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Freizeit Tipps fürs Ruhrgebiet: Ausstellungen, Kunst Archiv 2010:

 
Ausstellung: Russische Avantgarde Teil 1 im Kölner Museum Ludwig vom 25.05.2009 - 03.01.2010
Anlässlich des 100. Geburtstags des futuristischen Manifests von Marinetti, widmet sich die erste Präsentation dem Aufbruch der Moderne in Russland. Die ca. 40 Werke von 23 Künstlern, die zum Teil zum ersten Mal gezeigt werden, spiegeln den anregenden künstlerischen Austausch Russlands mit Italien und Frankreich vor Ausbruch des ersten Weltkrieges wider. Spitzenwerke des Kubofuturismus von Popova und Exter werden ebenso wie Werke des Rayonismus von Larionow und Gontscharowa zu entdecken sein. Infos

El Lissitzky, Sowjet-Presse, Entwurf für die „Pressa", 1927, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009, Bild: RBA

Ausstellung: "Berliner Impressionismus" vom 20.06.2009 - 11.04.2010 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund
Die Künstler von Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Max Slevogt bis Lovis Corinth und Lesser Ury sowie Walter Leistikow bildeten den Kern der 1898 gegründeten Berliner Secession. Diese Vereinigung wandte sich radikal gegen den herrschenden Kunstbetrieb der staatlichen Akademien mit ihren pathetischen, historisierenden und angeblich moralisch erhebenden Themen.
Den Impressionismus zeichnete eine starke Individualität aus; eine Innerlichkeit, die die Stimmung zum Hauptmoment eines Bildes machte. Damit war ein Schritt in die Richtung der zweckfreien Kunst getan.
Beeindruckt von den Errungenschaften des französischen Impressionismus zeigten die Künstler mit heller Palette und freiem Pinselstrich vor allem die einfachen Freuden des Lebens, einen Spaziergang am Meer, ein lichtdurchflutetes Zimmer oder einen geselligen Biergarten. Licht, Farbe, die Liebe zur Natur und der spontane Eindruck sind die Hauptakteure dieser freundlichen Gemälde. Infos


Im Café. Frau in Rot. (1911)
Lesser Ury, 1861-1931
Ausstellung: "Monster & Mythen" vom 18.07. - verlängert bis 24.01.2010 im Neanderthal Museum in Mettmann
Die große Schau des Natural History Museum London präsentiert bewegte Modelle z.B. von Yeti und Drache und die „Fossilien“, die den jeweiligen Monster-Mythen zugrunde liegen sowie kulturgeschichtliche Zeugnisse der Mythen.

Mythen und Monster waren im vorwissenschaftlichen Zeitalter reale Erklärungen für gewöhnliche und außergewöhnliche Phänomene der natürlichen Umwelt. Solange kein wissenschaftlich-analytisches Verständnis der Welt möglich war, gehörten Mythen zum alltäglichen Erfahrungshorizont des Menschen. Sie waren erfolgreiche Instrumente zur Bewältigung des Lebens.  Infos

Ausstellung: James Cook und die Entdeckung der Südsee vom 28.08.2009 - 28.02.2010 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn
Der Akzent der Ausstellung liegt auf der europäischen Perspektive auf die außereuropäischen Welten. Es ist ein zentrales Anliegen, Ergebnisse aus den Forschungen zur Naturgeschichte, Seefahrtsgeschichte, Kunstgeschichte und der frühen Ethnologie miteinander im Geiste der Aufklärung des 18. Jahrhunderts zu verknüpfen und erstmals interdisziplinär zu präsentieren. Mit Cooks Vordringen in die Weiten der Südsee veränderte sich das abendländische Weltbild, mit ihm begann im Zeichen aufklärerischer Fortschrittsgläubigkeit ein Aufbruch in die europäische Moderne. Cook und den Naturforschern, Gelehrten und Zeichnern, die an seinen drei Reisen teilnahmen, verdanken die Europäer die ersten systematischen und verlässlichen Kartenwerke, die frühesten umfassenden Studien zum geologischen Aufbau der pazifischen Inseln und zu ihrer Flora und Fauna. Ferner wurden in einer vorher nicht gekannten Weise die Begegnungen mit den Menschen „am anderen Ende der Welt“ minutiös beschrieben und bildlich dokumentiert. Infos

Federgott, Hawai‘i, 18. Jh.
© The British Museum, London
Ausstellung: Peter C. Simon - Elektrobunker vom 06.09. - 15.05.2010 unterirdisch im Bunker in Dortmund
"Als wir vor zehn Jahren ein Grundstück am Ende einer kleinen Sackgasse in Dortmund - Hörde kauften, wussten wir nicht, was uns unter der Erde erwarten würde. Drei grobe Betonklötze schauten aus einem dornenüberwucherten Berg von Schlacke und Schutt heraus, die Eingänge eines unbekannten Bunkers, den es zu entdecken galt.
Innerhalb der folgenden Jahre machten wir den Bereich des Grundstücks, unter dem der Bunker schlummerte, urbar und entwickelten ihn zu einem Teil unseres Gartens. Natürlich erkundeten wir auch den Bunker und dies sowohl vor Ort als auch in verschiedenen Archiven, im Internet und durch Befragung älterer Nachbarn. Der Bau selbst war schnell erschlossen: ein wenig Bauschutt, eine rostige Liege, jede Menge Staub. Die Geschichte des Ortes dagegen ist nicht genau nachvollziehbar, aber stark an die Geschichte des Stahlstandortes Hörde geknüpft." Einmal im Jahr soll nun eine Kunstausstellung dort einziehen ...

Für die zweite Ausstellung Kunst.unterirdisch im Bunker Tullstraße 5 wird Peter Simon eine Licht und Klanginstallation entwickeln, die den Titel „ELEKTROBUNKER“ trägt.
Die Architektur und Geschichte des Raumes wird mit Elementen der elektronischen Musikkultur/ Technokultur vor dem Hintergrund der industriellen Vergangenheit des Ortes verknüpft.
Dabei wird ein „psychoakustisches Leitsystem“ installiert, welches die labyrinthische Struktur des Bunkers hervorhebt. Die Wahrnehmung des Besuchers wird auf die Probe gestellt, wenn er, akustischen Verlockungen und Versprechen ausgesetzt, dunkel gehaltene Gänge durchwandelt. Die in den Räumen hörbaren Klänge erzeugen eine Form von Gravitation, die den Körper an den Ort bindet. Was ist das Ziel? Rhythmus, Ekstase, Transzendenz, das „ozeanische Gefühl“ – unter der Erde, hinter meterdicken Betonmauern. Infos


Foto: Freya Hattenberger
Ausstellung: Wilhelm Sasnal vom 09.09. - 10.01.2010 in der Kunstsammlung K21 in Düsseldorf
Sasnals Malerei hat sich im ersten postkommunistischen Jahrzehnt in Krakau entwickelt. Zu dieser Zeit gehörte er zu einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich unter dem Namen Ładnie (Hübsch) gegen die akademische Tradition auflehnte. Es ging diesen Malern um eine im weitesten Sinne realistische Kunst, die sich in bewusst einfacher Manier an populäre Bildsprachen und alltägliche Motive anlehnte. Sasnal hat in der Folge eine große Spannbreite von malerischen Möglichkeiten entwickelt.
Sie reicht von den Methoden illustrativer Gebrauchskunst bis zur beinahe völligen Abstraktion. Sasnal ist ein Künstler ohne umfassendes malerisches Programm, das einen einmal beschriebenen Weg festlegen würde. Vielmehr ist jedes Bild ein Einzelereignis. Das gilt für die Wahl des Motivs, das meist als gefundenes oder selbst gemachtes Foto präsent ist, genauso wie für den malerischen Stil. Infos

Wilhelm Sasnal, Ohne Titel, 2007, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm, Courtesy Wilhelm Sasnal / Foksal Gallery Foundation, Warschau
Ausstellung: Gerhard Hoehme im Duisburger Museum Küppersmühle vom 13.09.2009 - 11.01.2010
Gerhard Hoehme hat in seinem eigenwilligen, vielschichtigen Werk die Grenzen des Bildes und des Bild-Raums stets aufs Neue befragt und erweitert. Mit seinen bildnerischen und plastischen Arbeiten, den Zeichnungen und Rauminstallationen leistete er einen entscheidenden Beitrag zur internationalen Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von Beginn an suchte Hoehme den Dialog zum Betrachter. „Relationen“ ist hier ein Schlüsselbegriff zum Verständnis des Künstlers, den es auch als zeitkritischen Denker und Verfasser zahlreicher Texte noch zu entdecken gilt, die sein ausgeprägtes Interesse an kunstsoziologischen und -politischen Themen bezeugen. Infos

Gerhard Hoehme, irre Wasser sind tief, 1965 Gerhard und Margarete Hoehme Stiftung, museum kunst palast, Düsseldorf (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2009 / Foto: Katalog
Ausstellung:  Vincent van Gogh: Schuhe. Ein Bild zu Gast vom 18.09.2009 - 10.01.2010 im Wallraf-Richartz-Museum in Köln
Verschlissen, zerbeult und ausgelatscht, so sehen die wohl meist diskutierten Schuhe der Kunstgeschichte aus: Ein Paar schwarze Stiefel, 1886 von Vincent van Gogh in Paris gemalt. Nicht wissend, welchen intensiven philosophischen Diskurs er damit entfachen würde. Philosophen und Kunsthistoriker streiten sich bis heute anhand des Bildes über die Funktion von Kunst, den Nutzen der Interpretation und die Natur des Seins. Den Anfang machte 1936 Martin Heidegger, der das Bild in Amsterdam gesehen hatte, mit seinem Essay "Der Ursprung des Kunstwerkes". In den darauf folgenden Jahren bezogen Wissenschaftler wie Meyer Schapiro, Jacques Derrida, Ian Shaw und Stephen Melville zu den Schuhen van Goghs Stellung. Das Wallraf widmet nun diesem einen Gemälde eine ganze Ausstellung, um die spannende wissenschaftliche Auseinandersetzung für jedermann zu öffnen. In einem eigenen Ausstellungsraum zeigt das Museum "nur" das einen Bild von van Gogh. Flankiert wird es durch eine didaktische Aufbereitung des kunst- und kulturhistorischen Diskurses, der die komplexe Materie gut verständlich erklärt. Nach dem Studium von Text und Bild werden die Besucher die Kunst mit anderen Augen sehen. Infos

Vincent van Gogh, Ein Paar Schuhe, 1886, Van Gogh Museum, Amsterdam

Ausstellung: "Der Eros der Nasen - Comics von Ralf König" vom 19.09.2009 - 31.01.2010 in der Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen
Die Knollennase ist sein Markenzeichen, die Beobachtung (homo)erotischen Miteinanders sein Inhalt: Ralf König (*Trommelwirbel TUSCH*) zeigt die originalen Zeichnungen seiner Bildergeschichten in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen.

Bewegte Männer und Stutenkerle, Sahneschnittchen und Zitronenröllchen tummeln sich durch seine Storys und haben Ralf König nicht nur zu dem wichtigsten deutschen Comiczeichner, sondern auch zum bedeutendsten Sympathieträger der Schwulenbewegung gemacht.

In Prototyp, seinem neusten Buch, gibt er Einblick in die knollennasige Schöpfungsgeschichte und wendet sich dem Thema Religion zu. Kritisch hat sich König zum Karikaturenstreit und dem Islam geäußert und damit deutlich Stellung für Meinungs- und Pressefreiheit bezogen.

Neben den Comicstrips werden erstmals großformatige Arbeiten von Ralf König gezeigt, die größtenteils speziell für die Oberhausener Präsentation geschaffen wurden. Infos


© Ralf König
Ausstellung: Körperwelten - Eine Herzenssache vom 19.09.2009 - verlängert bis 21.03.2010 im Körperwelten-Dom in Köln
KÖRPERWELTEN ist eine Ausstellung, die den Blick auf uns selbst nachhaltig verändert. Sie ist als Selbstentdeckungsreise konzipiert. Beginnend vom Skelett des Menschen über das Zusammenwirken der Muskulatur bis hin zur Entwicklung des Menschen im Mutterleib erhält der Besucher ein detailliertes Bild über den Aufbau seines Innenlebens. Eine Vielzahl neuer spektakulärer Präparate erläutern für jedermann verständlich Organfunktionen und häufige Erkrankungen.
Ein thematischer Schwerpunkt dieser KÖRPERWELTEN Ausstellung ist das Herz mit seinem weit verzweigten Gefäßsystem. Das dichte Netzwerk von Arterien, Venen und Kapillaren misst über 96.500 Kilometer. Hintereinander geknüpft würde es mehr als zweimal die Erde umspannen. Infos
Ausstellung: Wilhelm Schmurr vom 20.09. - 17.01.2010 im Clemens-Sels-Museum in Neuss
Zum 50. Todestag des Malers Wilhelm Schmurr präsentiert das Clemens-Sels-Museum Neuss eine Retrospektive mit mehr als 150 Arbeiten eines großen Individualisten, dessen vielfach monumentalen Formate und ungewöhnlichen Sujets von einer tiefen, ruhigen Musik getragen werden und zweifellos zu den wegweisenden Entdeckungen unserer Zeit gehören.
Gerade die Einfachheit der Dinge, die dieser aus Hagen stammende, in Düsseldorf großgewordene Künstler mit manchmal fast naiv anmutenden, in Wahrheit aber genau kalkulierten Farben und Linien eingefangen hat, will einen nicht mehr loslassen: Das Kartoffelfeuer, das in einer kalten Abendsonne regelrecht knistert; die Dünen, über deren weiten Windungen das Geschrei der Möwen hörbar wird: Wer derlei einzufangen weiß, verdient eine eingehende Be(tr)achtung. Infos
Ausstellung: Jutta Freudenberger vom 20.09.2009 - 07.03.2010 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm
Ein zentrales Thema im künstlerischen Schaffen der Malerin Jutta Freudenberger ist die Beschäftigung mit dem Naturraum, der Landschaft und mit den von ihr ausgehenden Farbwirkungen. Oft überschreitet sie die Grenzen der Landschaftsmalerei und kommt zu neuen und zeitgemäßen Ergebnissen. Bevorzugt beschäftigt sie sich mit besonderen Landschaften unserer Erde, wie mit den Wüstengebieten Kalahari oder Namib. Dabei verwendet sie vor Ort vorgefundene Materialien, wie Erden und Sande. Auf diese Weise entstehen metaphorische Materialbilder von großer Expressivität, verbunden mit einer starken Leuchtkraft der Farbpigmente. Infos

© Jutta Freudenberger
Ausstellung: Von Tugend und Glück — Die private Welt der Bürger 1815 - 1850 vom 26.09.2009 - 31.01.2010 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Die Ausstellung im Von der Heydt-Museum zeigt die idealistisch eleganten Bildnisse Heinrich Christoph Kolbes. Die detailreichen Innenraumdarstellungen Peter Schwingens und die revolutionären Charakterporträts von Richard Seel, Johann Peter Hasenclever und Adolf Köttgen sind ebenfalls Zeugnisse des bürgerlichen Selbstverständnisses auf höchstem künstlerischen Niveau. Auch die Baukunst diente der Selbstdarstellung und eine der wichtigsten Bauaufgaben war der Garten. Mit der „Hardt“ stifteten die Bürger nicht nur die erste öffentliche Parkanlage Wuppertals, sondern sogar einen der frühesten Bürgerparks in Deutschland. Infos

Heinrich Christoph Kolbe - Die Kinder des Künstlers
Ausstellung: Angelika Hoerle — Komet der Kölner Avantgarde vom 26.09.2009 - 17.01.2010 im Museum Ludwig in Köln
Angelika Fick Hoerle (1899-1923) starb früh nach einem harten Leben. Trotz ihrer Jugend hinterließ sie ein viel versprechendes künstlerisches Erbe. Sie erlebte den Ersten Weltkrieg, die Novemberrevolution und Dada, die allesamt Einfluss auf sie ausgeübt haben, und entwickelte künstlerische Ausdrucksformen, die auf den Surrealismus und die Kölner Progressiven vorausweisen. Als sie mit 22 Jahren an Tuberkulose starb, beglich ihr Bruder, Willy Fick, die Mietschulden für die Wohnung, in der sie seit Herbst 1922 allein gelebt hatte; er wollte ihre Sachen retten. Willy Fick versteckte die Werke von Angelika und die ihrer politisch engagierten Freunde vor den Nationalsozialisten, die solche Künstler als „entartet" bezeichnet haben. 1967 entdeckte Angie Littlefield, die Kuratorin unserer Ausstellung und eine Großnichte der beiden Künstlergeschwister, in Ficks Gartenhäuschen in Köln-Vogelsang diese kostbare Zeitkapsel aus der Kölner Künstlerszene der Jahre 1919 bis 1923. Das künstlerische Werk von Angelika Hoerle, erzählt eine packende persönliche Geschichte voller Leidenschaft und Humor. Infos

Angelika Hoerle, Geteilter Tierkopf, 1922, Fick-Eggert Collection, Art Gallery of Ontario
Ausstellung: Die Zeichnungen des Jean-Baptiste Lepère - Mit Napoleon in Ägypten vom 02.10.2009 - 10.01.2010 im Wallraf-Richartz-Museum in Köln
Als General Bonaparte 1798 zum Feldzug nach Ägypten aufbricht, da begleiten ihn nicht nur Soldaten, sondern auch zahlreiche Wissenschaftler und Künstler. Neben Strategie und Politik geht es bei dieser „Expedition“ auch um Erforschung, Dokumentation und Auswertung eines faszinierenden Landes. Der Blickwinkel reicht von der Archäologie bis zur Naturkunde, und die Ergebnisse finden sich in einer gigantischen Publikation, der „Beschreibung Ägyptens“. Ihr erster Band ist vor genau 200 Jahren erschienen.
Jean-Baptiste Lepere (1761-1844), Architekt und Altertumsforscher, begleitet Napoleon nach Ägypten und wird zum wichtigsten Architekturzeichner der Expedition. Begeistert von der Hochkultur des fremden Landes, widmet er sich mit aller Leidenschaft der Welt der Pharaonen. Ihre Tempel, Skulpturen und Hieroglyphen bannt er akribisch und dennoch voller Atmosphäre auf hunderte von Ansichten – viele davon sind Großformate. Infos

Stich von Colin nach J.A.Gros, Napoleon an den Pyramiden
Ausstellung: Das geheime Leben der Maschinen vom 04.10.2009 - 30.12.2009 in der DASA in Dortmund
Da ist einiges in Bewegung, wenn die DASA ab Herbst wundersame Mechanik und skurrile Automaten von Maschinenkünstlern zeigt. 40 verblüffende Installationen aus der englischen Sammlung "Cabaret Mechanical Theatre" kommen auf den ersten Blick harmlos wie Kinderspielzeug daher. Doch durch Knopfdruck in Aktion versetzt, erzählen sie witzige oder dramatische Anekdoten. Tüftlern und Technikern bereiten sie ein ebenso sinnliches Vergnügen wie Eltern und Kindern. Was als Spielerei einer kleinen Gruppe britischer Künstler Ende der 1970er Jahre in Cornwall angefangen hat, ist inzwischen zu einer eigenen Kunstbewegung geworden. Infos
Ausstellung: Georges Vantongerloo - Für eine neue Welt vom 09.10.2009 - 17.01.2010 im Lehmbruck Museum in Duisburg
Georges Vantongerloo (1886-1965) zählt zu den großen, immer noch unterschätzten Pionieren der Moderne, der konstruktivistischen und der konkreten Kunst. Als konkreter Utopist suchte er in Skulptur und Malerei, Zeichnung und Fotografie sowie Interieur, Architektur und Städtebau nach avantgardistischen Ausdrucksformen eines neuen Lebensgefühls und einer humaneren Gesellschaft. 

