16.11.2008
Das Werk von Lutz & Guggisberg (1968/1966) oszilliert zwischen Brauchtum und Raumfahrt, ist geprägt von humorvoller Melancholie und der detailgenauen Beobachtung eines absurden Universums. Damit sind jedoch nur einige Aspekte des Schaffens genannt, Aspekte, welche die beiden seit Beginn ihrer Zusammenarbeit 1996 stets neu sortiert und kombiniert in raumgreifenden Ensembles präsentieren: in meditativen Lounges und futuristischen Cockpits, gemütlichen Wohn- und kuscheligen Schlafzimmern, fiktiven Bibliotheken und musealen Sammlungen. Infos

Lutz & Guggisberg Eindrücke aus dem Landesinneren, 2008
Fotografie 41 x 53 cm
s/w Fotografie (c) Lutz & Guggisberg, Zürich
Ausstellung: No Illusions in der Düsseldorfer Galerie KAI 10 vom 20.09. - 07.12.2008
Die erste Schau in KAI 10 versteht sich nicht als thematische und auch nicht als programmatische Ausstellung. Vielmehr zeigt sie sechs ausgewählte, individuelle Positionen der heutigen Kunst, die einerseits für den Dialog der älteren und jüngeren Generation stehen, andererseits sich den Trends zur erfolgreicher Vermarktung des „schönen Scheins“ widersetzen. NO ILLUSIONS will gegen den Hang zum Illusionismus und zur Effekthascherei eines Teils der heutigen Kunstproduktion Position beziehen und zeigen, dass auch heute in der Kunst noch kritische Gegenpole zu finden sind. Die Ausstellung möchte ein Zeichen setzen gegen die im Kunstbetrieb herrschende Strategie „kunsthistorische Wichtigkeit durch Zahlen oder durch Namen magisch zu behaupten, anstatt durch Zeigen und Diskussion der Kunst diese konstruktiv zu begründen“ (Jörg Heiser). Infos

© KAI 10
Ausstellung: Figuren und Ikonen - Grafik von Munch bis Kirchner, von Picasso bis Warhol in der Oberhausener Ludwig Galerie vom 27.09.2008 - 04.01.2009
Das Bild des Menschen hat seit der Moderne eine intensive Verwandlung erfahren. Die Avantgarden setzen sich mit innovativen Darstellungsformen auseinander und gehen neue Wege. Die Ausstellung beleuchtet dieses Phänomen. Beginnend bei Edvard Munchs frühem Meisterwerk Madonna wird der Bogen bis zu den Popikonen Andy Warhols gespannt.
Die Tanzfiguren Ernst Ludwig Kirchners entwickeln ihre verschlungenen Rhythmen, die Figuren der Brücke-Künstler wie Heckel, Schmidt-Rottluff, Pechstein oder Müller differenzieren Darstellungsformen. Nolde, Kandinsky, Dix und Beckmann führen ebenso in ein verändertes Menschenbild ein wie die lasziven Akte Egon Schieles.
In großer Breite schafft Picasso neue Formen des menschlichen Abbildes, vom kargen Mahl über die Gauklerbilder reichen seine Arbeiten vom prismatischen Duktus des Kubismus über historische Variationen bis zu den experimentellen Weißliniendrucken. Verschiedene Porträts seiner Lebensgefährtinnen geben Einblicke in private Beziehungen.
Die Popikonen Andy Warhols markieren einen künstlerischen Endpunkt bei der Stilisierung des Menschenbildes im 20. Jahrhundert. Neben Tickets, Blumen und Kühen dominiert die Figur als darstellungswürdiges Kunstobjekt. Warhol hat unseren Blick auf Filmikonen wie Marilyn Monroe, Liz Taylor und Jane Fonda maßgeblich geprägt. Infos

© Andy Warhol - Marilyn Monroe, 1967
Ausstellung: Daniele Buetti - Maybe You Can Be One Of Us im Mülheimer Kunstmuseum in der Alten Post vom 05.10. - 30.11.2008
Für Mülheim an der Ruhr hat Daniele Buetti eine raumgreifende Installation entwickelt, die sich über das gesamte Obergeschoss erstreckt. Auf einer Verbindungswand zwischen den großen Räumen, steht in der Handschrift des Künstlers ein kurzer Satz, der nicht so recht zu den kindlich wirkenden Lettern passen will: Das frivole Ich will Dich erfährt durch das folgende so martern seine gewaltvolle Präzision. Schließlich sind die Worte dass die Sonne durch Dich scheinen möge zu lesen, welche die Arbeit durch den Konjunktiv in den Bereich des Wünschens und Sehnens verorten. In Reminiszenz auf George Batailles „Tränen des Eros“ spielt Buetti mit Vorstellungen und Klischees, indem die Worte zwischen sexueller Begierde und Gewalt, Verheißung und Strafe, Wunsch und Absicht oszillieren.
Beim Betreten der groben Holzplanken, welche den Boden bedecken und die Räume auch optisch in Beziehung zueinander setzen, kommt man der möglichen Verheißung ein Stück näher. Auf der Stirnseite der Wand leuchtet dem Besucher das Wort ICH entgegen, das trotz seiner Kürze den gesamten Raum einzunehmen scheint. Die Lichtinstallation fungiert gewissermaßen als Spiegel. Zurückgeworfen auf sich selbst, beginnt im Betrachter unmittelbar die Reflexion über die eigene Person, die sich in der eigenen Verortung zum Raum und dem Gesehenen erweitert. Angesichts der überproportionalen Buchstaben erscheint die eigene Person klein, doch sie schmeicheln zugleich dem Narzissmus, der in jedem Menschen schlummert.  Infos