Für eine neue Welt« würdigt erstmals in Form einer umfassenden Retrospektive anhand von 140 Werken und  reichhaltigem Dokumentationsmaterial den Künstler Georges Vantongerloo, der 1886 in Antwerpen geboren wurde und 1965 in Paris starb.

Durch ausgewählte Vergleiche mit Werken von rund 30 Zeitgenossen wie Theo van Doesburg, Piet Mondrian und Bert van der Leck,  Naum Gabo, Alexander Rodtschenko, Laszlo Moholy-Nagy, Hans Arp und Sophie Taeuber(-Arp), Alexander Calder, Max Bill und anderen wird das bedeutende Schaffen Vantongerloos umfassend in einen internationalen Kontext gestellt und seine Bedeutung für die Kunst des 20. Jahrhunderts gewürdigt. Infos


Georges Vantongerloo, Komposition aus dem Ovoid, 1918, Sammlung Angela Thomas Schmid, Zumikon, © VG Bild-Kunst, Bonn
Ausstellung: Markus Lüpertz vom 10.10.2009 - 10.01.2010 in der Kunst- uns Ausstellungshalle in Bonn
Markus Lüpertz zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten deutschen Künstlern der Gegenwart. In der Folge der großen monografischen Ausstellungen deutscher Maler, wie Gerhard Richter, Sigmar Polke und Georg Baselitz, präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle auf etwa 2000 qm die bislang umfangreichste Retrospektive von Markus Lüpertz. Sie zeigt eine repräsentative Auswahl von etwa 150 Gemälden und Skulpturen des 1941 geborenen Künstlers, der stets mit der Pose des „enfant terrible“ und des „Malerfürsten“ gespielt hat. Sein Werk umspannt einen Zeitraum von fast 50 Jahren und reicht von der „Anti-Malerei“ nahe der Pop Art der 60er Jahre bis zur Auseinandersetzung mit der klassischen Malerei in den letzten Jahrzehnten.
Die Ausstellung hat sich zur Aufgabe gemacht, das leidenschaftliche, intellektuelle und vielseitige Schaffen von Markus Lüpertz zu entdecken. Sie präsentiert einen Künstler, der sich nie einer Stilrichtung verpflichtet hat, nie an den reinen Abbildungscharakter der Kunst geglaubt hat und der sich ständig – in eigenen Worten – „auf der Suche nach dem möglichen Bild“ bewegt. Infos

Dithyrambe – schwebend, 1964
© Markus Lüpertz, courtesy Galerie
Michael Werner Berlin, Köln & New York
Ausstellung: Jupp Lückeroth vom 11.10.2009 -  Sommer 2010 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm
Das Gustav-Lübcke-Museum Hamm erhielt in den letzten Jahren zahlreiche Schenkungen, die die künstlerische Persönlichkeit des Malers und Sammlers Jupp Lückeroth in eindrucksvoller Vielfalt in Erscheinung treten lassen. Fast siebzig Arbeiten auf  Papier ergänzen den umfangreichen Bestand der Gemälde des Künstlers, die sein Schaffen über mehr als dreißig Jahre dokumentieren. Sie stammen aus dem Nachlass des Künstlers und ergänzen die Sammlung Lückeroth, die dem Haus bereits im Jahr 2003 als Schenkung übereignet worden war. Als bedeutende Spezialsammlung umfasst sie Werke von mehr als fünfzig führenden, aber auch wieder zu entdeckenden Malern des deutschen Informel, die der Maler als Korrektiv seiner eigenen künstlerischen Bemühungen zusammengetragen hatte.
Im Jahr der Graphik 2009 werden Jupp Lückeroths Arbeiten auf  Papier in spannungsreiche Beziehungen gesetzt zu den Werken von Hann Trier, Sonderborg und Gerhard Hoehme sowie weiterer informel arbeitender Künstler, die ebenfalls kürzlich als Schenkung in die Sammlung gelangt sind. Infos

Graphik mit dem Titel Skriptographie des Künstlers Jupp Lückeroth, 1961
Ausstellung: Monet vom 11.10.2009 - 28.02.2010 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Als Monet sich 1890 in Giverny nördlich von Paris niederließ und dort seinen Garten mit dem berühmten Seerosenteich anlegte, eröffnete er der Kunst damit ganz neue Möglichkeiten. Aus den Spiegelungen im Teich gestaltete Monet Bilder, in welchen das Oben und Unten nicht mehr eindeutig zu bestimmen ist. Welche Pflanzen, Blumen und Blüten befinden sich tatsächlich in dem Teich, welche spiegeln sich nur darin, fragt sich der erstaunte Betrachter dieser Bilder. Dimensionen und Perspektive geraten aus dem Gleichgewicht, eine getreue Maßstäblichkeit ist in diesen großen Gemälden nicht mehr festzustellen. Monet hat damit alle Dimensionen der Malerei gesprengt. Es ist ihm gelungen, die Malerei aus der Gegenständlichkeit des 19. Jahrhunderts zu befreien und die Fenster zu einer völlig neuen Kunst, zur Abstraktion, zum Absoluten aufzustoßen. Darin liegt Monets bedeutendste künstlerische Leistung, und deshalb sollen in unserer Ausstellung die berühmten Seerosenbilder eine  besondere Stellung einnehmen. Wir zeigen  aber nicht nur die grandiosen späten Seerosenbilder, sondern Werke aus allen Schaffensphasen Monets. Infos

Monet - Bordeau
Ausstellung: Codes und Clowns - Claude Shannon, Jongleur der Wissenschaft  vom 06.11.2009 - 28.02.2010 im Heinz Nixdorf Museums-Forum in Paderborn
Er war eines der größten Genies des 20. Jahrhunderts, der Vater des Bits und Pionier unseres Informationszeitalters. Doch Claude Shannon zeichnete sich nicht nur durch Gedankenschärfe und Einfallsreichtum, sondern auch durch Humor und Originalität aus. Der Begründer der Informationstheorie bastelte in seiner Freizeit an Jonglierrobotern, Schachcomputern und programmierbaren Blechmäusen. Im Büro fuhr er Einrad oder jonglierte mit Keulen.
Das Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn zeigt in der Ausstellung "Codes und Clowns" eine Auswahl seiner Erfindungen, deren Funktion von höchst brauchbar bis nutzlos reichen konnte. Die Präsentation ordnet die Erfindungen in die Biografie Shannons und die Geschichte der Informationstechnik ein und beleuchtet ihre wissenschaftlichen Zusammenhänge und Wirkungen. Die Leihgaben stammen aus dem MIT Museum in Boston und sind erstmals an einem anderen Ort öffentlich zu sehen. Infos
Ausstellung: Simone Nieweg - Garten/Konstruktionen vom 13.11.2009 - 13.02.2010 in der Galerie m in Bochum
Auf langen Streifzügen durch Gärten und Felder findet Simone Nieweg zu einer Vertrautheit mit ihren Motiven. Wiederholt besucht sie bestimmte Orte, um den richtigen Zeitpunkt einer Aufnahme zu finden. Auf dem Mattglas ihrer Großbildkamera erscheint das Bild auf dem Kopf stehend – ein wichtiges abstrahierendes Moment, in dem Simone Nieweg perspektivische Verzerrungen ausgleicht, die Detailschärfe einstellt und dem Bild Ordnung und Struktur verleiht. Ihr konzentrierender Blick findet eine ästhetische Situation innerhalb des gewachsenen Gefüges, die Nieweg als „perfekten Zufall“ bezeichnet. Sie setzt die Wirklichkeit in eine Komposition um, in der Strukturen, Linien und Farben das Bild prägen. Dennoch bleibt die Spannung zwischen dem strukturierten Aufbau der Fotos und der relativen Anarchie der Gärten und Landschaften erhalten. Infos

Schuppen mit Drahtwerk, Louvres, Val d'Oise, 2006
Ausstellung: David Lynch - Dark Splendor vom 13.11.2009 - 21.03.2010 im Max Ernst Museum in Brühl
Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt erstmals in einem deutschen Museum Kunstwerke des amerikanischen Kultregisseurs David Lynch, der für seine bildmächtigen Filme, wie "Der Elefantenmensch", "Blue Velvet", "Wild at heart", "Lost Highway" oder die Fernsehserie "Das Geheimnis von Twin Peaks" bedeutende Auszeichnungen erhielt. Themen, Motive und Formenrepertoire seiner bildkünstlerischen Arbeiten und seiner Filme durchdringen sich wechselseitig. In der Ausstellung werden Gemälde, Aquarelle, Lithographien, Zeichnungen, Fotografien sowie eine Rauminstallation zu sehen sein. Parallel dazu präsentiert das Max Ernst Museum Brühl des LVR eine Reihe kaum bekannter Kurzfilme aus der Akademiezeit des Regisseurs.  Infos

Foto: Patrick Gries, © David Lynch
Ausstellung: Weil wir Mädchen sind ... Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika vom 22.11.2009 - 11.04.2010 in der DASA in Dortmund
Auf geht es auf eine Reise nach Afrika, Asien und Lateinamerika. Dort leben die drei Mädchen Djenebou, Asha und Yoselin. Welche Träume die Mädchen in der Sahel-Zone, in Indien und in den Anden haben, welche Probleme sie bewältigen und was für Arbeiten für sie anfallen, erzählen sie in dieser Mitmach-Ausstellung.
Ein Schulbesuch, medizinische Versorgung, ausreichend Nahrung - davon kann so manches Mädchen in vielen Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas nur träumen. Die Ausstellung entführt das Publikum in andere Lebenswelten. Dabei gibt es immer den Bezug zum Alltag von Mädchen in Deutschland. Erleben und Ausprobieren für die Jüngeren und Nachempfinden und Diskutieren für die Älteren sind zentrale Bestandteile der Schau.
Die Besucherinnen und Besucher können einen Blick in die Mitgifttruhe eines indischen Mädchens werfen, versuchen, die Möbel einer deutschen Drei-Zimmer Wohnung in einer Rundhütte in Afrika unterzubringen oder ausprobieren, wie ein Wandteppich auf einem Markt in den Anden gewebt wird.

Parallel dazu zeigt die DASA in Kooperation mit dem Museum am Ostwall die Raumcollage "Wovon träumst Du eigentlich". Zwölf Mädchen aus Dortmund haben einen "Traumraum" erarbeitet, in dem sie ihre Träume und Ängste künstlerisch ausgedrückt haben. Infos

Ausstellung: Yuri Leiderman " Die Ehre hüt von Jugend auf" vom 27.11.2009 - 12.02.2010 Museum Folkwang im RWE Turm in Essen
Drei Puschkin-lesende Frauen in russischer Tracht, Fotografien von Orten einstigen Künstlerglücks und eine Laubsägen-Schiffsbesatzung aus früheren Performancefiguren bilden die drei „Säulen“ der neuen Ausstellung Yuri Leidermans, einem der renommiertesten Vertreter der zeitgenössischen Moskauer Kunstszene. Die Ausstellung ist Teil der Kooperation von Museum Folkwang und RWE AG. Infos

ohne Titel, © Yuri Leiderman
Ausstellung: " Eating the Universe" - Vom Essen in der Kunst vom 27.11.2009 - 28.02.2010 in der Kunsthalle in Düsseldorf
Die Ausstellung gliedert sich in zwei Abschnitte. Ein kleinerer historischer Teil widmet sich anhand zentraler Arbeiten Daniel Spoerris sowie der wichtigsten für die Eat Art Galerie entstandenen Multiples den Wurzeln der Eat Art sowie der Rekonstruktion der Galerie und ihrer Aktivitäten. Der Hauptteil der Ausstellung präsentiert das breite Spektrum an jüngeren Positionen, die sich mit dem Einsatz alimentärer Materialien beschäftigen. Sie widmen sich aus bildhauerischer Sicht der Materialästhetik von Lebensmitteln, loten die Grenze zwischen gutem Geschmack und Ekel aus oder züchten Organismen unter Bedingungen industrieller Lebensmittelproduktion. Die Küche als kreativer und sozialer Produktionsort wird ebenso thematisiert wie die Medienwirksamkeit und Marktgängigkeit gastronomischer Inszenierungen. Andere Arbeiten reflektieren Verhaltensweisen der Überflussgesellschaft, Konsumwelt und Körperlichkeit sowie Schönheitsideale und Essstörungen oder zeigen spielerisch surreale, abgründige und groteske Aspekte des alltäglichen Umgangs mit Nahrung. Die Ausstellung umfasst zentrale internationale Leihgaben ebenso wie Arbeiten und Aktionen, welche die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler für das Projekt entwickeln. Infos
Ausstellung: Von Picasso bis Warhol - Bilderschmuck der Avantgarde vom 29.11.2009 - 14.02.2010 im Lehmbruck Museum in Duisburg
Diese Ausstellung bietet - mit akzentuierten Veränderungen nach ihrer Erstpräsentation im Museum für Angewandte Kunst in Köln - die bezaubernde Möglichkeit, sich mit dem kleinsten Skulpturenformat der großen Bildhauer des 20. Jahrhunderts vertraut zu machen, dem Schmuckobjekt.

Diese Miniskulpturen unterscheiden sich als Bildhauerarbeiten grundsätzlich vom Schmuckdesign. Als zumeist tragbare Skulpturen sind sie nicht selten den Partnerinnen der Künstler gewidmet und verbinden deshalb allgemeine plastische Prinzipien mit persönlichen Botschaften.

Diana Küppers hat in drei Jahrzehnten eine stringente und hochkarätige Sammlung internationalen Bildhauerschmucks zusammengetragen. Die Sammlung mit Arbeiten u.a. von Georges Braque, Max Ernst, Pablo Picasso und Niki de Saint Phalle bietet die breite Basis der Ausstellung.

Sie wird durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz und zuvor nicht gezeigter Künstler wie Hans Uhlmann und Pit Kroke, Erwin Heerich und André Volten ergänzt und mit größer dimensionierten Werken der Museumssammlung dialogisch präsentiert.  Infos


Max Ernst, Tête à cornes, 1959/60, Anhänger, Sammlung Diana Küppers, © ADAGP, Paris
Ausstellung: Walter Wittek vom 05.12.2009 - 19.03.2010 im Ikonen-Museum in Dortmund
Eine ungewöhnliche Ausstellung ist ab 5. Dezember 2009 im Ikonen-Museum Recklinghausen zu sehen. 
Skulpturen und Bilder des Bildhauers und Malers Walter Wittek aus Vreden im Münsterland (geb. 1943) werden auf beiden Etagen des Ikonen-Museums den orthodoxen Heiligenbildern gegenüber gestellt, zu denen sie sowohl Kontraste als auch überraschende, vielleicht nicht auf den ersten Blick sich erschließende Korrespondenzen bilden, wie es z.B. auf der Einladungskarte zu sehen ist. Infos
Ausstellung: Glück auf! Ruhrgebiet - Der Steinkohlenbergbau nach 1945 vom 05.12.2009 - 02.05.2010 im Deutschen Bergbaumuseum in Bochum
Das neue architektonische Highlight und die Sonderausstellung läuten das Jahr der Kulturhauptstadt 2010 für Bochum nicht nur termingerecht ein, sondern thematisieren beide in besonderer Weise das Thema Bergbau - eine in der Museumslandschaft einzigartige Verbindung von Architektur und Inhalt!

Die markante tiefschwarze Fassade des Neubaus stellt sich als Schnitt durch ein strahlend gelb-orangefarbenes Stollensystem dar. Die Funktion des Gebäudes wird in das städtische Umfeld kommuniziert und so entsteht ein spannungsvolles Spiel zwischen Innen und Außen.

In der Sonderausstellung zum Steinkohlenbergbau werden wirtschafts- und technikgeschichtliche Perspektiven miteinander verknüpft. Die Besucher machen eine Reise durch die Entwicklung des Ruhrgebietes und der Bundesrepublik Deutschland von der Zeit des Wirtschaftswunders bis heute. Sie entdecken Exponate, die viele Erinnerungen wecken, ebenso wie interaktive modernste multimediale Präsentationen. Infos
Ausstellung: Heinz Mack - Farbwelten vom 06.12.2009 - 28.02.2010 im Stadtmuseum in Hattingen
Heinz Mack ist bekannt für seine licht- und farbintensiven Bilder: „Yves Klein hat sein Blau entdeckt, Manzoni und Uecker hatten sich für die Farbe Weiß entschieden, Piene für Rot und Gelb (…). Für mich blieb das Spektrum der Farben übrig, der Regenbogen“. Und so findet sich  „die Leuchtkraft eines Regenbogens“ in all seinen Farblichtbildern wieder. In den Themenzyklen wie das „Hohelied Solomo“, das Kalenderjahr und die Darstellungen von Jahres- und Tageszeiten lotet Mack die Grenzen von Licht und Farbe aus.  Hier gehen die Farben nuancenreich ineinander über, ohne dabei eine wesentliche Eigenschaft zu verlieren, nämlich von Stufe zur Stufe deutliche Farbkontraste aufzuzeigen. Denn „ was in Wirklichkeit nicht möglich ist – unsere Augen können es sehen!“. So finden sich auch in Bildern  „Garten der Träume“ oder „Pastellfarbene Rotation“ gewaltige Farbspiele zwischen blau, gelb, rot, orange, lila und grün. Infos

Mack: Kleiner Paradiesgarten
Ausstellung: M.C. Escher + Adolf Luther - Illusion und Wirklichkeit vom 06.12.2009 - 14.03.2010 im Hagener Osthaus Museum
Maurits Cornelis Escher (1898 – 1972) nimmt in der Kunst des 20. Jahrhunderts eine außergewöhnliche Stellung ein. M.C. Eschers ungewöhnliche Art der künstlerischen Auseinandersetzung mit perspektivischen Unmöglichkeiten und optischen Gesetzmäßigkeiten führte dazu, dass über sein Werk ähnlich viele Mathematiker wie Kunsthistoriker geschrieben haben. Circa 130 Werke aus dem Herakleidon-Museum, Athen, werden die Betrachter in eine phantastische Welt irrealer Architekturen und Landschaften entführen.

Der Krefelder Künstler Adolf Luther (1912 – 1990) gilt als ein Hauptvertreter der Lichtkinetischen Kunst. Der promovierte Jurist begann seine Laufbahn als Künstler mit Zeichnungen und Malerei, wobei er sich von seinen impressionistischen Anfängen schon bald in Richtung Abstraktion weiterentwickelte. Ca. 30 Hohlspiegel von Adolf Luther aus der Adolf Luther Stiftung in Krefeld werden parallel zu den Arbeiten Eschers gezeigt und ergänzen die grafischen Werke des Niederländers in idealer Weise. Infos


M. C. Escher: Zeichnen, 1948, All M.C. Escher works © The M.C. Escher Company B.V. - Baarn - the NETHERLANDS

Ausstellung: Zugkraft für das Wirtschaftswunder vom 11.12.2009 - 11.04.2010 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen
Sie waren die letzten ihrer Art. Bis 1959 sind in Deutschland noch Dampflokomotiven der Baureihen 10, 23, 65, 66 und 82 produziert worden. Mit der „23105“, die für die Deutsche Bundesbahn in Jungental bei Siegen produziert wurde, ging diese Ära nach mehr als 100 Jahren zu Ende. Mit der Fotoausstellung „Zugkraft für das Wirtschaftswunder“ erinnert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen an den Bau der letzten Dampfloks in Deutschland.

Die Fotografien aus dem Wittener Archiv der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) führen in die Werkshallen aller großen Lokomotivfabriken in Deutschland wie Krupp, Jung, Henschel, Esslingen und Krauss-Maffei. Sie zeigen nicht nur die fertigen Loks und Großbauteile, sondern lassen den Betrachter die Herstellung komplizierter Werkstücke Schritt für Schritt verfolgen. Die Bilder machen deutlich, dass mit dem Ende der Dampfära komplette industrielle Fertigungsverfahren und Arbeitswelten verschwunden sind. Infos


Anpassen von Kugellagern an der Treibachse der Schnellzuglok 10 001. Foto: Archiv der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG), 1956/57
Ausstellung: Damenwahl - Gute Aussichten - Junge deutsche Fotografie vom 15.01. - 21.02.2010 im Künstlerhaus Dortmund 
Bereits zum zweiten Mal gastieren "Gute Aussichten - Junge Deutsche Fotografie" im Künstlerhaus Dortmund. Das Fotografen-Nachwuchsförderungs-Projekt wurde 2004 ins Leben gerufen und tourt seither erfolgreich durch die Welt. 
Im Gegensatz zu 2006 werden diesmal ausschließlich Fotografinnen den Schauplatz am Sunderweg bespielen. Und zwar werden neue Arbeiten jener Damen gezeigt, deren Arbeiten in den letzten vier Jahren prämiert wurden. Infos

Bianca Gutberlet, Tausendschön, 2005 - 08
Ausstellung: Bettina von Haaren - Häutungen vom 17.01. - 07.03.2010 in der DASA in Dortmund 
Bettina van Haarens Kunst geht unter die Haut. Im wörtlichen Sinn. Denn ihre Arbeiten sind sinnliche Wahrnehmungen über den Körper, der fragmentiert, unheil und bedroht erscheint. Die Auswahl der in der DASA gezeigten Werke hat sie mit dem Titel "Häutungen" überschrieben. Eine Ausstellung, die den Betrachter fordert, weil sie die Versehrtheit des Schönen zeigt. Van Haaren thematisiert Themen, die den Menschen herausfordern: Alter, Schmerz, Ausgeliefertsein, Haltlosigkeit oder auch Fruchtbarkeit. Sie arbeitet mit technoiden Strukturen und irrealen Bildwelten. Damit verweist "Häutungen" auf das, was unter der Haut liegt. Die Werke von Bettina van Haaren sind Versuche, der Wirklichkeit auf die Spur zu kommen, ohne sich mit der einfachen Abbildung zu begnügen oder das Geheimnis der Zeichen, aus denen jedes Bild besteht, zu enthüllen. Ein anstrengender, aber lohnender Balance-Akt für den, der sich darauf einlässt. Infos

Bettina van Haaren: Lagunen, 2009, Eitempera/Öl auf Leinwand, 190 x 240 cm
Ausstellung: "Die Dynastie der Farben" vom 17.01. - 24.04.2010  in der Langen Foundation in Neuss
Die Langen Foundation bei Neuss widmet dem chinesisch-deutschen Künstler Xiaobai Su eine umfassende Einzelschau. Vom 17. Januar bis 24. Mai 2010 ist die Ausstellung »Xiaobai Su – Die Dynastie der Farben«, die in Kooperation mit dem ZDF entstanden ist, in den architektonisch klaren und eleganten Räumen der Langen Foundation zu sehen.
Xiaobai Su, 1949 in Wuhan (China) geboren, studierte an der Zentralakademie der Schönen Künste in Peking, wo er das Handwerk der traditionellen chinesischen Malerei erlernte. Mit seinen höchst individuellen Arbeiten, die sich durch eine außergewöhnliche Konzeption sowie künstlerische Perfektion auszeichnen, erlangte Xiaobai Su bereits früh einen hohen Bekanntheitsgrad in der chinesischen Kunstszene. Ende der 1970er Jahre erhielt er ein Graduierten-Stipendium für die Kunstakademie Düsseldorf, wo er bei Prof. Konrad Klapheck studierte und 1992 als Meisterschüler sein Studium absolvierte. Unter anderem inspiriert durch die Atmosphäre an der Kunstakademie, die rational-philosophisch geprägt war, entwickelte Xiaobai Su eine individuelle, abstrakte Zeichen-Sprache aus einfachen und zugleich unverwechselbaren Formen. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Shanghai.   Infos
Ausstellung: Thomas Baumgärtel vom 22.01. - 14.03.2010 in der cubus kunsthalle in Duisburg
Der 1960 in Rheinberg geborene Thomas Baumgärtel ist vielen bekannt unter dem Namen „Bananensprayer“. Seit über 20 Jahren markiert er weltweit Kunststandorte mit seinem Markenzeichen und verbindet so die Metropolen dieser Welt, unter denen sich auch Duisburg zählen darf. Darüber hinaus ist Thomas Baumgärtel auch ein international beachteter bildender Künstler.
Mit spektakulären Kunstaktionen mischt er sich ein, setzt Zeichen, die für Irritationen sorgen, provoziert mit hintergründigem Humor und auch dies nicht selten mit einer Banane. Neben den Projekten und Aktionen ist Baumgärtel aber auch Maler und Sprayer.

In einer Einzelausstellung gibt die cubus kunsthalle einen Einblick in sein malerisches Schaffen, möchte jedoch auch seinem jüngsten Projekt „100 Bananen für das Ruhrgebiet“ Rechnung tragen. So soll der zu diesem Projekt entstandene Bildband im Rahmen der Ausstellung vorgestellt werden. Infos

Thomas Baumgärtel, Phonixbanane
Ausstellung: Kuchenformen vom 23.01. - 11.04.2010 im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Dortmund 
Profane Kuchen- und Puddingformen können zu geometrischen Kunstwerken werden. Das veranschaulicht das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) mit seiner Ausstellung "Kubistische Kuchen und geometrische Gelees".

Zu sehen sind rund 60 kunstvolle, an Skulpturen erinnernde Sturzformen des 19. Jahrhunderts aus dem Leopold Museum Wien. Die Ausstellung kombiniert die bizarren Küchengegenstände assoziativ mit Architekturfotos. Ob Stufenpyramide von Chichen Itza in Mexiko oder die Oper von Sydney: Design und Architektur greifen ineinander, die Grenzen zwischen Alltagskultur und hoher Kunst verschwimmen. Die Ausstellung lädt ein, scheinbar Vertrautes unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Infos

Ausstellung: Über Tage - Pixelprojekt_Ruhrgebiet vom 29.01. - 21.03.2010 im Kunstmuseum in der Alten Post in Mülheim 
Die digitale Fotosammlung Pixelprojekt_Ruhrgebiet wurde 2003 gegründet. Anlässlich von Kulturhauptstadt RUHR.2010 und als Beitrag der RuhrKunstMuseen stellt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr ausgewählte Fotografien aus dem Ruhrgebiet erstmals in einer großen Museumsausstellung vor. Gezeigt werden rund 120 Fotografien, die insbesondere den Wandel der Region im Blick haben, den Wandel von einer Zeit "unter Tage" - bestimmt durch Bergbau und Schwerindustrie - hin zu einer im Entstehen begriffenen neuartigen Metropolregion. Infos

Tobias Uhlmann, aus der Serie transit - Reise durch das Ruhrgebiet, 2005 Quelle/Autor: Tobias Uhlmann
Ausstellung: Neugierig? - Kunst des 21. Jahrhunderts aus privaten Sammlungen vom 29.01. - 02.05.2010 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn 
Erstmals widmet die Bundeskunsthalle eine Ausstellung dem Engagement privater Sammlerinnen und Sammler: 145 Werke von 57 Künstlerinnen und Künstlern aus einer Generation, die im Wesentlichen in den 1970er Jahren geboren wurde, kommen aus 15 privaten Sammlungen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Warum Neugierig? Die Ausstellung bietet einen konzentrierten Einblick in die zentralen Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst und gibt einen Ausblick auf die bildende Kunst der kommenden Jahre. Sie dient als Reflexionsfläche, als ein Ort des Nachdenkens, und für dieses Angebot ist Neugier – auch auf Seiten des Betrachters – eine der besten Voraussetzungen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Frage nach dem Verhältnis der Kunst zur aktuellen politischen, sozialen und privaten Realität. Infos

General Idea, Nazi Milk, 1979/1990,
Sammlung Gaby und Wilhelm Schürmann
Ausstellung: Wünsche und Erwerbungen - Zeitgenössische Zeichnung vom 30.01. - 04.04.2010 im Museum Folkwang in Essen 
Das Museum Folkwang hat den grafischen Künsten schon früh besonderen Wert beigemessen. Ein besonderes Augenmerk galt dabei von Anfang an der zeitgenössischen Zeichnung und Druckgrafik. So erwarb Karl Ernst Osthaus, der Gründer des Museum Folkwang, wenige Jahre nach ihrem Entstehen vier Zeichnungen Vincent van Goghs, die bis heute zu den Hauptwerken der Grafischen Sammlung gehören.

Um den Stellenwert der zeitgenössische Grafik für die Fortentwicklung der Sammlung zu unterstreichen, widmet sich die erste Ausstellung der Grafischen Sammlung im neuen Museum Folkwang einem Einblick in die Neuerwerbungen der vergangenen fünf Jahre, darunter Werke von Jill Baroff, Karoline Bröckel, Roni Horn, Linda Karshan und Veit Stratmann. Die Ausstellung umfasst nicht nur eine Auswahl bereits getätigter Erwerbungen, sie stellt auch künstlerische Positionen und Werke vor, die noch nicht in der Sammlung vertreten sind, deren Erwerb aber wünschenswert erscheint. Hierzu zählen Werke von William Kentridge, Chloe Piene, Nedko Solakov und Friedemann von Stockhausen. Infos


Wünsche und Erwerbungen, Museum Folkwang Essen
Ausstellung: Fotografie und Individuum - Portraitkonzepte vom 30.01. - 04.04.2010 im Museum Folkwang in Essen 
Die Darstellung des Menschen ist ein thematischer Schwerpunkt der Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang. Kaum ein Feld der fotografischen Praxis ist faszinierender als die Darstellung des Menschen und nur wenige Fotografen haben kein Porträt in ihrem Werk.
Die erste Ausstellung in den neuen Räumen der Fotografischen Sammlung im Museum Folkwang stellt fünfzehn Fotografen und Fotografinnen vor, die sich dem Porträt in besonderer Weise widmen. Als kontinuierliches Arbeitsfeld, wie David Octavius Hill und Robert Adams im 19. Jahrhundert, August Sander und Stefan Moses im 20. Jahrhundert oder als speziell definierte Projekte wie Helmar Lerskis „Verwandlungen durch Licht“ von 1936 oder die Arbeiten der zeitgenössischen Fotografen Ken Ohara „24 hours“ und José Luis Neto „22474“. Infos

Bildnis Karl von Frisch, Zoologe, 1961 Fotografische Sammlung Museum Folkwang, Essen © Museum Folkwang für Stefan Steinert
Ausstellung: Alberto Giacometti - Die Frau auf dem Wagen vom 31.01. - 18.04.2010 im Lehmbruck Museum in Duisburg 
Die Ausstellung vereint erstmals die beiden von Giacometti ausgeführten Wagenskulpturen und stellt sie in ihren zugehörigen umfangreichen Werkkomplex: Dem Duisburger Werk steht erstmals die Leihgabe des großen Wagen (1950) aus dem Museum of Modern Art, New York gegenüber. Das mit der Frau auf dem Wagen neu eingeführte Motiv des Wagens ist wesentlicher Bestandteil der Wirkung und Bedeutung der Figur: Bewegungslosigkeit und Lebendigkeit, Distanz und Kontakt erzeugen ein dramatisches Spannungsfeld. Weitere nationale und internationale Leihgaben ermöglichen umfassende Einblicke in die Motive der zeremoniellen Kultwagen und verleihen den Skulpturen einen mythischen Charakter im Zyklus von Triumph und Tod. Infos

Alberto Giacometti, Frau auf dem Wagen, ca. 1945, Foto: B. Lauer, (c) ADAGP, Paris
Ausstellung: La Rêve - 50 Jahre Kunstmuseum Bochum vom 31.01. - 18.04.2010 im Kunstmuseum in Bochum 
Vor dem stilistisch heterogenen Hintergrund der Bochumer Sammlung ermöglicht eine thematische Präsentation einen Zugang, der die gewachsenen Strukturen der Sammlung bewahrt, eine Vielzahl von Werken vereint und dem Betrachter einen möglichen Kontext verschafft. František Kupkas Gemälde Le rêve hat der Jubiläumsausstellung die Idee und den Titel gegeben; die Wechselwirkungen zwischen den Begriffen Kunst und Traum eröffnen für die Kunstbetrachtung ein weites Feld von Überlieferungen und Assoziationen, wobei allem voran die Aspekte der Illusion und der Gegenwirklichkeit zum Tragen kommen. Traum, verstanden als Wunsch, Begierde und Obsession, Alb, Trauma oder Vision und Utopie erfasst charakteristische inhaltliche Facetten der Bochumer Sammlung. Unter vier Aspekten werden Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier in diesem Sinne eher unkonventionell gruppiert. Infos

Ernst Ludwig Kirchner, Die Gebirgslandschaft, 1921, Öl auf Leinwand, 88,5 x 19,5 cm

Ausstellung: Russische Avantgarde Teil 2 im Kölner Museum Ludwig vom Febr. - Aug.2010
Im Museum Ludwig befindet sich eine der international größten Sammlungen von Werken Kasimir Malewitschs. Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren wird das gesamte Malewitsch Konvolut zu sehen sein. Die Gemälde, Skulpturen und grafischen Arbeiten aus allen Schaffensperioden ermöglichen einen Einblick in die Entwicklung des Künstlers von der figurativen Kunst über die Abstraktion bis hin zur Gegenständlichkeit. Vier der Gemälde Malewitschs werden im Rahmen der Ausstellung kunsttechnologisch untersucht. Suprematistische Werke von Künstlern aus Malewitschs Umfeld ergänzen die Ausstellung. Infos


El Lissitzky, Sowjet-Presse, Entwurf für die „Pressa", 1927, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009, Bild: RBA
Ausstellung: Nonstopnerds x Heimatdesign vom 04.02. - 27.02.2010 im Heimatdesign-Shop in Dortmund 
Hey Hey! Most of you still know, but to get it back into your heads: We will exhibit at Heimatdesign Dortmund in a few weeks, so please everynerd push your ideas forward… The exhibition will be “divided” into the two genres Illustration and Photography, but we will find a place for any other work that seems not to fit at first… The next days & weeks we will evolve the final concept and we hope for your ideas & support! Team Nonstopnerds. Infos
Ausstellung: Robert Mapplethorpe vom 05.02. - 15.08.2010 im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf 
Der 1946 geborene und 1989 verstorbene Robert Mapplethorpe ist einer der wenigen Künstler, denen es vergönnt ist, weit über die Grenzen der Kunstwelt hinaus bekannt zu werden. Er dominierte die Fotoszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts und öffnete den Weg zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform, er verankerte das homosexuelle Sujet in der Massenkultur; er entwarf in der Fotografie ein klassizistisches Bild vom meist männlichen Körper, das Eingang in die kommerzielle Fotografie fand. Insbesondere in den USA wurde sein Werk kontrovers diskutiert; bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden Ausstellungen seiner Fotografien boykottiert, zensiert oder geschlossen. Umstritten waren stets seine radikalen Darstellungen von Nacktheit und sexuellen Handlungen. Insbesondere Sadomaso-Fotos führten dazu, dass es bei Ausstellungen Protestkundgebungen gab und Museumsdirektoren angezeigt wurden. In Japan hat das Oberste Gericht erst 2008 festgestellt, dass Mapplethorpes erotische Bilder nicht gegen das Pornografieverbot verstießen und damit einen acht Jahre lang beschlagnahmten Band mit Mapplethorpe-Fotografien freigegeben. Infos

Lisa Lyon 1981, All works © The
Mapplethorpe Foundation
Ausstellung: Russische Avantgarde Teil 2 vom 05.02. - 22.08.2010 im Museum Ludwig in Köln 
Im Museum Ludwig befindet sich eine der international größten Sammlungen von Werken Kasimir Malewitschs. Zum ersten Mal seit zwanzig Jahren wird das gesamte Malewitsch Konvolut zu sehen sein. Die Gemälde, Skulpturen und grafischen Arbeiten aus allen Schaffensperioden ermöglichen einen Einblick in die Entwicklung des Künstlers von der figurativen Kunst über die Abstraktion bis hin zur Gegenständlichkeit. Vier der Gemälde Malewitschs werden im Rahmen der Ausstellung kunsttechnologisch untersucht. Suprematistische Werke von Künstlern aus Malewitschs Umfeld ergänzen die Ausstellung. Infos

Kasimir Malewitsch, Dynamischer Suprematismus Nr. 38, 1916, Bild: RBA.
Ausstellung: Bernd und Hilla Becher - Bergwerke und Hütten vom 07.02. - 02.05.2010 im Quadrat in Bottrop 
Über vierzig Jahre hat das Fotografenpaar Bernd und Hilla Becher an einer Bestands­aufnahme von Gebäuden der Industriearchitektur gearbeitet. Fabrikhallen, Fördertürme, Gasbehälter, Stahlöfen, aber auch Fachwerkhäuser gehören zu den Sujets, die sie in Deutschland, in England, Frankreich, Mitteleuropa und den USA aufgenommen haben.

Sie nennen diese Gebäude 'Anonyme Skulpturen', um auf deren eigentlich künstlerische Qualität hinzuweisen, die jedoch im Bewusstsein der zumeist unbekannten Baumeister und der Benutzer keine Rolle spielte. Ihre Fotografie will diese verborgenen skulpturalen Qualitäten verdeutlichen; genauso ist sie historische Dokumentation, mit der eine untergehende Baukultur - viele der fotografierten Gebäude und Anlagen sind heute nicht mehr in Gebrauch oder bereits abgerissen - vor dem Vergessen bewahrt werden soll. Infos


(c)Bernd und Hilla Becher, Zeche Consolidation, Gelsenkirchen, 1974
Ausstellung: Neue Freiheit - Abstraktionen nach 1945 vom 10.02. - 16.05.2010 im Emil Schumacher Museum in Hagen 
Als ersten Beitrag zur europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 zeigt das Emil Schumacher Museum mit der Ausstellung Neue Freiheit – Abstraktion nach 1945 einen Querschnitt durch die Malerei des Abstrakten Expressionismus in Europa. Die Ausstellung kombiniert die beiden erhaltenen Documenta-Bilder Schumachers mit Werken einiger der herausragenden Künstler des Kasseler Großereignisses. Gruppiert um Palmarum werden ihnen Arbeiten der 70er bis 90er Jahre gegenübergestellt.