Daniele Buetti Maybe You Can Be One of Us (Detail), 2007, © VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Ausstellung: Klaus Florian/Ralf Raßloff - to-nung Fotografie trifft Zeichnung in der Duisburger Cubus Kunsthalle vom 17.10. - 30.11.2008
Während Klaus Florians Malerei für das Experiment mit einer sich auflösenden Maltechnik steht, die die Neugierde des Betrachters stets mittels geheimnisvoller zeichnerischer Andeutungen wach hält und irritiert, zeigen die Fotografien Raßloffs faszinierende Einblicke in eine uns umgebende Wirklichkeit, die derart übersteigert anmutet, dass sie unnatürlich wirkt.

Beide Künstler leben und arbeiten im Ruhrgebiet und sind fester Bestandteil der örtlichen Kunstszene. Die Ausstellung verspricht einen spannungsreichen  sich gegenseitig befruchtenden Austausch von zwei Künstlern,  die in engem Dialog stehen und den Betrachter durch überzeugende Bildaussagen in ihren Bann ziehen. Infos


Raßloff selbst ©
Ausstellung: Michael Jäger und Wilhelm Mundt in der Essener Galerie Frank Schlag & Cie. vom 17.10. - 21.11.2008
Michael Jäger präsentiert in seiner Ausstellung Werke aus den Jahren 2007 und 2008. Seine Malerei hinter Glas geht auf besondere Art und Weise auf den Raum und den Betrachter ein. Seine Bildräume entstehen durch das Überlappen von ineinander verschachtelten, meist farbigen Flächen. Die Glasoberfläche der einzelnen Arbeit spiegelt das Umfeld wieder und verbindet somit den gemalten Raum mit dem realen Raum. Nach 2003 und 2006 ist diese Ausstellung von Michael Jäger bereits die dritte in der Galerie an der Meisenburgstraße 173 in Essen.
Wilhelm Mundt zeigt in der Ausstellung Arbeiten aus den Jahren 2007 und 2008. Seine "Trashstones" sind nicht Trash, obwohl das Ausgangsmaterial tatsächlich aus Atelierrückständen besteht. Der Künstler bündelt unterschiedliche Gegenstände des Alltags wie z.B. Elektrogeräte, leere Farbeimer oder Autoteile. Der Entstehungsprozess der "Steine" ist komplex und arbeitsaufwendig. Nach der Ummantelung diverser Dinge mit Klebebändern und Folien werden die so genannten Rohlinge von mehreren farbigen GFK-Schichten umhüllt, dann geschliffen und anschließend poliert. Durch das Schleifen werden tiefer liegende Schichten wieder frei gelegt und erscheinen in einer anderen Farbe als die Oberfläche. 2006 zeigte die Galerie Frank Schlag & Cie. bereits Arbeiten von Wilhelm Mundt in einer Gruppenausstellung. Infos

Wilhelm Mundt, Trashstone 335 / 2007 / Produktionsrückstände in GfK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) / ca. 65 x 50 x 50 cm
News und Events melden (service [at] freizeit-location.info) oder selber eintragen Location suchen
Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für obige Angaben



Copyright © Ingo F. Klapheck 2001-2015
FLi ist ein Service von: TREFFZEIT: Freizeitspass, Kontakte, Reisen ...

Home | Freizeit-Locations | Events & News | Sitemap | Archiv | Industriekultur | Grußkarten | Reisen_mit_Rabatt | Aktives Reisen | Aktives Reisen Katalog | Chamäleon Reisen | Chamäleon Katalog | E&P Reisen | E&P Reisen Katalog | forum anders reisen | forum anders reisen Katalog | Sportreisen | IBERO TOURS | IBERO TOURS Katalog | Lernidee | MANGO Tours | MANGO Tours Katalog | Miller Reisen | Neue Wege | Pfiff Reisen | Pfiff Katalog | Pia und Dirk Reisen | Pia und Dirk Katalog | RUF Jugendreisen | RUF Katalog | SUNWAVE Reisen | SUNWAVE Katalog | TEAM 3 Reisen | TEAM 3 Katalog | TSC Jugendreisen | TSC Katalog | Windbeutel Reisen | Windbeutel Katalog | young_travel_club | Seminare | Spiele | FLi_Partner | Impressum