Neue Freiheit dokumentiert die Spannweite des Abstrakten Expressionismus in Europa und versammelt zum ersten Male einige der bedeutendsten Vertreter der internationalen Nachkriegsavantgarde in Hagen. Gezeigt werden Werke der Künstler Asger Jorn, Karel Appel, Pierre Alechinsky, Antonio Saura, Antoni Tàpies, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Cy Twombly und Emil Schumacher. Infos

(c) ANTONIO SAURA, FACA, 1956
ÖL AUF LEINWAND, 161 X 130,5 CM
Ausstellung: Ludwig Meidner und Ernst Barlach - Unter unerforschlichen Meteoren vom 14.02. - 18.04.2010 in der Kunsthalle Recklinghausen 
Die Ausstellung wagt einen vergleichenden Blick auf das Schaffen beider Künstler – zwei Meister des Deutschen Expressionismus, die bis heute als Antipoden gelten. Barlach selbst bekundete bereits 1918 seine Vorbehalte gegenüber Meidners Kunst und beschrieb sich dabei implizit als Gegenspieler: „Er lädt immer viel Pulver in seine Kanone, es gibt immer eine gewaltige Explosion. Er weiß nicht, dass man auch sanft sein kann und dass das Sanfte sehr oft viel lauter ist als aller Kanonendonner.“ Damit ist eine Unterscheidung formuliert, die den Blick auf beide Künstler noch immer prägt – und dabei nicht selten auf die Klischees vom Großstadtrebellen Meidner und frommen Einsiedler Barlach verengt. Infos

EBH 09
Ausstellung: Das große Spiel - Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus vom 14.02. - 13.06.2010 im Ruhr Museum in Essen 
Die Ausstellung thematisiert die spektakulären Ausgrabungen und Expeditionen u.a. von Lawrence von Arabien, Gertrude Bell und Carl Humann. Sie zeigt den Einfluss der europäischen Mächte bei den archäologischen Entdeckungen vor allem im Orient in der Zeit von 1840 bis 1940.
"Das Große Spiel" präsentiert über 800 hochkarätige Objekte aus den großen, international renommierten Museen und zahlreiche aus Privatbesitz. Infos

(c)Das große Spiel Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus (King's College London).
Ausstellung: Jan Wawrzniak - Neue Bildräume vom 19.02. - 08.05.2010 in der Galerie m in Bochum
Vom 19. Februar bis zum 8. Mai 2010 stellt die Galerie m Bochum aktuellste Werke von Jan Wawrzyniak aus. Der 1971 in Leipzig geborene Künstler wurde mit zahlreichen Stipendien bedacht und seine Werke waren zuletzt in der Ausstellungsreihe „Gezeichnete Bilder“ in den Jahren 2007 bis 2009 unter anderem in Erfurt, Kaiserslautern und Cottbus zu sehen. Heute lebt und arbeitet Jan Wawrzyniak in Berlin. Er untersucht in seinen Werken intensiv die Wirkung elementarer gestalterischer Mittel. Mit Kohle auf Leinwand komponiert er seine Bilder, die in vielerlei Hinsicht reduziert sind: Auf Linie und Form, auf schwarze, graue und weiße Flächen. Seine Bilder sind nicht an ein Motiv gebunden, sondern erzeugen allein durch das Zusammenspiel der Elemente perspektivisches Sehen, das aber stets changiert zwischen einer räumlichen und flächigen Wahrnehmung. Die Ausstellung der Galerie m zeigt einen völlig neuen Aspekt in Jan Wawrzyniaks Bildsprache: In den aktuellen Werken gibt der Künstler seinen Leinwänden asymmetrische Formen. Diese erzeugen innerhalb des Bildgefüges, aber auch im Zusammenspiel mit den Ausstellungsräumen neue Spannungen und Raumwirkungen, die im Zuge der Ausstellung erstmals erfahrbar werden. Infos

© Jan Wawrzyniak, Ohne Titel, 2009,
Kohle auf grundiertem Baumwollgewebe,
Ausstellung: Große Kunst vom 20.02. - 14.03.2010 im Museum Kunst Palast in Düsseldorf 
Diese traditionsreiche Ausstellung gibt einen differenzierten Einblick in die Kunstszene Düsseldorfs und Nordrhein-Westfalens. Die Große Düsseldorfer ist keine kuratierte Ausstellung, sondern wird von Künstlern für Künstler ausgerichtet und präsentiert neben Bekanntem viel neu zu Entdeckendes. Sie versteht sich nicht als Spiegelbild des Kunstmarkts: unterstützt von einer prominent besetzten Jury sollen hier neue und bewährte künstlerische Positionen ein Forum für Dialog und Diskussion finden. Infos

Hermann-Josef Kuhna, Ebbe, 2009
Foto: Stephan Boguslawski.
Ausstellung: Galgen, Rad und Scheiterhaufen - Einblicke in Orte des Grauens vom 20.02. - 27.06.2010 im Neanderthal Museum in Mettmann
Galgen, Rad, Scheiterhaufen. Diese drei Wörter regen unsere Vorstellungen von der Grausamkeit frühneuzeitlicher Justiz an. Was aber wissen wir heute wirklich von den Prozessen, den Richtstätten, den Verurteilten?
Mit Hilfe archäologischer, anthropologischer, historischer und volkskundlicher Quellen geht diese Ausstellung den spannenden Fragen nach.
Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen, der Museumsnacht, Taschenlampen- und Themenführungen und vielem mehr. Infos

Aufstellen des Rades Keller
Ausstellung: Anton Stankowski und sein Kreis vom 21.02. - 18.04.2010 im Kunstmuseum in Gelsenkirchen 
Die Idee stammt schon aus 2006, als von der Stankowski-Stiftung Stuttgart die große Retrospektive zum 100.Geburtstag von Anton Stankowski ausgerichtet wurde. Unter dem Titel „Der schräge Blick“ war damals im Kunstmuseum Gelsenkirchen ein umfassender Einblick in das grafische Gesamtwerk von Anton Stankowski (1906 - 1998) gegeben worden. Es wurden Arbeiten gezeigt, die sonst nur exemplarisch in der ständigen Sammlung präsentiert werden, ergänzt durch Leihgaben der Stiftung, die später zum Geschenk gemacht wurden.
Jetzt ist geplant, Künstlerkollegen und Freunde von Anton Stankowski zu einer Ausstellung zusammen zu bringen. Unter dem Thema „Frei und Angewandt“ wurden mehr als 35 namhafte Künstlerkollegen von Anton Stankowski ausgewählt, die in engem Kontakt und künstlerischem Austausch zu ihm standen. Die Exponate stammen zum großen Teil aus der Stankowski-Stiftung in Stuttgart, aber auch aus anderen Museen und Privatbesitz. Ergänzend zu diesen Werken soll der enge Bezug zu Stankowski, vielleicht sogar der direkte Einfluss auf Arbeitsweisen und Ergebnisse, in der Ausstellung durch Fotos und Zitate veranschaulicht werden. Mehrere Partner haben sich inzwischen an das Projekt angeschlossen, dessen Auftakt hier in Gelsenkirchen sein wird.
Infos

(c) Lichtzone von Anton Stankowski, 1977, 175 x 120 cm, Acryl/Leinwand
Ausstellung: Otmar Alt - Zeichensetzer unserer Zeit vom 21.02. - 25.04.2010 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm
Aus Anlass des siebzigsten Geburtstages des Künstlers Otmar Alt präsentiert das Gustav-Lübcke-Museum die Ausstellung.
„Das Leben ist nur ein Versuch“, sagt Otmar Alt. Man muss dafür ins kalte Wasser springen“. Wie ein Spross, der sich ins Taufbecken stürzt und die Bühne des Lebens betritt. Die im Gustav-Lübcke-Museum präsentierte Ausstellung „Otmar Alt. Zeichensetzer unserer Zeit“ ist inspiriert von der Schau „Weltereignisse. Meisterwerke der Reportagefotografie“ in der UNESCO Weltkulturstätte Völklinger Hütte. Der Künstler schuf damit einen umfangreichen Zyklus von 31 großformatigen Bildwerken, der in einem dreijährigen Schaffensprozess fertig gestellt wurde. Hierin verknüpft der „energiegeladene“ und „quer denkende“ Künstler die eigene Biografie mit Ereignissen der Weltgeschichte. Infos

Kalter Sprung, © Otmar Alt

Ausstellung: Angekommen!? - Lebenswege jüdischer Einwanderer/innen vom 21.02. - 30.04.2010 im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten
Jüdisches Leben in Deutschland hat sich durch die Einwanderung aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion in oft atemberaubender Geschwindigkeit verändert. Seit 1990 wachsen die Mitgliederzahlen der jüdischen Gemeinden auch in der Metropole Ruhr. Vom 21. Februar bis zum 30. Mai sind die persönlichen Erfahrungen, Schicksale und Entscheidungen, die zu dieser Veränderung geführt haben, im Jüdischen Museum Westfalen (Dorsten) zum ersten Mal Thema einer Ausstellung in Deutschland.

Anhand von 24 beispielhaften Lebensgeschichten aus den verschiedenen Generationen, Zuwanderungswellen und Herkunftsregionen gibt das Ausstellungsprojekt der jüdischen Zuwanderung zum ersten Mal konkrete Gesichter - auf der Grundlage lebensgeschichtlicher Interviews und mit Porträtbildern des Fotografen Dirk Vogel. Auch die Rahmenbedingungen dieser historischen Entwicklung werden kurz vorgestellt. Infos


Ganz andere Lebenswege - Moskau 1988 / Foto: A.Fainstein/Jüdisches Museum Westfalen

Ausstellung: "Zwischen Kappes und Zypressen " Gartenkunst an Emscher und Ruhr vom 21.02. - 24.05.2010 in der Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen
Das sich stetig wandelnde Revier, in dem Kohle und Stahl seit fast 200 Jahren eine eigenwillige Kulturlandschaft prägen, zeichnet sich durch eine einzigartige Gartenkunst aus. Bereits im Barock werden Gartenanlagen von höchstem künstlerischem Rang (Borbeck) angelegt, der englische Landschaftsgarten hinterlässt seine weitläufigen Spuren (Herten). Gründerzeit und Reformbewegung schaffen mit unzähligen öffentlichen und privaten Gärten eine vielfältige Gartenlandschaft, die das Gesicht der Region bis heute prägt.

In diesem einzigartigen grünen Revier, wo sich Kappes (Realität und Nutzen) und Zypressen (Traum und Erlesenes) treffen, spiegelt sich das wechselseitige Spannungsverhältnis gesellschaftlicher und kultureller Transformationsprozesse der Industrialisierung. Die Gegenwart gestaltet diesen Prozess weiter. Infos


Lorch, Schloss Oberhausen, Öl auf Leinwand, 1858
Ausstellung: Constructed Landscapes vom 26.02. - 23.04.2010 in der Neuen Galerie in Gladbeck
Drei Künstler setzen sich auf unterschiedliche und beeindruckende Weise mit dem Thema Landschaft auseinander.

Die koreanische Künstlerin SEO ließ sich vom Bau- und Kulturboom in Dubai inspirieren. Die dortige Atmosphäre in Verbindung mit der Landschaft weckte bei ihr die Idee zu einer Ausstellung mit „konstruierten Landschaften“. Sven Drühl und Maik Wolf, die sich ebenfalls künstlerisch mit dem Thema Landschaft befassen, waren bei dem Projekt schnell mit an Bord.  Infos


SEO: Herbstlicht I, 2008, acrylic and paper on canvas
Ausstellung: Mapping the Region - Olaf Metzel. Noch Fragen? vom 26.02. - 24.05.2010 im Museum Küppersmühle in Duisburg
„Mapping the Region“ ist das Thema des gemeinsamen Ausstellungsprojekts der RuhrKunstMuseen anlässlich der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Das Museum Küppersmühle präsentiert unter dem Titel „Mapping the Region – Olaf Metzel. Noch Fragen?“ einen der wichtigsten deutschen Bildhauer der Gegenwart.

Für seine Werkschau im Museum Küppersmühle wird Olaf Metzel (*1952 in Berlin) zwölf Rauminstallationen gestalten und präsentiert ausgewählte Zeichnungen. Fünf Werke entstehen eigens für die Ausstellung. Sie werden durch weitere Arbeiten ergänzt, die Metzel für das Museum Küppersmühle individuell neu einrichtet. Gewohnt sozialkritisch greift Olaf Metzel Befindlichkeiten, Problematiken und Themenbereiche aus dem Alltagsgeschehen auf - etwa aus den Bereichen Schulwesen oder Medienlandschaft -, die er im Ruhrgebiet und andernorts beobachtet hat. Infos


Olaf Metzel, Schicht im Schacht (Turm für Duisburg)
(c) Olaf Metzel
Ausstellung: Silent Revolution - Eine neue Sammlungspräsentation vom 27.02. - 13.06.2010 im K21 Ständehaus in Düsseldorf
Kunstwerke allerhöchster Qualität bilden das Fundament der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Mit der Wiedereröffnung von K20 Grabbeplatz im Juli 2010 werden ihnen insgesamt mehr als 10.000 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen. Bis dahin führen wir ab 27. Februar 2010 in einer einmaligen Sammlungspräsentation die Hauptwerke der Klassischen Moderne mit zentralen Positionen der Gegenwartskunst in K21 Ständehaus zusammen.
Unterschiedlichste Werke teilen sich die Räume: Einmal wird es zum Zwiegespräch kommen, ein anderes Mal zum „Zankduett“, zur tiefsinnigen Konversation, zu Small Talk, und vielleicht zu einer Begegnung mit Folgen. Infos

Max Ernst, Die schwankende Frau, 1923, Öl auf Leinwand, 130,5 × 97,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Ausstellung: Ana Torfs - Album/Tracks A vom 27.02. - 18.08.2010 im K21 Ständehaus in Düsseldorf
Mit fünf großformatigen Diaprojektionen, mehreren Fotoserien und einem Gesangsprojekt für das Internet präsentiert K21 einen ersten musealen Überblick über das Werk der belgischen Künstlerin Ana Torfs (geb. 1963, lebt und arbeitet in Brüssel). Infos

Ana Torfs, Anatomy, 2006, Dia, © Ana Torfs
Ausstellung: Nuhr fotografiert! - Fotokunst von Dieter Nuhr vom 03.03. - 02.05.2010 im Museum der Stadt Ratingen
Dieter Nuhr - einer der erfolgreichsten Kabarettisten Deutschlands - studierte ursprünglich auch Kunst an der Folkwang-Schule in Essen. Neben der Malerei wurde die Fotografie im Laufe der Jahre immer mehr zu seinem künstlerischen Bildmedium.

Seine fotografischen Arbeiten – auf Reisen in den fünf Kontinenten entstanden – zeigen überwiegend Landschaften. Landschaften als Orte der Erinnerung, die er abgelichtet hat. Seine Fotografie ist düster und dokumentarisch, ganz anders, als das, was man von dem Kabarettisten gewohnt ist. Die Arbeiten zeigen eine andere, ernste Seite des intelligenten Wortakrobaten. Infos

(c) Dieter Nuhr
Ausstellung: Albrecht Schäfer - Ein Tag vom 07.03. - 09.05.2010 im Museum Morsbroich in Leverkusen
Als umfassende Werkschau des 1967 in Stuttgart geborenen und in Berlin lebenden Künstlers Albrecht Schäfer zeigt die Ausstellung Arbeiten aus unterschiedlichen Jahren sowie neue, explizit für den Ort konzipierte Werke. Mit unterschiedlichen Medien – wie Installation, Skulptur, Video, Frottagen und Collagen sowie Zeitungsausschnitten – schafft der Künstler immer wieder Arbeiten zum Thema Tageslicht, Kunstlicht, Lampen, Schatten. Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit spielen hierbei eine zentrale Rolle. Infos

(c) Albrecht Schäfer, Wohnzimmerlampe, 2007, Fotografie
Ausstellung: Alfred Hrdlicka - Wie ein Totentanz vom 07.03. - 15.08.2010 in der Grafiketage des Museum Morsbroich in Leverkusen
In dem Grafikzyklus Wie ein Totentanz – Die Ereignisse des 20. Juli 1944 beleuchtet der Ende 2009 verstorbene Alfred Hrdlicka (geb. 1928 in Wien) das Wesen und die Folgen der Gewalt. Er spannt über zwei Jahrhunderte deutscher Geschichte einen Bogen, der in den Ereignissen um das Hitler-Attentat 1944 kulminiert.
Der 1974 entstandene, 53 Blätter umfassende Zyklus bildet eine Zäsur im druckgrafschen Werk des Österreichers. Erstmals probiert Hrdlicka in diesem bis dato umfangreichsten Zyklus eine neue Erzähltechnik aus: Er folgt streng chronologisch den historischen Ereignissen und doch entfaltet sich durch die Auswahl der Situationen und die Gewichtung von Szenen eine Kommentarebene. Infos

(c) Alfred Hrdlicka, Acht Zigaretten pro Hinrichtung
Ausstellung: Helden - Von der Sehnsucht nach dem Besonderen vom 12.03. - 31.10.2010 im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen
Ob Herkules oder Schimanski, Jeanne d’Arc oder Lara Croft – jede Zeit und jede Kultur hat ihre Heldinnen und Helden. Sie werden gemacht, verehrt, gefeiert und gestürzt. Das zeigt die Ausstellung „HELDEN. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen“, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 in seinem Industriemuseum Henrichshütte Hattingen präsentiert.

850 Exponate erzählen Geschichten von Machern und Medien, von Arbeitern und Unternehmern, religiösen Vorbildern, gefeierten Sportlern und engagierten Helfern. Das Spektrum reicht von der Ritterrüstung bis zur Jacke von Tatort-Kommissar Schimanski, von der Bismarck-Büste bis zur lebensgroßen Figur der Cyberheldin Lara Croft, vom Grabstein aus dem Ersten Weltkrieg bis zum Blauhelm eines UNO-Soldaten, vom Transparent aus dem Hüttenkampf bis zum Baumhaus der Umweltaktivisten von „Robin Wood“.
Etliche Exponate kommen aus dem Herzen des Reviers, viele aus den europäischen Nachbarländern und einige sogar aus Übersee. Highlights im Bereich „Helden heute“ sind ein Stahlträger des Word-Trade-Center sowie der Helm eines Feuerwehmannes, der am 11. September 2001 in New York ums Leben kam. Und aus Australien stammen Wrackteile des Flugzeugs, in dem der „Rote Baron“ Manfred von Richthofen 1918 abgeschossen wurde. Infos


Superman vor Gebläsemaschine, LWL Industriemuseum Henrichshütte, Hattingen 2010
Ausstellung: Wasserwege - Teil II der Ausstellungsreihe Liquid Area vom 13.03. - 25.04.2010 in den Flottmann-Hallen und der Städtischen Galerie in Herne
Wasser prägt die Region zwischen Ruhr und Emscher geografisch als Flüsse, Kanäle, Vorfluter, Rückhaltebecken oder Teiche, historisch-kulturell als Trinkwasser, Kühlwasser, Abwasser oder als Orte der Freizeitgestaltung. Das Projekt liquid area definiert Wasser als seinen Schwerpunkt einer künstlerischen Kartierung der Region. In acht Ausstellungen setzen sich die Künstlerinnen und Künstler Helmut Dick, Luka Fineisen, Axel Friedrich, Erich Füllgrabe, Thomas Gerhards, Rainer Gottemeier, Christian Hasucha, Harald Hilscher, Kirsten Kaiser, Gereon Krebber, Susanne Kutter, Matthias Schamp, Dirk Schlichting, Claudia Schmacke und Ike Vogt, deren Arbeitsweise subjektive Raum- bzw. Ortswahrnehmung als festen Bestandteil enthält, mit Orten, Kontexten, Funktionen und Bedeutungen des flüssigen Stoffs auseinander und entwickeln dabei künstlerische Erfahrungssituationen mit verschiedenen Schwerpunkten. Durch die künstlerische Interpretation entsteht ein Interferenzraum, dessen Erfahrbarkeit auf die Wahrnehmung der Region gespiegelt werden kann und so eine künstlerische, subjektiv-fragmentarische, Kartierung der Region darstellt. Eine solche „Karte“ rückt damit nicht nur oftmals durch Alltäglichkeit Verborgenes in den Bereich bewusster Wahrnehmung, sondern identifiziert die Region selbst als Ort aktueller künstlerischer Auseinandersetzung, als liquid area. Infos

(c) Claudia Schmacke, Cloud Machine
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Ausstellung: elektrisierend! - Werbung für Strom von 1890 - 2010 vom 14.03. -05.09.2010 im Umspannwerk in Recklinghausen
Keine Farbe, keine Form, kein Geruch, kein Geschmack – wie verkauft man eigentlich Strom? Dieser Frage geht die Ausstellung „elektrisierend! Werbung für Strom 1890 bis 2010“ nach und erzählt die Geschichte, die hinter der Werbung steckt. Sie zeigt wie Elektrizitätswirtschaft und Elektroindustrie die Popularisierung der Elektrizität von Beginn an durch gezielte Werbeaktivitäten förderten und wie dadurch aus einem Luxusgut ein Massenprodukt wurde.

Über eine Vielfalt moderner Medien hat Stromwerbung unterschiedliche Adressaten angesprochen. In Beratungsstellen, durch Anzeigen, Plakate, Postkarten, Werbefilme usw. wurden Kunden aus Landwirtschaft, Gewerbe und Haushalt gewonnen. Die Werbebotschaften spiegeln kulturhistorische Trends, politische Einflussnahmen, gesellschaftliche Wertvorstellungen sowie alltagsgeschichtliche Entwicklungen wider.

Die Ausstellung bietet erstmalig einen systematischen Überblick zur Geschichte der Elektrizitätswerbung in Deutschland und spannt dabei den Bogen von der Werbung für Strom zur Werbung für Energieeffizienz. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband mit einer Bilddokumentation der Museumssammlung. Infos


Vignette, Elektrizität in jedem Gerät, 1926 / Vignette: Umspannwerk Recklinghausen. Museum Strom und Leben
Ausstellung: Ai Waiwei - Barely Something vom 19.03. - 10.09.2010 im Museum DKM und der Galerie in Duisburg 
Der chinesisches Künstler Ai Weiwei (geb. 1957) ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart Zugleich ist er eine öffentliche Person ersten Ranges. Geht es heute um China, um das ambivalente Faszinosum eines introvertierten Reiches, das sich der Globalisierung nicht nur öffnet, sondern zu ihrem maßgeblichen Schrittmacher wird, so ist Ai Weiwei aus der Diskussion nicht wegzudenken Dabei verfügt der Künstler über eine breite Palette von Ausdrucksformen. Zu diesen zählen objektbezogene und installative Arbeiten ebenso wie Architekturprojekte, und schließlich auch Formen des gesellschaftspolitischen Engagements. Ai Weiwei's Blog dokumentiert nicht nur tagebuchartig die Begegnungen und Erlebnisse eines "individuellen Bewusstseins", sondern nutzt die prekären Privilegien eines international bekannten Künstlers zur Artikulation und Mobilisierung einer regierungskritischen Öffentlichkeit in China. 
Die Ausstellung im DKM, realisiert anlässlich der Metropole Ruhr 2010, wird sich der Faszination, die von dieser schillernden Künstlerpersönlichkeit ausgeht, nicht entziehen. Dennoch gilt es mit einigen Klischees aufzuräumen, die aus einer allzu schlichten Betrachtung sowohl des chinesischen Reiches und seines politischen Systems als auch der poetischen Möglichkeiten eines globalen Künstlers erwachsen. Ai Weiwei ist weder der Dissident, dem man im Westen gern ganze Feuilletonseiten einräumt, noch Mr. Big, der Mann der großen ästhetischen Geste. Er ist das auch, er weiß die spektakulären Formate mühelos zu füllen, doch sind sie seiner konzeptuellen Intelligenz nicht wesentlich. Sie verraten mehr über westliche Projektionsmuster als über die Kunst. Infos
Ausstellung: Matts Leiderstam - Seen from here vom 20.03. - 24.05.2010 in der Kunsthalle Düsseldorf
Das Interesse des schwedischen Installationskünstler Matts Leiderstam (*1956 in Göteborg) gilt der Porträt- und Landschaftsmalerei des 18. und 19. Jahrhunderts. Nach intensiven kunst- und kulturhistorischen Recherchen löst Leiderstam Gemälde und Grafiken aus ihrem ursprünglichen Sammlungs- und Präsentationskontext und positioniert sie innerhalb institutioneller Ausstellungen neu. Mithilfe von Diaprojektionen, Computeranimationen, optischen Instrumenten (Farbfilter, Lupen, Feldstecher etc.) sowie eigenen Reproduktionen nach Originalen eignet sich der Künstler das Material an und ermöglicht dem Betrachter alternative Sichtweisen auf traditionelle Bildmotive und -kompositionen. Beiläufige Details und subtile Codes, die durch eingefahrene Betrachtungs- und Interpretationsmuster normalerweise kaum wahrgenommen werden, geraten so ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Durch seine wissenschaftliche Vorgehensweise ist Leiderstam einer der wenigen bildenden Künstler, die mit ihrer künstlerischen Arbeit die Promotion erlangten. Seine Ausstellungen, die häufig den Charakter von Archiven oder historischen Gemäldesammlungen haben, konzipiert er meist ortsspezifisch. Infos

Matts Leiderstam, View (Papago Park) (Detail), 2007
C-print, Foto: Matts Leiderstam
Courtesy Wilfried Lentz Rotterdam und Andréhn-Schiptjenko, Rotterdam, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Ausstellung: Das schönste Museum der Welt - Museum Folkwang bis 1933 vom 20.03. - 25.07.2010 im Museum Folkwang in Essen
Seine erste große Sonderausstellung zeigt das Museum Folkwang im Neubau. Sie ist der einzigartigen Geschichte der Folkwang-Sammlung und ihrer Entwicklung gewidmet.

Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion der Sammlung, die von Karl Ernst Osthaus 1902 begründet und kurz nach seinem frühen Tod 1921 nach Essen gelangte und hier von Ernst Gosebruch zu einer Institution mit weltweiter Ausstrahlung weiterentwickelt wurde. Der Mitbegründer des Museum of Modern Art in New York, Paul J. Sachs, sagte bei einem Besuch in Essen 1932, das Folkwang sei „das schönste Museum der Welt“. Die Nationalsozialisten unterbrachen brutal die fortschrittliche Ankaufs- und Ausstellungspolitik des Museums und konfiszierten 1937 mehr als 1.400 Werke, die später legal verkauft wurden und heute zu den Meisterwerken großer Museen und Privatsammlungen im In- und Ausland gehören, darunter Gemälde von Kandinsky und Matisse, Kirchner und Marc, Munch und Beckmann. Infos


Franz Marc Weidende Pferde IV (Die roten Pferde), 1911Harvard Art Museum, Busch-Reisinger Museum Promised Gift from an Anonymous Donor © President and Fellows of Harvard College / Foto: Rick Stafford
Ausstellung: Kohle und Kunst vom 25.03. - 27.06.2010 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm
Alfred Fischer (1881-1950) steht für den architektonischen Aufbruch des Ruhrgebietes in die Moderne. Noch etwa hundert Gebäude – darunter bedeutende Industrie- und Verwaltungsbauten, Wohnhäuser, Siedlungen und eine Kirche – zeugen von Fischers Wirken in Essen, Dortmund, Gelsenkirchen, Duisburg und Hamm. Alfred Fischer gehört zu einer vergessenen Generation großer Baumeister, die wesentlich zur Gestaltung dieser Region beigetragen und deren Identität maßgeblich beeinflusst haben. Nicht nur als Architekt sondern auch als Direktor der späteren Folkwang-Schule für Gestaltung in Essen (1911-1933) hat sich Alfred Fischer einen Namen gemacht. Allerdings schützten den Vertreter einer moderaten  Moderne auch sein Beamtenstatus nicht vor der Zwangsentlassung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1934. Und tragischerweise konnte der Architekt auch nach Kriegsende durch seinen frühen Tod nicht mehr an seine Erfolge anknüpfen. Ein Hauptwerk des Industriearchitekten Alfred Fischer ist die Zeche Sachsen in Hamm-Heessen. In einer über 20jährigen Planungstätigkeit entwarf er zwischen 1912 und 1928 ästhetisch anspruchsvolle Übertagebauten, die dem modernsten technischen Know How entsprachen. Aus seiner Hand stammt auch die Planung für die bis heute gut erhaltene Zechenkolonie. Der Rang des Architekten Fischer wird in den zeitgenössischen Publikationen sichtbar. Kesselhaus und Kohlenwäsche der Zeche Sachsen wurden in den ersten deutschen Veröffentlichungen über den Industriebau neben Fabrikbauten von Peter Behrens und Walter Gropius gezeigt. Die Ausstellung verbindet die Architekturgeschichte der Zeche Sachsen mit einer Darstellung über das Leben und Arbeiten auf der Zeche. Filme, Fotos, Dokumente und Arbeitswerkzeuge geben ein lebendiges Bild der ehemaligen Zeche. Von deren gewaltigen Ausmaßen kündet heute nur noch die ehemalige Maschinenhalle, die sogenannte Alfred-Fischer-Halle, die als Veranstaltungsort für große Konzerte und Festivals genutzt wird. Infos

Vorderansicht der Maschinenhalle der Zeche Sachsen ("Alfred-Fischer-Halle")
Ausstellung: Retour de Paris - Unsere Meisterwerke vom Expressionismus bis heute vom 02.04. - 01.08.2010 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Mit der Ausstellung "Retour de Paris" kehrt die Sammlung ins Von der Heydt-Museum zurück. Während bei uns die Monet-Ausstellung im Mittelpunkt stand, fanden Meisterwerke aus unserer Sammlung in den zurückliegenden Monaten immer wieder als Werbemotive Verbreitung: Mit dem Fuchs von Franz Marc warb das Sprengel Museum in Hannover für seine Ausstellung „Marc, Macke und Delaunay“ , Das „Selbstbildnis als Krankenpfleger“ von Max Beckmann wurde im Madrider Museum Thyssen-Bornemisza für die Ausstellung „1914. Die Avantgarde und der große Krieg“ publikumswirksam eingesetzt. Das Musée Marmottan Monet, Paris, zeigte parallel zu unserer Monet-Schau 40 expressionistische Werke unseres Museums unter dem Titel „Fauves et Expressionnistes. Chefs d’oeuvre du Musée von der Heydt“. Das „Mädchen mit Pfingstrosen“ von Jawlensky war großformatig am Museumsgebäude zu sehen. Nachdem die Ausstellung unserer Meisterwerke in Paris mehr als 100.000 Besucher angelockt haben, sind die Fauvisten und Expressionisten nun wieder zurück, für die das Von der Heydt-Museum berühmt ist! Infos

Franz Marc, Fuchs, 1911, Leinwand, 50 x 63 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal
Ausstellung: szimpla dupla  aktuelle Kunst aus Ungarn vom 09.04. - 30.05.2010 im Künstlerhaus in Dortmund
Das Künstlerhaus Dortmund – ein Ort für künstlerische Experimente - hat für das Dortmunder Festival „scene:ungarn in nrw“ seine zwei Mitglieder, Hannes Woidich und Willi Otremba, auf die Reise nach Ungarn geschickt, um zusammen mit der Gastkuratorin Szolga Hajnal in den beiden ungarischen Städten Pécs und Budapest Künstler und Künstlerinnen in deren Ateliers zu besuchen. In der Ausstellung szimpla dupla wird deren gemeinsame Auswahl acht unterschiedlicher künstlerischer Positionen präsentiert. Die Einladungen an die Künstler sind  zwar nicht als repräsentative Übersicht einer lokal eingegrenzten Kunstszene zu verstehen, spiegeln aber exemplarisch die faszinierende Atmosphäre und die lebendige Vielfalt künstlerischer Haltungen in der aktuellen Kunstproduktion Ungarns wider.
Der Titel für diese Gruppenausstellung wurde spontan und intuitiv während der Reise in Budapest gefunden; es handelt sich um einen einfachen Abzählreim ungarischer Kinder, der nicht einmal übersetzt werden muss. Der Titel steht auch progressiv für den Beginn eines Ausstellungsprojektes, das weiteren künstlerischen Austausch auf der Ebene autonomer Künstlerorganisationen zum Ziel hat.
Der Ausstellungsschwerpunkt liegt auf Rauminstallationen junger Künstler und Künstlerinnen der aktuellen ungarischen Szenen in Pécs und Budapest, die speziell für die Präsentation im Künstlerhaus Dortmund neue Arbeiten vor Ort erarbeiten werden: Videoinstallationen, Raumzeichnungen, Holz-Environments, Erinnerungskonstruktionen... Infos

© Marianna Szabó - Rauminstallation
Ausstellung: Es werde Dunkel! - Nachtdarstellungen in der zeitgenössischen Kunst vom 10.04. - 30.05.2010 im Kunstmuseum in Mülheim
Vincent van Goghs Sternennacht, Max Beckmanns Die Nacht und Edward Hoppers Nighthawks – diese spektakulären Gemälde sind zu Ikonen der Klassischen Moderne geworden. Sie verweisen auf die existentielle Bedeutung, welche die Künstler der Nacht beimessen. Die Auseinandersetzung mit hell erleuchteten Großstadtnächten und dunklen Orten, mit Ängsten und inneren Traumwelten beschäftigt die Kunst bis heute. In der Dunkelheit verschwimmen die Konturen, der Raum scheint sich aufzulösen und die Zeit langsamer zu vergehen. Mit mehr als 50 Gemälden, Fotografien, Filmen und Installationen von 22 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert die Ausstellung verschiedene Facetten dieses Themas. Dazu gehören Selbstbeobachtungen im Schlaf, aber auch Stadt-Aufnahmen, die – wie bei Thomas Ruff – mit Nachtsichtgeräten entstanden sind. Neue Medien und Techniken haben die Darstellungsformen ebenso erweitert wie die Bilderwelt des Kinos. Infos

Kate Waters, Bond Street, 2008, Öl auf Leinwand, 165 x 200 cm, Privatsammlung, courtesy Galerie Voss, Düsseldorf Quelle/Autor: © Galerie Voss, Düsseldorf
Ausstellung: Le Grande Geste! - Informel und Abstract Expressionism vom 10.04. - 10.08.2010 im museum kunst palast in Düsseldorf
Die Ausstellung Le grand geste! zeichnet mit 150 Gemälden den Weg und die künstlerische Entwicklung von Informel und Abstraktem Expressionismus nach: ein Weg, der von Frankreich und Amerika durch Deutschland, Italien, Holland, Spanien und andere europäische Länder führte.

Die künstlerische Avantgarde nach 1945 – zerrissen und desillusioniert, aber auch in höchstem Maße moralisch und existentiell motiviert – suchte nach Ausdrucksformen, die nicht durch die unmittelbare Vorgeschichte des Weltkriegs korrumpiert waren und größtmögliche Freiheit beim Entstehungsprozess ermöglichten.

Die jungen Künstler, die z.T. an Bildpraktiken des Surrealismus anknüpften, experimentierten mit neuen Materialien und Prozessen, die das formale und konzeptuelle Spektrum enorm erweiterten: So wurde Farbe gegossen und geträufelt, wurden Malgründe zerkratzt oder der Malvorgang extrem beschleunigt. Auf dem Boden liegende Leinwände entwickelten sich zur Bühne des Künstlers. Hier kündigte sich bereits der Übergang zur späteren Aktionskunst an, was auch der von Harold Rosenberg für die gestische Malerei der USA geprägte Begriff „Action Painting“ verdeutlicht. Infos

Jackson Pollock, Number 5 (Elegant Lady), 1951
Öl auf Leinwand, 145 × 139
E.ON AG, Düsseldorf, © VG-Bild-Kunst, Bonn 2010
Ausstellung: Die Geschichte einer Liebe - Daphnis und Chloé von Marc Chagall vom 10.04. - 20.08.2010 im Kunstmuseum in Mülheim
Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr präsentiert aus seiner reichen Sammlung die meisterhafte Grafikserie Daphnis und Chloé von Marc Chagall. Zuletzt war sie 2007 im Mülheimer Kunstmuseum in der Ausstellung Von Höllenfahrten und Liebesschwüren zu sehen. Von Januar bis März 2010 wurde diese Serie als Leihgabe des Kunstmuseums Mülheim im Herforder Kunstverein mit großem Erfolg gezeigt.

Dieser Zyklus umfasst 42 Lithografien und fußt auf eine der großen Liebesgeschichten der Weltliteratur, den Liebes- und Hirtenroman Daphnis und Chloé des antiken Dichters und Rhetorikers Longos. Vermutlich im 3. Jahrhundert auf der ägäischen Insel Lesbos geschrieben, erzählt er die Geschichte von Daphnis und Chloé, die als Kinder elternlos bei Hirten aufwuchsen.  Infos


Marc Chagall, Daphnis und Chloé, 1961, Lithografie, Grafische Sammlung Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010 Quelle/Autor: Kunstmuseum
Ausstellung: Jochen Lempert vom 23.04. - 13.06.2010 im Museum Ludwig in Köln
Der 1958 geborene und in Hamburg lebende Künstler Jochen Lempert arbeitet seit den 1990er Jahren mit der Kennerschaft eines ausgebildeten Biologen, dem Blick eines Fotografen und den Verfahren eines Wissenschaftlers. Auf 500 qm Ausstellungsfläche wird nun Jochen Lemperts Werk der letzten 15 Jahre vorgestellt. Seine Fotografien sind der Natur- und Tierwelt gewidmet. In seinen frühen Arbeiten untersucht Lempert, wie die Tierwelt im Spannungsfeld von Natur und Kultur anthropomorph gedeutet oder industriell genutzt wird, und zeigt, wie sie sich unbeobachtet
im urbanen Raum neue Nischen erobert. Infos

Jochen Lempert, oT, 2009, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Ausstellung: Johann Wilhelm Schirmer - vom Rheinland in die Welt vom 24.04. - 29.08.2010 im museum kunst palast in Düsseldorf
Innerhalb der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts gewinnen Freilichtstudien eine wegweisende Bedeutung. Im Oeuvre Schirmers können sie als ein Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens angesehen werden, denn seine Studien aus Italien sind von herausragender Qualität und großer künstlerischer Freiheit.
Erstmals werden alle Studien dieser arkadischen Landschaft aus eigenem Bestand und weiteren öffentlichen und privaten Sammlungen zusammengeführt. Weitere Gemälde und Zeichnungen Schirmers aber auch seiner Zeitgenossen wie August Lucas, Ernst Fries oder Ernst Willers werden dazu in Vergleich gesetzt. Maltechnische Untersuchungen geben Auskunft über den beschleunigten Malvorgang des Freilichtmalens. Infos

Johann Wilhelm Schirmer, „Via Mala“, 1853
Öl auf Leinwand, Privatbesitz
Foto: Düsseldorf, museum kunst palast, Horst Kolberg
Ausstellung: Spot on 05 - "Bleiberecht für Diana" vom 08.05. - 29.08.2010 im museum kunst palast in Düsseldorf
Hinter dem Titel SPOT ON verbirgt sich die Ausstellungsreihe im museum kunst palast, für die mehrere Projekträume im halbjährlichen Rhythmus aktuell eingerichtet werden. In unserem lebendigen und offenen Museum will sich das Programm weder auf die jüngste Zeit noch auf einzelne Gattungen beschränken. So bieten die Räume den Ort für Präsentationen besonderer Werkgruppen aus der Museumssammlung.

Es werden auch wichtige Neuerwerbungen vor- und zur Diskussion gestellt und kleine Ausstellungen von in Düsseldorf lebenden oder mit Düsseldorf in einer besonderen Beziehung stehenden Künstlerinnen und Künstlern präsentiert.  Infos

Markus Vater
Still aus "Das Metapherproblem" ,
Animation 20min,
Courtesy: Sies+Hoeke Galerie, © Markus Vater , 2010
Eröffnungsausstellung: Weltsichten - Landschaft in der Kunst vom 08.05. - 21.11.2010 im Kubus im Parkgelände Haus Weitmar in Bochum
Die Stiftung Situation Kunst hat den Bau eines multifunktionalen Erweiterungsgebäudes der Ruine des Hauses Weitmar initiiert. Dieses Gebäude (der sog. „Kubus“) wurde seit Mai 2009 nach den Plänen der Architekten Pfeiffer, Ellermann und Preckel aus Münster in der Ruine des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Haus Weitmar errichtet. Anlässlich der Eröffnung zeigt die Stiftung dort bis November 2010 die zweiteilige Ausstellung Weltsichten.

Wie kaum ein anderes Medium eignet sich die künstlerische Landschaftsdarstellung dazu, die Rolle des Individuums in der Welt bzw. den Blick des Einzelnen auf seine jeweilige Umwelt zu reflektieren: Landschaftssicht ist immer auch Weltsicht. In diesem Sinn sind Werke der Landschaftskunst kaum jemals als bloße Abbilder einer tatsächlichen Landschaft zu verstehen. Vielmehr bündeln sich in ihnen kollektive und individuelle Perspektiven und offenbaren sich gesellschaftliche Modellvorstellungen ebenso wie private Wünsche, Ängste und Sehnsüchte. Jeweils aktuelle gesellschafts- und kulturgeschichtliche Entwicklungen werden dabei zuweilen differenziert gespiegelt oder sogar vorweggenommen; in anderen Fällen entstehen träumerische, melancholische oder kritische Gegenbilder zur jeweils erlebten Realität. Infos


Philips Wouwerman, Reisende bei der Rast vor tiefer Flusslandschaft, 1649
Ausstellung:  Der Dritte Mann - Franz Krause vom 11.05. - 25.07.2010 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Willi Baumeister und Oskar Schlemmer prägen das Bild des Künstlerkreises (1937-1942) um den Wuppertaler Lackfabrikanten Kurt Herberts. Als „entartet“ diffamiert, konnten beide seit 1937 nur in Isolation und Anonymität künstlerisch arbeiten. In seinem Wuppertaler „Institut für Malstoffkunde“ schirmte Herberts sie gegen den Nationalsozialismus ab und garantierte Arbeitsfreiheit. Die Fensterbilder, mit welchen Schlemmer sein Lebenswerk abschloss, entstanden in der inneren Emigration seines Wuppertaler Ateliers. Baumeister fand durch die maltechnischen Experimente des Kreises zu seinem Spätwerk. Wenig bekannt ist der Name des Dritten im Bunde: Franz Krause (1897-1979), dessen Anteil an den Kooperationsaufgaben nicht unterschätzt werden darf. Seit 1937 in Wuppertal lebend, befeuerte er als Architekt eine Reihe von Gemeinschaftsprojekten des Arbeitskreises durch seine experimentelle, spielerische Arbeitsweise. Die maltechnischen Versuchsreihen tragen auch seine Handschrift, beispielhaft ist die gemeinsam erarbeitete Lacktafel-Serie. Mit Oskar Schlemmers Lackschrank- und Lackkabinett-Entwürfen und weiteren Zeichnungen bietet die Ausstellung einen Einblick in das Aufgabenfeld, zu dem auch eine Reihe von Publikationen wie der Band „Modulation und Patina“ gehörten. Infos

Franz Krause, ohne Titel, Aquarell Abklatschtechnik, undatiert
Ausstellung: Do you see me? / Siehst Du mich? vom 12.05. - 04.08.2010 in der Galerie m in Bochum
„Do you see me?“ spielt auf das Verhältnis zwischen Künstler, Portraitiertem und Betrachter an. Die Arbeiten der Malerin Caroline von Grone, der Fotografen Frank Höhle und Oliver Godow sowie der mit Fotografie und Film arbeitenden Künstlerin Melanie Manchot beziehen den Betrachter in ein spannungsreiches Geflecht von Blicken ein. Die Ausstellung reflektiert über Aspekte, wie verschiedene Medien unsere Wahrnehmung lenken und wie wir selbst eingebunden sind in die Konstellationen aus Fremdinszenierung, Selbstpräsentation, Betrachtung und Beobachtung.

Dabei gerät nicht nur das „Image“ der Dargestellten in den Fokus. Auch der umgebende Ort, ob inszeniert, imaginiert oder real, spielt eine Rolle als bildgestaltendes Element, Schau-Platz oder zentrales Motiv. Infos

© Frank Höhle, Portrait I, 2008
Ausstellung: Agents & Provocateurs - Kunst im Sozialismus vom 14.05. - 18.07.2010 im U - Zentrum für Kunst und Kreativität in Dortmund 
Kunst im Sozialismus – so lautet das Oberthema einer Ausstellung, die der Hartware MedienKunstVereins (HMKV) im Dortmunder U zeigt. Zu sehen sind provokative und subversive künstlerische Strategien, die während des Sozialismus in osteuropäischen Ländern entwickelt wurden.
Welches kritische Potential haben diese Strategien tatsächlich gehabt, und welche Bedeutung kommt ihnen heute, unter anderen Bedingungen, zu? Künstlerinnen und Künstler aus Osteuropa, aber auch aus Deutschland, den USA oder Österreich, geben mit ihren Installationen, Filmen und Strategien Antworten. Die Ausstellung ist ein Beitrag des Festivals "scene: ungarn in nrw". Infos

Julius von Bismarck, The Image Fulgurator, 2008
Ausstellung: Alexej von Jawlensky und Josef Albers - Farbe. Abstraktion. Serie vom 16.05. - 29.08.2010 im Quadrat in Bottrop 
Die Ausstellung Alexej von Jawlensky und Josef Albers. Farbe. Abstraktion. Serie ist ein seltenes Gipfeltreffen, bei dem sich zwei weithin bekannte Künstler begegnen, deren Gemeinsamkeiten bisher noch nicht wirklich entdeckt worden sind. Obwohl es in den Arbeiten von Josef Albers keinerlei Verweis auf Gegenständliches gibt, setzt die Farbe in ihrer eigenen Dynamik die gemeinsame Klammer zu Alexej von Jawlensky. Erstmals werden diese beiden Künstler gemeinsam im Josef Albers Museum gezeigt, das über die größte öffentliche Sammlung von Werken dieses Künstlers verfügt. Dabei werden etwa 50 Werke von Josef Albers mit ebenso vielen Gemälden von Alexej von Jawlensky präsentiert. Es handelt sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Josef Albers Museum mit dem Museum Wiesbaden, das die größte Sammlung von Arbeiten Jawlenskys verwahrt. Die Ausstellung bringt die gegenständliche Malerei Jawlenskys mit den Abstraktionen von Josef Albers in eine künstlerisch-ästhetische Beziehung. Infos

(c)Jawlensky, Große Meditation: Johannes der Täufer
Ausstellung: Ainu erzählt - Leben und Alltag der Frau in der Steinzeit vom 16.05. - 27.09.2010 im Museum für Naturkunde in Dortmund 
Einer der bedeutendsten Einschnitte in der Geschichte der Menschheit vollzog sich an der Wende vom Mesolithikum zum Neolithikum im Nahen Osten. Bis dahin lebten die Menschen als nicht-sesshafte Wildbeuter. Nahrung und andere lebenswichtige Rohstoffe beschafften sie sich durch Jagen und Sammeln. Vor erst 10.000 Jahren wurden sie sesshaft und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Mit dem Wechsel von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsform begann eine gezielte und durchgreifende Veränderung der Umwelt durch den Menschen und ein deutlicher Bevölkerungsanstieg.

In den Rekonstruktionen steinzeitlichen Lebens scheinen Männer die Hauptakteure zu sein. Frauen dagegen wird meist nur eine Statistenrolle zugewiesen. Die heutigen Vorstellungen über ihr Leben, ihren Alltag und ihre gesellschaftliche Wertigkeit spiegeln oft nur die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse wider. Stereotypen, wie sie aus historischer Zeit oder der Gegenwart bekannt sind, werden voreilig auch auf steinzeitliche Kulturen übertragen. Anlass genug, anhand zahlreicher Ausstellungsstücke ein Stück steinzeitlicher Alltagswirklichkeit lebendig werden zu lassen, in der besonders die Rolle der Frau berücksichtigt wird. Im Vergleich zweier grundsätzlich verschiedener Lebensweisen der Steinzeit, der wildbeuterischen des Jungpaläolithikums und der bäuerlichen des Neolithikums, zeigen Exponate und Inszenierungen, wie Umwelt und Lebensstrategien das Arbeitsleben der Frauen und ihre gesellschaftliche Wertigkeit prägten. Begleitet wird der objektive Ausstellungsdiskurs von einer fiktiven Erzählebene, in der zwei Frauen – Ainu, die Wildbeuterin, und Lara, die Bäuerin – zu Wort kommen und aus ihrem Leben berichten. Infos


(c) Museum für Naturkunde, Dortmund, Darstellung einer steinzeitlichen Statuette
Ausstellung: A Different Similarity - Aktuelle Kunst aus Korea vom 20.05. - 27.06.2010 im Kunstmuseum in Bochum 
Die jüngere Künstlergeneration Koreas greift die widersprüchlichen Facetten der heutigen kulturellen Identität des Landes auf. Mit den digitalen Medien bereits aufgewachsen, bleiben diese Künstler doch aufgeschlossen für die spirituellen Traditionen ihres Landes. In ihren künstlerischen Arbeiten unternehmen sie den Versuch, die überlieferten Werte und Symbolstrukturen neu zu betrachten und in einem zeitgenössischen Horizont wieder zu beleben. Die beharrliche Verarbeitung alter, bisweilen kitschig anmutender Fundstücke steht für diese besondere, Zeiten und Räume übergreifende kulturelle Sensibilität. Im Rückgriff auf analoge und digitale Darstellungsmittel bringen sie heterogene, in sich durchaus auch widersprüchliche Vorstellungs- und Bildwelten hervor. Ihr Ausdruckspotential ist grenzen- und uferlos. Dem entspricht die interdisziplinäre Anwendung der verschiedensten künstlerischen Verfahren und Techniken: A Different Similarity ist so eine Formel für einen sicherlich auch hybrid zu nennenden künstlerischen Ansatz, der einer durch rasante Reformen und Umbrüche gekennzeichneten Gesellschaft angemessen ist. Die Ausstellung spiegelt die Faszination einer Umbruchssituation, die durch den unmöglich erscheinenden Brückenschlag von Geschichte und Gegenwart, von traditionell verwurzelten Symbol- und Geisteswelten zum digitalen Medienzeitalter geprägt ist. Infos

Moon Sungsic - Rainy days
Ausstellung: Albert Oehlen vom 29.05. - 22.08.2010 im Emil Schumacher Museum in Hagen 
Albert Oehlen (geboren 1954 in Krefeld) gehört zu den führenden deutschen Malern der Gegenwart. Seit seinen künstlerischen Anfängen zu Beginn der 80er Jahre ist das Thema seiner ‚postungegenständlichen‘ Malerei das Malen selbst. Den Hintergrund seiner Arbeit bildet die Frage nach den Bedingungen, unter denen Gemälde erschaffen, gesehen und interpretiert werden.

Seit 2007 bearbeitet Albert Oehlen Fragmente und Ausschnitte großflächiger Plakate mit Farbgesten, deren Sprache sich zwischen ironischem Kommentar der fragwürdigen Ästhetik der darunterliegenden Werbung und dem freien Aufgreifen der dort gefundenen Formen bewegt. Die oft sparsam aufgetragenen Gesten verändern die grellen Poster zu abstrakten Bildfloskeln von aufregender Intensität. Auf diese Weise überführt er die Plakate aus ihrer ursprünglichen Bestimmung einer banalen, zielgerichteten Aussage in einen ästhetischen Zustand, der einem Klang, Geruch oder einer Atmosphäre entspricht. Seit 2008 entstehen Gemälde, aus denen die Plakatmotive völlig verschwunden sind, Bilder von großer Leichtigkeit, deren gestische Motivwelt wie farbiger Dunst über der Leinwand liegt. Infos

ALBERT OEHLEN, FM 25, 2008
Ausstellung: Building Memory vom 29.05. - 08.08.2010 im U - Zentrum für Kunst und Kreativität in Dortmund 
Die Ausstellung Building Memory untersucht die Architektur bzw. Architekturen der Erinnerung. Vier international renommierte Videokünstlerinnen und –künstler – Yael Bartana (Israel/Niederlande), Miroslaw Balka (Polen), Deimantas Narkevicius (Litauen) und Marcel Odenbach (Deutschland) – setzen sich in filmischen Neuproduktionen, die speziell für diese Ausstellung in Auftrag gegeben worden sind, mit der Architektur von Gedenkstätten und Mahnmalen, aber auch mit Medien als Orten für Erinnerung und Geschichte auseinander. Alle Arbeiten sind 2008-2009 im postsozialistischen Kontext Mittel- und Osteuropas entstanden und widmen sich unterschiedlichen Aspekten der traumatischen europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts – in Polen, der ehemaligen DDR und mit Blick auf die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948. Infos
Kunstprojekt: Goldenes Dorf - Basis vom 29.05. - 05.09.2010 am Stadthafen von Recklinghausen 
Das goldene Dorf - BASIS
- besetzt und bespielt den Stadthafen von Recklinghausen im Ausstellungsraum 3 der EMSCHERKUNST. 2010.
- ist ein Aktionszentrum und Konzentrationspunkt für die gesamte Emscher-Insel.
- bietet einen Ausstellungsraum für die Präsentation der Ideen, Entwürfe und Projekte der Studierenden und ihrer Gäste.
- bietet Raum für temporäre Aktivitäten anderer Kunstformen wie Musik, Literatur, Theater.
- ist ein kunstpädagogisches Projekt. Es vermittelt die Kunst an die Gäste der Kulturhauptstadt und an die Bevölkerung vor Ort. Es verschafft Zugang zur und Informationen über die ganz junge Kunst und ihre Entstehungsbedingungen.
- ist ernsthafte Forschung und zugleich freies, offenes Spiel mit den Möglichkeiten und Anregungspotentialen des Ortes und der Region.
- ist eine Kunsthochschule auf Zeit, eine temporäre, flexible und provisorische Kunstakademie.
- erprobt neue künstlerische Formen und ermöglicht zugleich die Einbeziehung aller künstlerischer, auch traditioneller Techniken: Performance und Installation, Archiskulptur und Bildhauerei, Malerei und Neue Medien.
- wird eine temporäre Architektur zeigen und nutzen wie auch Einzelprojekte realisieren.ist als Hochschulprojekt Gastgeber für andere Kunstakademien (und Hochschulen) und deren Studierende. Infos

Maria Gerdwilker und die Projektgruppe Home Sleep Home, Foto: Dieter Burgholz
Ausstellung: "An die Natur - Zeitgenössische Kunst aus der ALTANA Kunstsammlung" vom 29.05. - 05.09.2010  in der Langen Foundation in Neuss
Im Fokus der Ausstellung steht eines der ältesten und wichtigsten Sujets der Kunst: Die Natur. In all ihrer Vielfältigkeit bleibt die Natur für die Menschheit stets ein Faszinosum.

Der Umgang des Menschen mit seiner Umwelt ist keineswegs nur ein aktuelles Thema der gegenwärtigen Gesellschaft und der zeitgenössischen Kunst. Zu allen Zeiten gab es eine bewusste Auseinandersetzung mit der belebten natürlichen Umgebung. Nach einer anfangs romantischen Sicht auf die Natur im 19. Jahrhundert durch den Impressionismus, thematisieren Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts verstärkt die Gefährdung der Natur und den Eingriff durch den Menschen. Die Natur ist in der zeitgenössischen Kunst nicht selten Ausdruck der Reflexion des Individuums über seinen Ursprung und seine Stellung in der Welt.
In der Ausstellung „An die Natur“ werden rund 60 Exponate internationaler zeitgenössischer Kunst aus der ALTANA Kunstsammlung gezeigt. Bekannte Künstler wie Georg Baselitz, Daren Almond, Markus Lüpertz, Anselm Kiefer, Per Kirkeby und Norbert Tadeusz u.a. zeigen die Spannbreite des Themas „Natur“ in den Gattungen Malerei, Fotografie und Collage. Ihre Arbeiten offenbaren einerseits die individuelle Auseinandersetzung mit der natürlichen Umgebung, andererseits laden sie zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Wechselverhältnis von Natur, Mensch und Kunst ein. Infos

Blick in die ALTANA Ausstellung "An die Natur"
Ausstellung: NudeVisions - 150 Jahre Körperbilder in Fotografie und Malerei vom 01.06. - 15.08.2010 im Von der Heydt-Museum in Wuppertal
Die Ausstellung widmet sich einem der wichtigsten, reizvollsten und interessantesten Themen der Fotografie: der Aktfotografie. Mit einer umfangreichen Auswahl von Beispielen aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum stellen wir die Entwicklungen, Möglichkeiten und Höhepunkte der künstlerischen Aktfotografie von ihren Anfängen bis heute vor.
Sehr geläufig im 19. Jahrhundert waren die so genannten „Akademien“, Bildtafeln, die sich an kunsthistorischen Vorbildern der Antike und der Renaissance orientierten und Zeichnern, Malern und Bildhauern als Studienvorlage dienten. Bald entwickelten Fotografen eigene künstlerische Ambitionen und inszenierten, zunächst im Atelier, ihre Aktmodelle in mythologischen oder historischen Rollen. Ab 1870/80 entstanden – als Visionen eines irdischen Arkadiens – die ersten Freilichtakte im mediterranen Süden Italiens und Nordafrikas. Infos

Gerhard Riebicke, Paar beim Ausdruckstanz, um 1930 © Bodo Niemann und Münchner Stadtmuseum
Ausstellung: Container-Transit vom 04.06. - 27.06.2010 im Kunstverein Duisburg
Das Ruhrgebiet ist im Jahr 2010 Kulturhauptstadt Europas. Duisburg, mit dem größten Binnenhafen Europas wird zum Hafen der Kulturhauptstadt.

14 Kunstvereine des Ruhrgebietes haben zum Kulturhauptstadtjahr 2010 ein gemeinsames Projekt entwickelt: "GrenzGebietRuhr". Der Kunstverein Duisburg e.V. beteiligt sich.

Containertransit (2010) ist das Teilprojekt des Duisburger Kunstvereins, das vordringlich die Außenbeziehungen des Ruhrgebietes thematisiert. Ausgeformt wird das Projekt entlang der Transitstrecken Duisburg – Rotterdam und Duisburg – Antwerpen.

Vier Verortungen geben den gestalterischen Rahmen, über den sich Künstler entlang der Transitstrecke verbinden. Künstler arbeiten innerhalb ihres Werkes, das definiert ist durch persönliches Erleben, durch einen Lebensraum, durch die Auseinandersetzung mit Bekanntem und Unbekanntem und durch die Fähigkeit Neues zu materialisieren.

Das Gesamtprojekt GrenzGebietRuhr ist auf der Contemporary Art Ruhr in der Zeche Zollverein in Essen vertreten. Im Rahmen dieser Präsentation stellt der Kunstverein Duisburg sein geplantes Container-Transit-Projekt anhand eines Modells vor. Das Gesamtprojekt GrenzGebietRuhr war auf der Contemporary Art Ruhr in der Zeche Zollverein in Essen vertreten. Infos

Ausstellung: Wolf Vostell - Das Theater ist auf der Straße vom 06.06. - 15.08.2010 im Museum Morsbroich in Leverkusen
Wolf Vostell (Leverkusen 1932–1998 Berlin) gelang es durch seine herausragende Innovationsfähigkeit und sein ausgeprägtes Kommunikationstalent Bildende Künstler, Schriftsteller und Musiker aus aller Welt zu vernetzen und in kollektive Aktionen einzubinden. Zwischen 1954 und 1988 realisierte er über 50 Happenings. Vostells bahnbrechender Schritt aus dem Atelier hinaus auf die Straße ebnete den Weg für Ereignisse (Happenings), die seine Mitmenschen in den künstlerischen Prozess einbezogen, um sie zu kreativem Handeln in der Gesellschaft zu bewegen. Infos

(c) Das Theater ist auf der Straße Die Happenings von Wolf Vostell
Ausstellung: Abraham David Christian - Der Weg vom 11.06. - 29.08.2010 im Museum Küppersmühle in Duisburg
Erstmalig zeigt Abraham David Christian im MKM „Hayama_7 : Türme der Weisheit", eine neue Gruppe monumentaler Bronzeskulpturen. Die Werke des zweifachen documenta-Teilnehmers zeugen von der intensiven Beschäftigung mit dem kulturübergreifenden menschlichen Formenschatz und bewegen sich auf der Grenze zwischen Minimalismus und Sinnlichkeit, Zerbrechlichkeit und Wucht. In seiner Werkschau im MKM präsentiert Christian in sieben Räumen Skulpturen aus Bronze, Gips und Papier sowie Zeichnungen. Der Künstler (*1952) lebt und arbeitet in Düsseldorf, New York und Hayama, Japan. Infos
Ausstellung: Afghanistan - Gerettete Schätze vom 11.06. - 03.10.2010 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn 
Erstmals in Deutschland präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle den legendären Nationalschatz Afghanistans, der wie durch ein Wunder Jahre des Bürgerkriegs und der Zerstörung überdauerte.

Die spektakulären Gold-, Silber- und Elfenbeingegenstände sind Zeugen des Königreichs Baktrien, einer Zivilisation, die sich im antiken Afghanistan an den Schnittstellen der Kulturen entlang der Seidenstraße entfaltete und so zum Schmelztiegel der unterschiedlichsten kulturellen Strömungen aus Ost und West wurde. Infolge des Alexanderfeldzugs um 330 v. Chr. zogen mehr und mehr Griechen und Makedonier in die antike Kulturlandschaft, wo sie die baktrische Hochkultur mitbegründeten. In der Ausstellung ist die Synthese der Kulturen sofort erkennbar. Bei den gezeigten Exponaten verschmelzen griechische, persische und indische Motive. So findet sich z. B. eine detailreich gearbeitete Aphrodite mit Engelsflügeln und indischem Bindi (Stirnpunkt) neben einem auf einem Delphin reitenden Eros. Infos

„Flussgöttin“ auf einem Makara stehend, Afghanistan, Begram,
1. Jh. n. Chr., Elfenbein, Höhe 45,6 cm Afghanisches Nationalmuseum
Foto: Thierry Ollivier © Musée Guimet/Réunion des musées
nationaux (RMN), Paris
Ausstellung: Zu(m) Tisch  - Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig von der Antike bis Picasso, von Dürer bis Demand vom 13.06. - 12.09.2010 in der Ludwig Galerie in Oberhausen
In dieser ungewöhnlichen Präsentation zeigt die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zum Kulturhauptstadtjahr 2010 eine umfangreiche Ausstellung zum künstlerischen Umgang mit dem Tisch. Die international verzweigten qualitätvollen Sammlungsbestände von Peter und Irene Ludwig bilden hierbei den Ausgangspunkt. Ein Panoptikum von Tischen entfaltet ungewöhnliche Sichtweisen. Antike Gefäße, mittelalterliche (Altar-) Tische oder Stillleben des 17. Jahrhunderts werden mit Tendenzen des 20. und 21. Jahrhunderts konfrontiert. Mit-, neben- und gegeneinander zeugen die Positionen von den unterschiedlichsten Herangehensweisen. Kein kulturhistorisches Erforschen der Tischkultur findet statt, vielmehr ist es ein Sichtbarmachen innerer Zusammenhänge, die zunächst häufig ein höchst unterschiedliches Auftreten vorweisen. Infos

(c) Andy Warhol, Campbell's Soup Can I 
Ausstellung: Ted Partin - Eyes look through you vom 13.06. - 19.09.2010 im Museum Haus Esters in Krefeld
Der Titel der Ausstellung, Eyes Look Through You, beschreibt treffend die Wirkung der Fotografien von Ted Partin auf den Betrachter. Die unterschiedlichen jungen Menschen, die Partin im häuslichen Ambiente, auf den Straßen von Großstädten, im Auto oder im Freien festgehalten hat, schauen uns zumeist unverwandt und offen an. Ihre Blicke ziehen uns immer wieder in den Bann, und dennoch scheinen nicht allein wir als Betrachter der Adressat der augenblicklichen Aufmerksamkeit zu sein. Vielmehr sind die Personen, obwohl sie während der Aufnahme unmittelbar in das Objektiv schauen, offenbar auch mit sich selbst beschäftigt. Der Betrachter wird damit zum Vertrauten und Voyeur zugleich.
Diese eigentümliche Stimmung der Fotografien nimmt ihren Ausgangspunkt in dem traditionellen Aufnahmeverfahren, das Ted Partin anwendet und das der Schnelllebigkeit des heutigen digitalen Bildtransfers diametral entgegensteht: Partin arbeitet mit einer 8 x 10 Zoll Deardorff Fachkamera, einer Plattenkamera, deren Ausstattung an technische Vorgehensweisen des 19. Jahrhunderts erinnert. Das Aufbauen und Einrichten dieser Kamera erfordert einen erheblichen zeitlichen Aufwand. In dieser Phase stimmen sich der Fotograf, die Kamera und das Motiv, der Mensch, aufeinander ein. Es entsteht ein Bewusstsein für die Wahrnehmung des jeweils anderen. Der aufwendige fotografische Prozess löst zugleich eine Betrachtung des Selbst bei der dargestellten Person aus, die sich ebenso in das Bild einschreibt. Die Menschen präsentieren sich in den Fotografien von Ted Partin daher immer in einer Art natürlicher Pose, einer Haltung, in der sich ein privater und öffentlicher, ein intimer und distanzierter Anteil vermischen. Infos

Ted Partin Bushwick I, 2009, Cibachrome, 20 x 25 cm, Unikat
Courtesy Ted Partin, Galerie Thomas Flor, Düsseldorf
© Ted Partin
Ausstellung: Artic Perspective - Third Culture vom 18.06. - 10.10.2010 in der Phoenix Halle in Dortmund 
Das Kooperationsprojekt richtet den Blick auf die globale kulturelle und ökologische Bedeutung der Polarregionen.

Diese sind zugleich aktuelle Zonen geopolitischer Konflikte wie auch potentielle Räume transnationaler und interkultureller Kooperation und Zusammenarbeit. Mit dem Klimawandel rückt die wirtschaftliche Ausbeutung von noch unerschlossenen Energie- und Rohstoffreserven in den Polarregionen zunehmend in den Bereich des Möglichen.

Das Kooperationsprojekt Arctic Perspective – Third Culture betont dagegen, dass die Polarregionen nicht nur von ökonomischer Bedeutung sind. Viel mehr sind die (bewohnte) Arktis und die (unbewohnte) Antarktis und die radikalen kulturellen und ökologischen Veränderungen, die sich an den beiden Polen vollziehen, zentral für ein kritisches Verständnis des komplexen globalen Systems, das aus dynamischen Beziehungen zwischen Kultur, Ökonomie, Geopolitik und Ökologie besteht. Infos
Ausstellung: Unexpected - Von der islamischen Kunst zur zeitgenössischen Kunst vom 19.06. - 10.10.2010 im Kunstmuseum in Bochum 
Die Ausstellung UNERWARTET / UNEXPECTED stellt in Anknüpfung an die beiden vorhergehenden Großprojekte des Kunstmuseums Bochum - "Zen und die westliche Moderne" (2000) und "Das Recht des Bildes - Jüdische Perspektiven in der modernen Kunst" (2003) - eine kulturelle und ästhetische Austauschbeziehung dar. Die Präsentation visualisiert auf drei sich bedingenden Ebenen Einflüsse und Potenzen islamisch geprägter Kulturräume und eröffnet auf dieser Basis eine internationale Perspektive. Von Bochum ausgehend werden unmittelbar benachbarte sowie weit entfernte Orte unter historischen, kulturellen und künstlerischen Aspekten kartographiert. Infos

Mounir Fatmi "hard head", 2009, Wandmalerei, c/o Galerie Conrads, Düsseldorf
Ausstellung: Wunschbox - Fotografien zum Straßenstrich vom 26.06. - 15.08.2010 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund 
Iris Wolf, eine Absolventin der Fachhochschule Dortmund, widmet sich mit ihrer künstlerisch-dokumentarischen Arbeit dem recht irdischen Gewerbe auf dem Straßenstrich in der Ravensburger Straße.

Noch immer gelten Prostituierte als gesellschaftliche Außenseiter, ist ihre Arbeit mit Tabus belegt und wird sowohl von ihnen selbst als auch von ihren Kunden meist in Anonymität betrieben und genutzt. Auf der Ravensberger Straße befindet sich der legale Straßenstrich Dortmunds. Mit der Verlagerung der Prostitution aus den Wohnvierteln der Nordstadt ging die Legalisierung der Arbeit der Prostituierten einher. Seit Jahren setzt sich die Kommunikations- und Beratungsstelle für Prostituierte, kurz Kober, für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz dieser Frauen ein. Nach einer langen und kontrovers geführten lokalpolitischen Debatte wurden 2006 in der Ravensberger Straße die geforderten Sicherheitsboxen errichtet.

"Wunschbox" entstand in den Jahren 2004 bis 2006 und gehört zu einer Reihe von Arbeiten der Fotografin Iris Wolf, die sich mit sozialkritischen und gesellschaftsrelevanten Themen befasst. Infos


Iris Wolf: Fotografie aus der Serie "Wunschbox"
Ausstellung: 64. Bergische Kunstausstellung vom 26.06. - 19.09.2010 im Kunstmuseum Baden in Solingen
Gezeigt werden in diesem Jahr Arbeiten von 14 Künstlern und Künstlerinnen, die in der Region verwurzelt sind, die im Bergischen Land leben und wirken. Die heterogene Schau, die traditionell unter keinem vorgegebenen Motto steht, gibt einen Einblick in das vielfältige Kunstschaffen der Region. Viele der teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen sind Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie und durch überregionale Ausstellungstätigkeiten bekannt. Es gibt aber auch Neues in der Ausstellung zu entdecken. Die Beschränkung auf relativ wenige Künstler führt zu einer Auswahl, die keinen breiten Überblick über die junge Kunstszene im Großraum des Bergischen Land gibt. Ziel war es vielmehr aus der Vielzahl von Bewerbungen die innovativsten und interessantesten Positionen herauszufinden und vorzustellen. Infos

Joseph Sracic,The Arc, 2010, Öl auf Leinwand
Ausstellung: A Star Is Born - Fotografie und Rock seit Elvis vom 02.07. - 10.10.2010 im Folkwang Museum in Essen 
Die Fotografische Sammlung des Museum Folkwang zeigt unter dem Titel A Star Is Born. Fotografie und Rock seit Elvis eine große Sonderausstellung mit ca. 250 Ausstellungsobjekten, darunter Fotografien, Plattencovern, Zeitschriften und Autogrammkarten aus einem Zeitraum von rund 60 Jahren.

Gezeigt werden Werke von Ron Galella, Annie Leibovitz, Mark Seliger, Richard Avedon, Daniel Kramer, Mick Rock, Jerry Schatzberg u.a., die an der Mythenbildung von internationalen Stars wie Elvis Presley, Little Richard, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Frank Zappa, David Bowie oder Bands wie den Rolling Stones und den Beatles bis hin zu den White Stripes und Coldplay entscheidend Anteil haben. Stars auf beiden Seiten der Kamera prägen das Bild
der Rockmusik. Glamour-Porträts, journalistische Dokumente von Live-Auftritten, PR -Material aus den Studios der Plattenfirmen, wie auch Fotografien, die den Kult um Instrumente und Soundtechniken belegen, vervollständigen die erste große Ausstellung zu diesem Thema in Deutschland. Infos


Didi Zill, Mick Jagger, 1975 © Didi Zill

Ausstellung: Roy Lichtenstein - Kunst als Motiv im Kölner Museum Ludwig vom 02.07. - 03.10.2010
Mit "Roy Lichtenstein - Kunst als Motiv" richtet das Museum Ludwig den Blick auf einen wesentlichen Komplex im Oeuvre dieses Großmeisters der Pop Art. Neben Motiven aus Warenwelt und Comics schöpfte Lichtenstein immer wieder aus dem reichen Fundus kunsthistorischer Bildprogramme. Ästhetische Kanons von Expressionismus und Futurismus bis Bauhaus und Art Deco, Künstlerheroen von Picasso oder Matisse bis Mondrian oder Dali wurden von Lichtenstein analysiert und in seiner eigenen Bildsprache paraphrasiert.
So entstand ein faszinierend hintergründiges, meist ironisches Zusammenspiel aus Wesenszügen der jeweiligen Urbilder und deren subtiler Interpretation im für Lichtenstein typischen Formvokabular aus Farbflächen und Rasterpunkten. Infos


Roy Lichtenstein, Study for "Preparedness"/ Studie für das Bild Bereitschaft, 1968, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Ausstellung: Outdoor und Outside vom 03.07. - 11.09.2010 in der Kunsthalle in Recklinghausen 
Tadashi Kawamata im Dialog mit der Outsiderszene Ruhrgebiet (Ruhr.2010, RuhrKunstMuseen, mapping the region). Offzieller Beitrag der Kunsthalle Recklinghausen zu »Mapping the Region«, eine Ausstellungsreihe der RuhrKunstMuseen im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Auf dem Vorplatz der Kunsthalle Recklinghausen errichtet der japanische Künstler Tadashi Kawamata ein überdimensionales Turmmodell. Wie sein begehbarer Turm, realisiert im Rahmen der EMSCHERKUNST.2010 in Recklinghausen-Suderwich, symbolisiert es eine neue Sicht auf die urbane Landschaft an Lippe, Emscher und Ruhr. In einer parallelen Ausstellung zeigt die Kunst halle, ausgehend von einem Sammlungsschwerpunkt der Recklinghäuser Museen, die unterschiedlichen Facetten der Outsiderkunst im Ruhrgebiet. Kawamatas künstlerische Projekte haben immer auch eine soziale Dimension, etwa wenn er mit Handwerkern, Bewohnern oder auch gesellschaftlichen Randgruppen eines Ortes zusammenarbeitet. Dieser Aspekt spiegelt sich ebenfalls in der Ausstellung wider. Sie schlägt einen Bogen von der Naive über die Werke psychisch Kranker bis zu zeitgenössischen Erscheinungsformen einer „randständigen“ Kunst wie Street Art und Graffti, die wie Kawamata den öffentlichen Raum besetzen. Infos
Ausstellung: U-Westend - Geschichten aus dem Westend vom 09.07. - 19.09.2010 im U - Zentrum für Kunst und Kreativität in Dortmund 
Dortmund, tief im Westen rund um die Rheinische Straße: Hier gibt es Bauruinen und Baustellen, Spielplätze und kleine Nischen, überragt vom Dortmunder U. Was ist das eigentlich für ein Viertel rund um den U-Turm? Im Projekt "Geschichten aus dem Westend" begeben sich Kinder und Jugendliche auf Entdeckungsreise. Ihre Sicht aufs Viertel ist in einer Ausstellung im Dortmund U zu sehen.
Was ist charakteristisch für das Viertel rund ums U? Wenn Dortmunder Kinder und Jugendliche 2010 unter dieser Fragestellung ihre Eindrücke vom Stadtteil sammeln und verarbeiten, sind alle Methoden erlaubt: Fotografieren, Zeichnen, Abformen, Filmen, oder was ihnen sonst noch einfällt. Kontrastierend und ergänzend wird der Kölner Künstler Martin Brand den Stadtteil unter künstlerischer Fragestellung "scannen". Kunstwissenschaftler, Raumplaner, Architekten, Künstler, Lehrer und Studierende begleiten den Prozess, der in einer großen Ausstellung mündet.
Doch schon vorher werden die Entwicklungen in einem Projektbüro mitten im Stadtteil laufend im Schaufenster dokumentiert; Bewohner und Besucher können sich dort über das Projekt informieren. Wenn alle Ergebnisse dann im Museum Ostwall im Dortmunder U präsentiert werden, lernen die Besucher des neuen Zentrums für Kunst und Kreativität auch das Umfeld, die Geschichte, den Alltag und die Bewohner rund ums U kennen.
"Geschichten aus dem Westend" ist eine Kooperation zwischen dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaften und der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund, dem Museum Ostwall, dem Verein Jugend/Architektur/Stadt und der Jugendkunstschule balou.
"Geschichten aus dem Westend" nimmt teil an "Mapping the region", einem Ausstellungsprojekt der RuhrKunstMuseen (RKM) anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Infos
Ausstellungen: Wiederöffnung der Kunstsammlung am Grabbeplatz K20 am 10.07.2010 in Düsseldorf
Vom 10. bis 25. Juli 2010: Freier Eintritt ins K20 und K21 und kostenloser Museumsshuttle zwischen K20 und K21! 

Endlich ist es soweit: Nach zweijähriger Renovierung der Kunstsammlung am Grabbeplatz wird das sanierte und um 2000 m² erweiterte Haus wiedereröffnet. Hauptwerke der Sammlung und neue künstlerische Projekte bespielen die Räume und locken mit Vertrautem und Flüchtigem. Zur Wiedereröffnung der Sammlung am 10. Juli 2010 begrüßen wir Sie ab 14 Uhr zu einem großen Publikumsfest am Grabbeplatz. Mit zahlreichen kostenlosen Bildungs- und Vermittlungsangeboten für Kunstsammlungsfreunde jeden Alters laden wir Sie ein zum Anschauen, Mitmachen, Gestalten und Diskutieren. Infos


Erweiterung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K20 Grabbeplatz, Dissing + Weitling architektfirma a/s, Kobenhavn K, Dänemark
Ausstellung: "Intensif Station" - 26 Künstlerräume vom 10.07. - 04.09.2010 in der Kunstsammlung NRW K21 in Düsseldorf
Parallel zur Wiedereröffnung des K20 Grabbeplatz eröffnet das K21 Ständehaus die Ausstellung «Intensif-Station» – 26 Künstlerräume im K21. Wie bei der Sammlungspräsentation Silent Revolution, in der die Klassische Moderne mit zeitgenössischen Positionen konfrontiert wurde, bleibt auch bei «Intensif-Station» der Focus auf die Arbeit mit der Sammlung gerichtet. In den 26 Räumen des Ständehauses werden bestehende Rauminstallationen und Werkgruppen zusammen mit neuen Räumen präsentiert, die von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern eigens vor Ort entwickelt und eingerichtet wurden. Infos

Jan Christensen, Ohne Titel, 2010, Wandmalerei, Maße variabel, Courtesy der Künstler und c/o Gerhardsen Gerner
Ausstellung: Julius Popp - Transposition vom 11.07. - 19.09.2010 im Museum Haus Lange in Krefeld
Julius Popp beschäftigt sich mit der elementaren Gegenwärtigkeit digitaler Informationskultur und ihrer Aktualisierung in Bezug auf den Menschen. „Ich untersuche in meiner Arbeit die Unschärfe des Menschseins. Menschsein ist ein Prozess, der sich permanent verändert, anpasst und neu ausrichtet. Kultur verändert sich die ganze Zeit. Meine Installationen sind Bilder, mit denen die der Kultur zugrunde liegenden Strukturen langsam sichtbar werden.“

Seinen internationalen künstlerischen Durchbruch hatte Julius Popp mit der Installation bit-fall (2001/2006), einem Wasserfall, der Buchstaben und Wörter visuell erzeugt. In der Krefelder Schau im Museum Haus Lange, die als eine Überblicksausstellung mit wichtigen Arbeiten von Julius Popp aus der bit series, der micro series und der macro series sowie neuen Arbeiten wie Untitled (2010) aus der bit series konzipiert ist, wird sie in einem Video dokumentiert.
Mithilfe eines Computerprogramms, das auf einem statistischen Algorithmus basiert, werden in bit-fall aktuelle Begriffe aus dem online zugeschalteten Internet in Sequenzen von Wassertropfen übersetzt. Das amorphe Medium Wasser wird zum Träger kultureller Informationen, die nur für einen Bruchteil von Sekunden erkennbar sind und sich danach wieder auflösen. bit-fall ist eine Metapher für die Geschwindigkeit des heutigen Informationsflusses und die permanenten Veränderbarkeit von Wissen und Information. Infos


Julius Popp, micro.perpendiculars, 2008-2010
Installationsansicht mit Künstler
Foto: Jochen Hempel, Courtesy Dogenhaus Galerie, Leipzig
Ausstellung: Echoraum - Kleine Dinge vom 15.07. -17.10.2010 in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn 
ECHORAUM ist eine Kooperation der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland mit verschiedenen internationalen Medienhochschulen, die jeweils im Zwei-Jahres-Rhythmus wechselt. Im Ausstellungsbereich des Untergeschosses stellen Studenten und Absolventen der Hochschulen ihre Projekte im Sinne eines Experimentallabors vor.

So wird etwa das Verhältnis zwischen Qualität und Besucherzahlen durch die Rasenmäher-Zeichnung von Ralf Witthaus auf dem Dach der Bundeskunsthalle zur Diskussion gestellt. Carolina Redondo mit Self Mountain Training for a Substructure und Allan Gretzki mit Barcode, der nichts anderes als „Allan Gretzki“ bedeutet, besetzen den Raum der Bundeskunsthalle. Die Werke von Daniela Risch und Roshanak Zangeneh gehen von einer persönlichen Sicht aus, um politische Symbole und Ereignisse zu reflektieren, darunter den Bedeutungswandel des Palästinensertuches oder die Wiedervereinigung Deutschlands. Ira Decker, Lukas Marxt, Kiseong Kim und Timo Seber arbeiten mit dem Begriff der Skulptur und des Materials sowie der Wahrnehmung des Betrachters und liefern damit einen Beitrag zur Reflexion darüber, wie Medienkunst in ihren verschiedenen Ausformungen auftreten kann. Infos

Ralf Witthaus, „Qualitätsnachweis“,
2010, Rasenmäher-Zeichnung
Ausstellung: Der Westen leuchtet vom 17.07. - 26.09.2010 im Folkwang Museum in Essen 
In einer groß angelegten Schau, welche mit rund 3500 Quadratmetern fast die gesamte Sammlungs- und Ausstellungsfläche des wegweisenden Gebäudes von Axel Schultes einnimmt, zeigt das Kunstmuseum Bonn als Höhepunkt des Jahres 2010 DER WESTEN LEUCHTET, eine Standortbestimmung der Kunstlandschaft des Rheinlandes.

Die Ausstellung stellt zum einen die wichtigsten Künstlerinnen und Künstler der älteren Generation (von Richter bis Gursky) mit jeweils neuen Arbeiten vor und verknüpft diese zum anderen mit zentralen Werken der jungen Nachwuchskunst zu einer Gesamtübersicht von mehr als 30 Positionen. 

Die Auswahl aus der Generation der älteren Künstlerinnen und Künstler und die Festlegung der neuen Arbeiten wird kuratorisch durch das Wissenschaftlerteam des Kunstmuseums Bonn (Volker Adolphs, Stephan Berg, Stefan Gronert, Irene Kleinschmidt-Altpeter, Sabina Leßmann und Christoph Schreier) betreut. Die Auswahl der Nachwuchsgeneration wiederum wird von den international bereits arrivierten Künstlern selbst vorgenommen. Diese Aufteilung der kuratorischen Verantwortung zwischen Künstlern und Kunsthistorikern versteht sich als bewusstes Zeichen gegen das Fantasma des omnipotenten Kurators und als Anerkennung der prioritären Leistung der Künstlerinnen und Künstler. Infos

Ausstellung: Feuerländer - Regions of Vulcan vom 27.07. - 28.11.2010 im Behrens-Bau des LVR-Industriemuseum in Oberhausen 
Die bislang größte internationale Ausstellung des LVR-Industriemuseums zeigt die Geschichte der Arbeit im Blickwinkel der Kunst mit Beispielen des Bergbaus und der Eisen- und Stahlindustrie von 1800 bis heute.

Die Künstlerinnen und Künstler haben das Arbeiten und Leben mit der Montanindustrie in zum Teil monumentalen Werken gefeiert, beschworen und verdammt. Vielfältig ist die Parteinahme für und gegen die sich entwickelnde Arbeitsgesellschaft. Das zeigen die Werke aus Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Polen und USA. Zu den Stars der Ausstellung zählen Bonhommé, Calvelli, Corinth, Felixmüller, Kirchner, Gessner, Gorson, Luyten, Schneider und Ritterbusch. "Feuerkult im Behrens-Bau" nennt sich der erste Teil der Ausstellung, der zweite in der Zinkfabrik Altenberg „Brandherde im Kesselhaus". Infos


Francois Bonhommé, Fonderie à Indret ou Coulée de fonte, 1864, Öl auf Leinwand
Ausstellung: Wechselfeld - Artclub Köln vom 27.08. - 24.09.2010 im Galerie artclub im FKT in Bochum 
FREIES KUNST TERRITORIUM - FKT- ist ein Begriff, der drei spannende Aspekte des Raums an sich hervorheben soll. Es klingt wild, befreiend, nach Unabhängigkeit strebend - Synonyme, die die freie Kunst, ihre Unzähmbarkeit, unterstreichen sollen. Das Wort Territorium steht für die Abgrenzung des Terrains, für den Kunstanspruch und gleichzeitig für den Zufluchtsort der Kunst in allen Facetten und Zügen. Man könnte es vielleicht mit den Revieren der Tiere vergleichen, die ohne ihre eroberten Gebiete nicht überlebensfähig sind, (z. B. den Wölfen). Es entsteht ein provokatives Territorium der Kunst.

Die freie Kölner Kunstszene zu Gast im FKT.
28 Künstler des artclubs Köln zeigen ihre Werke im Rahmen des Projekts Wechselfeld. Die Grundidee von Wechselfeld ist ein Städteübergreifende, wechselseitige Nutzung von Räumen für Ausstellungen.
So fand bereits ein WECHSELFELD zwischen artclub Köln und der Künstlergruppe Radius 4x2 in der Vaganten Bühne Berlin statt und im Oktober werden die FKT-Künstler dann in Köln zu Gast sein. Infos

Ausstellung: WasserFarbe - Teil IV der Ausstellungsreihe Liquid Area vom 04.09. - 17.10.2010 in den Flottmann-Hallen und der Städtischen Galerie in Herne
Ike Vogt arbeitet in ihren Rauminstallationen mit Fotografien, Monitoren und Projektionen. Über Relief und Objekt an der Wand und/oder im Raum und in Zusammenarbeit mit MusikerInnen erfolgt eine Erweiterung der sinnlichen Erfahrbarkeit von Farbe und Fließen als gesamt räumliches Bild/Installation.
Erich Füllgrabe richtet in der ersten Etage der Städtischen Galerie Herne ein "Oberwasserlabor" ein und untersucht Wasserfarbe unter den Gesichtspunkten der "Schönfärberei, der Verklärung, der Nullierung und der Erleuchtung". In dem so entstehenden Erfahrungsraum wird nicht nur das Verhältnis von Wasser und Farbe, sondern auch der Umgang mit Theorie und Wissenschaft humorvoll reflektiert.

Paul Baartmans antwortet in den Flottmann-Hallen auf Wasserfarbe mit "Big Wave", in der er sich mit der Umsetzung des Themas "Welle" beschäftigt. Angeregt durch das Original des japanischen Künstlers Katsushika Hokusai entwickelt er für die Flottmann-Hallen eine Lichtinstallation, die über dem Boden zu schweben scheint. Diese besteht aus 100 Neonröhren, die durch Anbringung in unterschiedlichen Höhen und durch gezielte Setzung von Licht die Wellenbewegung nachempfinden. Die Arbeit wirkt wie ein lebendiges Wesen, welches nicht kommuniziert, aber dennoch selbstständig ist. Genau so wie die Wellen des Meeres sich souverän über die Wassermassen fortbewegen.
Christian Hasucha nimmt die Flottmann-Hallen für den Bau und die Erprobung einer Hochwasser-Rettungsinsel in Gebrauch. Mit Campingkocher und Golfplatz ausgestattet, kann diese von Besuchern genutzt werden, um hier einen Probeaufenthalt zu erleben. Monochrome Farbfeldmalerei an den Wänden, deren Wasserfarb-Nuance spektralphotometrisch ermittelt wurde, verweist dabei auf reale Hochwasserkatastrophen. Infos

(c) Christian Hasucha

Ausstellung: Ronald Franke / Werner Paß - Malerei, Stahlobjekte vom 10.09. - 10.10.2010 in der Cubus Kunsthalle in Duisburg
In Kooperation mit der art-gallery im Kunsthaus-NRW, krefeld (Infos) präsentiert die cubus kunsthalle, duisburg (Infos) Arbeiten der Künstler Werner Paß und Ronald Franke.

Werner Paß und Ronald Franke, zwei künstlerische Positionen, die auf den ersten Blick aufgrund ihrer unterschiedlichen Materialien - gezeigt werden Malereien und Stahlobjekte - weit von einander entfernt scheinen. Doch innerhalb der Präsentationen sieht man, dass Frankes Stadt-, Land-, Fluss- und Hafenbilder, die er teils auch auf Binnenschiffen realisiert hat, durch die Stahlarbeiten von Werner Paß im romantischen Sinne regelrecht ergänzt werden. Die großformatigen Industrie- und Landschaftsbilder verzichten gänzlich auf den Betrachter im Bild. Durch die Zuordnung der Stahlobjekte, Figuren und Köpfe von Werner Paß ergeben sich für die Malereien neue Zusammenhänge. Figur und Bild bilden durchaus neue Einheiten, wobei das Stahlobjekt nicht selten in verblüffender Weise die Funktion der romantischen Rückenfigur übernimmt.


Ronald Franke bei der Arbeit

Ausstellung: Arte sustenibile uno - artes uno vom 12.09. - 07.11.2010 im Kunstmuseum in Gelsenkirchen
Dies ist eine Wanderausstellung im Rahmen der Weltdekade der Vereinten Nationen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Das Projekt mit Werken deutscher und ausländischer Künstler widmet sich dem Thema Nachhaltigkeit in der bildenden Kunst. Im Sinne der Generationengerechtigkeit sollen Ressourcen auf diesem Planeten geschützt, Rohstoffe möglichst recycelt und Problemstoffe gemieden werden. Klimawandel, Ozonloch, Artensterben, Wüstenbildung, Müll und Schadstoffe sind nur einige der Themen, die durch künstlerische Positionen und Exponate belegt werden. Als Beispiel für erneuerbare Energien stehen windkinetische Objekte oder Solarkunst. Recyclingkunst aus aller Welt ist ebenso vertreten wie Arbeiten aus nachwachsenden Rohstoffen wie heimischen Hölzern, Kombucha-Teepilzen oder Süßwasseralgen. Die menschliche Antriebsenergie wird benötigt bei den besonderen Fahrrädern, die präsentiert werden, wie Ruderrad, Liegerad, Conference Bike, Janustandem oder das Pferd. Künstler, Designer, Kunstgruppen und Initiativen beteiligen sich an der alle Gattungen umfassenden Schau zur „Arte sustenibile uno“. Infos


Objekt: Horse (Pferd) von der Künstlerin Billie Grace Lynn
Ausstellung: Walter Stöhrer - Kraftfelder vom 16.09. - 05.12.2010 im Museum Küppersmühle in Duisburg
Walter Stöhrer (1937-2000) gehört zu den rebellischen Einzelgängern in der deutschen Kunst. Im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010, in das zugleich der 10. Todestag des Künstlers fällt, ehrt das MKM den Maler mit der ersten umfassenden Werkschau im Ruhrgebiet. Ausgehend von einigen frühen Gemälden aus den 1960er Jahren werden auf ca. 1.000 qm Ausstellungsfläche verschiedene Schaffensphasen bis hin zum letzten Bild ausgestellt. Schwerpunktmäßig werden vor allem Gemälde, daneben aber auch einige Papierarbeiten und Tuschen zu sehen sein. Neben seinem großformatigen malerischen Œuvre hat Walter Stöhrer ein umfangreiches druckgraphisches Werkkonvolut fast ausschließlich aus Kaltnadel-Radierungen geschaffen. Diese Arbeiten verdeutlichen die gestalterische Dynamik und Spontaneität des Künstlers und besitzen eine wichtige Formfindungsfunktion für seine gemalten Bilder. Daher wird auch eine 14teilige Folge aus großformatigen Kaltnadelradierungen (Horror trip", 1969) vorgestellt und gewürdigt werden. Infos

(c) Walter Stöhrer

Ausstellung: Comeback vom 17.09. - 31.10.2010 im Künstlerhaus in Dortmund
Das Künstlerhaus Dortmund macht die wiederholte Einladung von Künstlerinnen und Künstlern zum eigentlichen Thema einer ansonsten inhaltlich offenen Gruppenausstellung: Künstler aus dem europäischen Ausland, die bereits in der Vergangenheit eine Arbeit im Künstlerhaus realisierten und die bei den Künstlern des Künstlerhauses in eindrücklicher Erinnerung blieben, werden zum zweiten Mal eingeladen, um eine neue Arbeit für den selben Ort zu konzipieren. Es wird mit dieser erneuten Einladung angesprochen und es ist zu erwarten, dass dabei der vergangene Zeitraum, die eigene Entwicklung und Erfahrung, die Erinnerung an den ersten Besuch und/oder die vergangene Arbeit, an den fremden Ort und an das fremde Lande, selbst Teil der neuen künstlerischen Aussage sein wird.
Das Ausstellungsprojekt „Comeback“ thematisiert also nicht nur den gemeinsamen Ort – das Künstlerhaus Dortmund – sondern diesmal besonders die Zeit: die individuellen Biografien der Künstler sowie die Geschichte des Hauses. Infos


Paola di Bello (I) : 2001 points of view

Ausstellung: Tobias Zielony - Vele vom 17.09. - 07.11.2010 im Dortmunder Kunstverein in Dortmund
Tobias Zielony fotografiert Menschen in ihrem Umfeld und im alltäglichen Umgang miteinander. Er begibt sich an die Peripherie moderner Großstädte, an Orte zum Beispiel, wo Jugendliche abends „rumhängen“. Dabei interessiert ihn nicht der Aspekt einer „sozialen Realität“, die ein Bildjournalist dort dokumentieren könnte, sondern vielmehr „die Art wie sie herumstehen. Es ist diese völlig beiläufige Form des Sozialen“, die den Künstler fasziniert.

Für seine Fotoserien arbeitet Tobias Zielony über einen längeren Zeitraum unmittelbar vor Ort, spricht mit den Menschen, hält sich mit ihnen auf. Die kunstvollen Aufnahmen zeichnen sich aus durch eine spezifische Mischung von intimer Nähe und beobachtender Distanz. Für "Big Sexyland" beispielsweise verbrachte der Künstler mehrere Monate in Berlin, um in einem Pornokino und einem dort angrenzenden Park zu fotografieren. Die Serie "Trona" handelt vom Leben in einem Ort am Rande von L.A., wo die Stadt in die Wüste übergeht.

Die Ausstellung zeigt acht Fotoarbeiten aus der neuen Arbeit „Vele“ (2009), die im Norden der Stadt Neapel entstanden ist. Die Serie umfasst eine Vielzahl unvermischter Architekturmotive und erstmals arbeitete Zielony mit verschieden Bildformaten. Infos

Tobias Zielony, aus der Serie Vele: Mini - Bike, 2010; Courtesy by KOW Galerie, Berlin 

Ausstellung: Uta Rings vom 19.09. - 21.11.2010 im Kunstmuseum in Gelsenkirchen
Mit einer Rauminstallation im Kunstraum des Museums ist die Kölnerin Uta Rings zu Gast, wobei sie eine eigens für den pavillonartigen Raum konzipierte Glasmalerei vorstellt. Die Präsentation steht in Kooperation mit dem Rheinischen LandesMuseum Bonn und dem Stadtmuseum Siegburg, die jeweils unterschiedliche Arbeitsbereiche der Künstlerin zeigen.
Uta Rings (geb. 1962 in Kassel) absolvierte ihr Kunststudium in Paris, Stuttgart und Hamburg bei Professor G. Graubner. Obwohl sie mit verschiedenen Medien und Gattungen arbeitet - Leinwandbilder und Objekte, Aquarelle, Fotografien und Diaprojektionen - ist die Malerei mit dem Schwerpunktthema Farbe das verbindende Element. Gern lässt sich die Künstlerin von den architektonischen und atmosphärischen Gegebenheiten des Ausstellungsortes inspirieren. Infos


Bild: Uta Rings: Vier Quadrate, 2008; Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm
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